Thomas Reisinger (* 28. Januar 1966 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler und Regisseur.
Leben und künstlerische Karriere
Thomas Reisinger wurde 1966 in Wien geboren. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Schauspielschule Krauss in Wien sowie am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York.
Im Laufe seiner Karriere war er an bedeutenden deutschsprachigen Bühnen tätig. Von 1998 bis 2006 gehörte er dem Ensemble des Theaters Basel an. Spätere Engagements führten ihn unter anderem an das Schauspielhaus Wien und das Wiener Burgtheater. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört Reisinger zum festen Ensemble des Residenztheaters (München). Er arbeitete mit namhaften Regisseurinnen und Regisseuren wie Barbara Frey, Stefan Bachmann, Michael Thalheimer, Joe Hill-Gibbins und Nora Schlocker zusammen.
Neben seiner Arbeit am Theater steht Reisinger auch regelmäßig für Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Seine Filmografie umfasst Auftritte in bekannten TV-Formaten wie dem Tatort, SOKO Donau, Die Rosenheim-Cops, Hubert ohne Staller, München Mord oder dem Bozen-Krimi.
Reisinger wurde 2024 mit dem AZ-Stern des Jahres für seine Leistungen als „grandioser Charakterdarsteller“ geehrt.
Er lebt mit der Schauspielerin Katja Jung zusammen und hat zwei Kinder.
2007: Der Mob – die:Gewerkschaft (als Terry Malloy). Nach dem Film Die Faust im Nacken von Elia Kazan. Inszenierung: Samuel Schwarz
2009: Jenatsch (als Jenatsch). Nach dem Roman Jürg Jenatsch von Conrad Ferdinand Meyer. Inszenierung: Samuel Schwarz
2008: Es geht uns gut (als Peter). Von Andreas Jungwirth nach dem Roman von Arno Geiger. Inszenierung: Lars-Ole Walburg
2011: Waisen (als Danny). Von Dennis Kelly. Inszenierung: Ramin Gray
2012: Der Seidene Schuh oder Das Schlimmste trifft nicht immer zu (als Jakobus). Von Thomas Arzt, Jörg Albrecht, Anja Hilling und Tine Rahel Völcker nach Paul Claudel. Inszenierung: Gernot Grünewald / Mélanie Huber / Christine Eder / Pedro Martins Beja
2012: Venedig im Schnee (als Christophe). Von Gilles Dyrek. Inszenierung: Roland Lang
2009: Auf Basis der aktuellen Eigenkapitalerfordernisse von nur 4 Prozent (als Banker). Von Harald Posch. Inszenierung: Harald Posch
2012: Opfer (als Alexander). Nach dem Film von Andrei Arsenjewitsch Tarkowski. Inszenierung: Philipp Hauß
2013: Ein Iltis (als Vati). Von Josephine Ehlert. Inszenierung:Julia Burger
2013: Fräulein Julie (als Jean). Von August Strindberg. Inszenierung: René Medvešek
2008: Verbrennungen (als Nihad). Von Wajdi Mouawad. Inszenierung: Stefan Bachmann