Thomas Freitag (* 17. Juni 1950 in Alsfeld) ist ein deutscher Kabarettist.
Der Sohn eines Ingenieurs besuchte das Gymnasium und die Wirtschaftsoberschule. Nach dem Abschluss einer Lehre zum Bankkaufmann und anschließender kurzer Tätigkeit in diesem Beruf nahm er ab 1974 Schauspielunterricht bei Carlo Fuß in Stuttgart. 1975 erhielt Freitag am Stuttgarter Renitenztheater sein erstes Engagement als Schauspieler und Kabarettist.
Von 1975 bis 1976 war er Mitglied des Ensembles am Stadttheater Gießen. Als Solokabarettist trat er erstmals 1976 auf. Zwischen 1977 und 1986 war er Ensemblemitglied am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, wo er zusammen mit Lore Lorentz auftrat.
Seit 1976 ist er, wiederholt am Kom(m)ödchen, mit Soloprogrammen unterwegs und war besonders bekannt für seine Parodien von Willy Brandt, Herbert Wehner, Franz Josef Strauß, Helmut Kohl und Marcel Reich-Ranicki.
Freitag tritt und trat auch in zahlreichen Fernsehsendungen auf (z. B. Scheibenwischer) und spielte in Fernsehfilmen und -serien mit. Seine in der Sendung Scheibenwischer gesendete Parodie auf Herbert Wehner anlässlich dessen Ausscheidens aus dem Bundestag 1983 wurde zu einem bekannten Klassiker. 1984 startete in der ARD seine eigene satirische Fernsehreihe Freitag’s Abend – Medienkunde für Anfänger, in der er die Sendungen von Kollegen kommentierte und selbst in verschiedene Rollen schlüpfte. Die Sendung lief bis 1986.
1976: Ansichten eines Trittbrettfahrers
1982: …und sie bewegt sich doch
1984: Wer kommt mit durchs Nadelöhr?
1986: Was sind denn das für Leute?
1989: Sondermüll – Ausgewähltes aus sieben Programmen
1990: Die Riesenpackung – Ein Comic Strip
1993: Hoppla! – Ein deutsches Schicksal
1996: Unplugged – Thomas Freitag
2012: Der kaltwütige Herr Schüttlöffel
2014: Die Jubiläumsedition: Nur das Beste
2016: Europa – der Kreisverkehr und ein Todesfall
2025: Rückzug über die Minen der Ebene
Die Welt ist schön. EMI Electrola, 1990.