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Torkil Damhaug

Norwegischer Schriftsteller

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Torkil Damhaug (geboren am 8. November 1958 in Lillehammer) ist ein norwegischer Schriftsteller, der v. a. für seine Kriminalromane bekannt ist.

Für seine 2011, 2016 und 2022 erschienenen Romane wurde er mit dem Riverton-Preis ausgezeichnet. Damit war er der erste Autor, dem diese Auszeichnung dreimal verliehen wurde.

Damhaug wuchs in Lørenskog bei Oslo auf. Nach eigenen Angaben prägte ihn ein kulturinteressiertes Elternhaus, in dem Literatur eine wichtige Rolle spielte. In seiner Jugend interessierte er sich eigenen Angaben zufolge insbesondere für Lyrik und Jazz. Als wichtige literarische Inspiration seiner Jugend nennt Damhaug unter anderem Edgar Allan Poe, dessen Beschäftigung mit psychischen Abgründen und inneren Konflikten sein eigenes Schreiben beeinflusste.

Nach dem Schulabschluss studierte er bis 1983 Literaturwissenschaft und Sozialanthropologie an der Universität Bergen. Anschließend studierte Damhaug Medizin an der Universität Oslo und legte 1991 das medizinische Staatsexamen ab. Danach arbeitete er 1991/92 als Arzt auf den Lofoten und später in psychiatrischen Einrichtungen in Akershus. 2006 wurde er als Facharzt für Psychiatrie zugelassen.

Seine psychiatrische Berufserfahrung prägte nach eigener Aussage auch seine literarische Arbeit, wobei er betonte, keine konkreten Fälle aus der klinischen Praxis in seinen Romanen zu verarbeiten.

Bereits während seines Medizinstudiums begann Damhaug mit der Arbeit an seinem ersten Roman. Dieser erschien 1996 unter dem Titel Flykt, måne (norwegisch für: Flucht, Mond). Darin begegnet eine Psychiaterin einem jungen Mann, der bewusstlos aufgefunden wurde und sich nicht an seine Identität erinnern kann.

Mit Døden ved vann (deutsch: Die Netzhaut) gelang Damhaug 2008 der Durchbruch bei Kritikern und Lesepublikum. Für den Kriminalroman Ildmannen (deutsch: Feuermann) erhielt Damhaug den Riverton-Preis 2011. Der Roman behandelt eine Serie von Brandanschlägen in Lillestrøm und verbindet die Ermittlungen mit Themen wie verdrängter Vergangenheit, psychischen Traumata sowie kulturellen und sozialen Konflikten.

2016 veröffentlichte Damhaug den Kriminalroman En femte årstid (deutsch: Der Kreis aller Sünden), der ebenfalls mit dem Riverton-Preis ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt steht eine Serie von Todesfällen und Ermittlungen im fiktiven Ort Hammerdal. Thematisiert werden dabei generationsübergreifende Gewalt, familiäre Traumata sowie Korruption innerhalb der Polizei.

Sein 2022 erschienener Roman Hund uten grav (norwegisch für: Hund ohne Grab), der unter anderem Themen wie Internettrolle, die #MeToo-Debatte und Rassismus aufgreift, brachte ihm seinen dritten Riverton-Preis ein. Der 2024 erschienene Roman Forræderen (norwegisch für: Verräter) spielt 1979 in Bergen und handelt von einem jungen Medizinstudenten, der in einer alternativen Wohngemeinschaft lebt. Zentrale Elemente sind Erinnerungen an Jugend, Freiheitsvorstellungen und prägende Begegnungen.

2011 – Riverton-Preis für Ildmannen

2016 – Riverton-Preis für En femte årstid

2022 – Riverton-Preis für Hund uten grav

Flykt, måne. Cappelen Damm, Oslo 2009, ISBN 978-82-02-29782-4.

(Erstausgabe: Cappelen, Oslo 1996)

Syk rose. Cappelen Damm, Oslo 2009, ISBN 978-82-02-29781-7.

(Erstausgabe: Cappelen, Oslo 1999)

Overlord. Cappelen, Oslo 2006, ISBN 978-82-02-26369-0.

Se meg, Medusa. Cappelen, Oslo 2007, ISBN 978-82-02-27664-5.

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