An diesem Tag

Tom Morello

US-amerikanischer Gitarrist und Sänger

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Thomas Baptist „Tom“ Morello (* 30. Mai 1964 in Harlem, New York City) ist ein US-amerikanischer Gitarrist und Sänger. Er wurde als Gitarrist der Crossover-Band Rage Against the Machine bekannt und spielte in der Alternative-Rock-Band Audioslave.

Morello ist stark politisch aktiv, Mitbegründer der Axis of Justice sowie Mitglied der Industrial Workers of the World (IWW).

Er war im Rolling-Stone-Magazin als einer der „The Top 20 New Guitarists“ aufgeführt und ist auf Platz 40 der Rolling-Stone-Liste der „100 Greatest Guitarists of All Time“.

Der Sohn von Mary Morello, Begründerin von Parents For Rock and Rap, und des kenianischen Guerilla-Kämpfers und Revolutionärs Ngethe Njoroge wuchs im US-amerikanischen Bundesstaat Illinois auf. Tom Morello ist der Großneffe von Jomo Kenyatta, dem ersten gewählten Präsidenten Kenias.

Nach dem Besuch der Highschool absolvierte Morello an der Harvard University ein Studium der Politikwissenschaften, das er 1986 mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts abschloss. Anschließend zog er nach Los Angeles, wo er sich einer Band namens Electric Sheep anschloss, in der auch Tool-Gitarrist Adam Jones mitspielte.

Im Jahr 1988 spielte er bei Lock Up, mit denen er auch sein erstes Album Something Bitchin' This Way Comes im Juli 1989 veröffentlichte. In dieser Zeit lernte er Brad Wilk kennen. Später traf er Zack de la Rocha, der Morello mit Tim Commerford bekannt machte. Die vier Musiker gründeten 1991 Rage Against the Machine und bekamen bald einen Plattenvertrag. Es folgten vier Alben, die allesamt große internationale Erfolge feiern konnten.

Nachdem Zack De La Rocha im Jahr 2000 bei Rage Against The Machine ausstieg, entschied man sich nach ein paar Sessions mit dem ehemaligen Soundgarden-Sänger Chris Cornell ein Album aufzunehmen. Nach den Aufnahmen beschloss man dieses Projekt dauerhaft unter dem Namen Audioslave fortzuführen. Bis 2006 erschienen drei Studioalben, die ausnahmslos die Charts erreichten.

Anfang 2007 verließ Chris Cornell Audioslave und Morello, Commerford und Wilk gingen wieder mit Zack de la Rocha als Rage Against The Machine auf Reunion-Tour. Im gleichen Jahr erschien auch das erste Album von Morellos seit 2003 verfolgtem Folk-Soloprojekt The Nightwatchman. Zwei weitere folgten 2008 und 2011.

Im Jahr 2006 wurde der Street Sweeper Social Club gegründet, ein Projekt Morellos mit dem Rapper Boots Riley von The Coup. Ähnlich wie bei Rage Against The Machine werden auch hier Rock- mit Rap-Elementen kombiniert. Eine EP mit dem Titel NINJA 2009 Tour Sampler erschien im Jahr 2009 in den USA, im gleichen Jahr, Anfang August, auch das Debütalbum der Band mit dem Titel Street Sweeper Social Club in Deutschland. Im August 2010 erschien von SSSC die EP The Ghetto Blaster EP. Morello war am 13. April 2012 zusammen mit Claudio Sanchez Special Guest auf dem Chicago Comic & Entertainment Expo (C2E2).

Im Jahr 2015 gründete er zusammen mit Ryan Harvey das Plattenlabel Firebrand Records. Außerdem gab er in einem Interview bekannt, an einem neuen The Nightwatchman-Album zu arbeiten.

2022 war er in einem Cameo im Netflix-Film Metal Lords zu sehen. Er war außerdem für die Musik verantwortlich und komponierte den Song Machinery of Torment, den die fiktive Metalband Skullflower in dem Film spielt.

Morello ist für sein politisches Engagement bekannt. So gründete er beispielsweise mit Serj Tankian von System of a Down die Axis of Justice, bei der sich junge Aktivisten treffen können. Außerdem trat er bei den G8-Protesten am 2. Juni 2007 in Heiligendamm auf der politisch-kulturellen Veranstaltung Move against G8 auf.

Im August 2012 sprach sich Morello im Rolling Stone Magazine klar gegen den US-Republikaner Paul Ryan aus. Dieser hatte in Interviews Rage Against the Machine zu seinen Lieblingsbands gezählt.

Morello sagte zum Rolling Stone:

„… Paul Ryans Liebe zu Rage Against the Machine ist amüsant, da er die Verkörperung der Maschine ist, gegen die unsere Musik zwei Jahrzehnte gewütet hat… Verstehen Sie mich nicht falsch; ich sehe durchaus, dass Ryan eine ganze Ladung ‚Wut‘ in sich trägt: Wut auf Frauen, Wut auf Einwanderer, Wut auf Arbeiter, Wut auf Schwule, Wut auf Arme, Wut auf die Umwelt. Das praktisch Einzige, wogegen er nicht wütet, ist die privilegierte Elite, vor welcher er für Wahlkampfspenden kriecht …“

(„… Paul Ryan's love of Rage Against the Machine is amusing, because he is the embodiment of the machine that our music has been raging against for two decades… Don't mistake me, I clearly see that Ryan has a whole lotta ‚rage‘ in him: A rage against women, a rage against immigrants, a rage against workers, a rage against gays, a rage against the poor, a rage against the environment. Basically the only thing he's not raging against is the privileged elite he's groveling in front of for campaign contributions…“)

Er ist Ratsmitglied der Progressiven Internationalen (PI) und Mitglied der weltweiten Basisgewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW), deren Basecap er bei einem Großteil seiner Auftritt trägt.

Tom Morello veranstaltete am 30. Januar 2026 in Minneapolis ein Benefizkonzert unter dem Motto Defend Minnesota. Er arbeitete dabei zusammen mit der Punkband Rise Against und Bruce Springsteen, der am Tag des Konzerts, das um 10:30 Uhr begann und für das Tickets zum Preis von 25 Dollar erhältlich waren, als Überraschungsgast vorgestellt wurde. Springsteen spielte bei dieser Veranstaltung zum ersten Mal Streets of Minneapolis live sowie außerdem seinen Song The Ghost of Tom Joad aus dem Jahr 1995, bei dem Morello ihn begleitete. Defend Minnesota wurde als „Konzert der Solidarität und des Widerstands” beschrieben. Morello sagte, dass 100 Prozent der Einnahmen „an die Familien der von ICE in Minneapolis ermordeten Renée Good und Alex Pretti gehen” würden.

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