Thomas Frick (* 7. August 1962 in Rostock) ist ein deutscher Autor und Regisseur.
Thomas Frick begann seine künstlerische Arbeit in den 1980er Jahren als Karikaturist, Liedermacher und Undergroundfilmer. Er gründete den Greifswalder Experimentalfilmzirkel und organisierte Underground-Filmfestivals in seiner Heimatstadt Greifswald.
Nach Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und der Beschlagnahmung seiner Filmarbeiten und Schriften durch das Ministerium für Staatssicherheit nahm Frick Kontakt zu prominenten Künstlern in der DDR und Ungarn auf. Vor allem seinen Super-8-Filmen und der Vermittlung durch DEFA-Regisseure wie Heiner Carow und Claus Dobberke verdankte Frick seine Aufnahme ins Volontariat beim DEFA Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg im Jahr 1987.
Die 80er Jahre hindurch reiste er jeden Sommer per Anhalter durch Staaten des Ostblocks und filmte dabei mit seiner Super-8-Kamera. Insbesondere die Tramptouren in Armenien und Aserbaidschan mit seinem Freund Robert Conrad wurden später Gegenstand von Buchdokumentationen und Dokumentarfilmen wie Unerkannt durch Freundesland, Interrail. Die beste Reise meines Lebens, Super 8 - Das Ende einer Legende und Als die Jeans noch Niethose hieß.
Seine Ausbildung zum Regisseur absolvierte Frick von 1988 bis 1996 an der Filmhochschule HFF Konrad Wolf in Babelsberg unter der Mentorschaft von Claus Dobberke. Während dieser Zeit drehte er mehrere preisgekrönte Dokumentar- und Kurzfilme, so 10 Tage im Oktober und Varieté. Seinen international ausgezeichneten Diplomfilm Der unbekannte Deserteur drehte er 1994 als Co-Produktion mit der Universität von Kalifornien in Los Angeles; unter anderen mit Karoline Eichhorn, Alexander Schubert, Udo Kier und Ralf Möller. Der Mentor des Projektes war der deutsche Regisseur Roland Emmerich.
Nach Beendigung der Filmhochschule arbeitete Frick als Regisseur und Autor beim Fernsehen (Gute Zeiten – Schlechte Zeiten, Geliebte Schwestern, Alpha Team, Gott und die Welt), als Musikclip- und Werbefilmer (Clueso, Acoustica, Sony, Danone, Mc Paper, Rotes Kreuz, Telekom, Ferrero) und als Eventregisseur (Prix Europa) und ermöglichte sich somit seine freie Arbeit an eigenen Kurzfilmen (Emmerich, Grünes Licht, Dangerous animal).
1998 gründete Frick die „Thomas Frick Filmproduktion“ und 2001 übernahm er die Regie bei dem Abenteuerfilm Detective Lovelorn und die Rache des Pharao, in dem Mišel Matičević, Eva Hassmann, Reiner Schöne und Horst Buchholz (in seiner letzten Kinohauptrolle) zu sehen sind. Er war Vorstandsmitglied des Filmverbands Brandenburg.
1995 absolvierte er die Masterschool Drehbuch des FILMBOARD BERLIN-BRANDENBURG mit dem Stoff „Der Kleiderschrank“ auf Empfehlung von Sönke Wortmann, Ausbildung u. a. bei den Frank Daniels - Associates Don Bohlinger und James Nathan.
Frick betätigt sich aktiv in gemeinnützigen Projekten – meist Film- oder Drehbuchprojekten mit Jugendlichen wie Courage zeigen – Fremdsein überwinden, Couragierte Bilder, jugend denkt um.welt / youthinkgreen, und Sukuma.
2007 gründete er zusammen mit Helmut Spiering die Umweltinitiative und NGO „jugend denkt um.welt - youthinkgreen“, deren Vizevorsitzender er ist.
Thomas Frick ist Mitherausgeber und Mitautor des Nachhaltigkeits-Nachschlagewerks „Tree of Hope“.
Er unterrichtet Drehbuch, Werbedramaturgie und Regie in zahlreichen Ländern. Reisen als Filmemacher und Fotograf führten ihn u. a. in die U.S.A., Tunesien, Marokko, Ukraine, Nordkorea, Ägypten, Indien, Namibia, Malediven, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Iran. Er war Referent an der Sächsischen Medienakademie und an der TÜV Rheinland-Schule in Dresden.
Als literarischer Autor veröffentlicht Frick seit 2015 Kurzgeschichten und Reiseerzählungen als Selfpublisher, gewann Preise, wurde in Anthologien aufgenommen und besuchte Schreibseminare mit Sebastian Fitzek, Andreas Eschbach, Klaus N. Frick, Uwe Anton, Michael Markus Thurner, Leo Lukas, Kathrin Lange, Ursula Poznanski, Andreas Gruber, Thomas Brussig und anderen.
Er schrieb für das Computermagazin c’t und für die Romanserie Perry Rhodan (Stellaris) und gehört dem Vorstand des Literatur-Kollegium Brandenburg an.
Thomas Frick ist der Sohn von Ursula Frick und Gerhard Frick.
Neben seinem künstlerischen Engagement arbeitet er nach wie vor in einer Pflegeeinrichtung als Krankenpfleger.
Der Ausflug ins Gebirge (nach Franz Kafka, 1983)
Der unbekannte Deserteur (1994)