Tite Curet Alonso (eigentl.: Catalino Curet Alonso; * 12. Februar 1926 in Guayama; † 5. August 2003 in Baltimore) war ein puerto-ricanischer Salsa- und Bolero-Komponist.
Curet, der Sohn einer Näherin und eines Spanischlehrers und Musikers im Orchester von Simón Madera wuchs nach der Scheidung seiner Eltern bei seiner Großmutter in San Juan auf. Er studierte Musiktheorie an der University of Puerto Rico bei Jorge Rubián. Seine ersten Songs komponierte er 1965 in New York für Joe Quijano.
Bekannt wurde er mit der Komposition El grand tirano, die er ursprünglich für Roberto Ledesma schuf, dann aber für die kubanische Sängerin La Lupe arrangierte. Diese feierte dann mit seinen Kompositionen Carcajada final und Puro teatro weitere Erfolge. Daraufhin nahmen auch Bands wie die Trios Los Andinos und Los Condes seine Werke in ihr Repertoire auf und Tito Rodríguez machten Tiemblas und Don Fulano bekannt.
Seine gemeinsame Produktion mit Jerry Massucci anlässlich der Rückkehr Cheo Felicianos als Sänger brachte Hits hervor wie Anacaona, Mi triste problema, Pa’ que afinquen, Si por mi llueve und Franqueza cruel. Willie Colón hatte 1971 Erfolg mit Piraña. Wenig später schrieb Curet Testigo fui und Vale más un guaguancó für Ray Barretto, Las caras lindas de mi gente negra und De todas maneras rosas für Ismael Rivera, Periódico de ayer für Héctor Lavoe, Plantación adentro für Rubén Blades, La esencia del guaguancó für Pete Rodríguez und El prestamista für Rafael Cortijo.
Neben Salsas komponierte er auch die Ballade Tema de Nilsa für Johnny Olivo, den Merengue Yo me dominicaniso für die Hijos de Rey und das Folklorestück Cucubano für Tony Cearrao. Mehrere seiner Kompositionen waren auch bei internationalen Festivals erfolgreich, so Y después del amor (mit den Hermanos Castro) beim Festival de Río, Deja al poeta cantar (mit Irma Bruno) beim Festival in Buga (Kolumbien) und Sal saludando (mit Cheo Feliciano) beim Festival de la Salsa in Venezuela.
Des Weiteren schrieb Curet spanische Texte zu internationalen Hits wie Limelights (Cantilejas) von Charlie Chaplin. Großen Erfolg hatte Chucho Avellanet mit Curets Fassung von Wenn ich einmal reich wär (Si yo fuera rico) aus Anatevka. Seine Kompositionen wurden auch für Soundtracks in Filmen wie Pedro Almodóvars Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs und Francis Ford Coppolas Der Pate – Teil II verwendet.
Als Musikjournalist schrieb Curet für Zeitschriften wie Variedades, Estrellas, El Mundo, l Reportero, Vea und El Vocero. Er verfasste das Buch De la vida misma und hatte ein wöchentliches Programm bei Radio Universidad. Insgesamt komponierte er mehr als 2000 Songs.
Biografías y Vidas: Tite Curet Alonso
LatinJazzNet: Tito Curet Alonso
Eintrag (All About Jazz) (englisch)
Tite Curet Alonso bei AllMusic (englisch)