Thomas Schmauser (* 30. November 1972 in Burgebrach) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben und künstlerische Karriere
Thomas Schmauser wuchs in Oberfranken auf und absolvierte nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung bei der Sparkasse. Er arbeitete in der Immobilienabteilung, bis er kündigte und sich für eine Schauspiel-Ausbildung bewarb. Er studierte von 1992 bis 1996 an der Otto Falckenberg Schule und war bereits zu dieser Zeit in den Münchner Kammerspielen zu sehen, wo er unter anderem in Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder mitspielte.
Nach dem Schauspielstudium erhielt Schmauser Engagements am Niedersächsischen Staatstheater Hannover (1997–2000) und am Thalia Theater in Hamburg (ab 2000/2001). Seit 2007 ist er festes Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele, mit einem zwischenzeitlichen Wechsel an das Residenztheater (München) (2017–2019). An den Münchner Kammerspielen inszenierte Schmauser 2012 auch das Stück DU MEIN TOD – Eine wahre Geschichte, nacherzählt von Thomas Schmauser. 2025 wurde Thomas Schmauser vom Fachmagazin Theater heute für seine künstlerische Leistung als Hendrik Höfgen in Mephisto zum Schauspieler des Jahres gekürt.
Neben seiner Theaterkarriere spielte Schmauser zahlreiche Film- und Fernsehrollen. Sein Filmdebüt gab er 1995 in Hans-Christian Schmids „Nach fünf im Urwald“. Weitere prägende Rollen hatte er u. a. in „Ein todsicheres Geschäft“, „Die Einsamkeit der Krokodile“, „Freiwild. Ein Würzburg-Krimi“, „Der große Rudolph“ und mehrfach im „Tatort“. Seine Vielseitigkeit zeigte sich auch in Fernsehproduktionen wie „Mein Leben im Off“ und „Räuber Kneißl“.
2015: Der Spieler (als Aleksej). Nach dem Roman von Fjodor Michailowitsch Dostojewski. Inszenierung: Christopher Rüping
2015: Der Kaufmann von Venedig (als Kaufmann Antonio/Bassanio). Nach William Shakespeare. Inszenierung: Nicolas Stemann
2017: On the Road – Unterwegs. Nach dem Roman von Jack Kerouac. Inszenierung: David Marton
2020: Passing – It’s so easy, was schwer zu machen ist (div. Rollen). Von René Pollesch und Ensemble. Inszenierung: René Pollesch
2021: Die Politiker. Von Wolfram Lotz. Inszenierung: Felicitas Brucker
2022: Die Freiheit einer Frau (als Vater, Mutter, Sohn). Von Édouard Louis. Inszenierung: Felicitas Brucker
2022: Nora (als Krogstad). Ein Thriller von Sivan Ben Yishai, Henrik Ibsen, Gerhild Steinbuch und Ivna Žic. Inszenierung: Felicitas Brucker
2023: Oberland. Von Paula Kläy. Inszenierung: Felicitas Brucker (Leseperformance im Rahmen des „Münchner Förderpreises für neue Dramatik“)
2023: Der Sturm / Das Dämmern der Welt (als Prospero/Onoda). Ein Gipfeltreffen von William Shakespeare.und Werner Herzog. Inszenierung: Jan-Christoph Gockel
2023: Die Vaterlosen [Platonow] (als Pferdedieb Ossip). Von Anton Pawlowitsch Tschechow. Inszenierung: Jette Steckel
2024: Asche. Von Elfriede Jelinek. Inszenierung: Falk Richter
2024: Baumeister Solness (als Baumeister Solness). Nach Henrik Ibsen mit Texten von Gerhild Steinbuch und Ensemble. Inszenierung: Felicitas Brucker
2025: Mephisto (als Hendrik Höfgen). Nach dem Roman von Klaus Mann. Inszenierung: Jette Steckel