An diesem Tag

Thomas Bareiß

Deutscher Politiker (CDU), MdB

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Thomas Bareiß (* 15. Februar 1975 in Albstadt-Ebingen) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2018 bis 2021 im Kabinett Merkel IV Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie sowie Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus. Von 2020 bis 2021 war er zusätzlich Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand.

Bareiß ist evangelisch. Nach Scheidung seiner ersten Ehe ist er seit September 2016 in zweiter Ehe mit der früheren nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Andrea Verpoorten verheiratet und lebt mit ihr in Balingen.

Er besuchte die Grundschule und die Realschule in Meßstetten, machte 1994 das Abitur am Wirtschaftsgymnasium Albstadt und leistete seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe in Meßstetten und auf dem Heuberg ab. 1995 begann er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie Ravensburg, das er 1998 als Diplom-Betriebswirt (BA) beendete. Von 1999 bis 2005 war er als Assistent der Geschäftsführung, Leiter des Bereichs Controlling und zuletzt als Leiter des Bereichs EDV und Organisation bei dem mittelständischen Kinderwäschehersteller Sanetta in Meßstetten tätig.

Bareiß wurde schon als Schüler 1990 Mitglied der Jungen Union und 1994 auch der CDU. Von 1997 bis 2003 war er Vorsitzender des JU-Kreisverbandes Zollernalb und von November 2002 bis November 2006 Landesvorsitzender der Jungen Union Baden-Württemberg.

Daneben war Bareiß von 2001 bis 2005 Mitglied des Kreisvorstands der CDU Zollernalb und von 2007 bis 2012 Kreisvorsitzender. Seit 2002 gehörte er in seiner Eigenschaft als Landesvorsitzender der Jungen Union als beratendes Mitglied dem CDU-Landesvorstand Baden-Württemberg an, seit dem Landesparteitag 2005 als gewähltes Mitglied. In seiner Funktion als Vorsitzender des CDU-Bezirksverbands Württemberg-Hohenzollern ist er seit 2011 Mitglied im Präsidium der CDU Baden-Württemberg.

Am 22. Oktober 2011 wurde Bareiß zum neuen Vorsitzenden des rund 13.000 Mitglieder starken CDU-Bezirksverbands Württemberg-Hohenzollern gewählt. Er gewann knapp gegen die ehemalige Umwelt- und Verkehrsministerin Baden-Württembergs Tanja Gönner. Er wurde 2013, 2015 und 2018 ohne Gegenkandidat wiedergewählt (mit 99 %, 95,1 % bzw. 93,8 % der Stimmen).

Im Dezember 2018 wurde er in den CDU-Bundesvorstand gewählt.

Diesem gehörte er bis zum CDU-Parteitag im Mai 2024 an.

Abgeordnetentätigkeit (seit 1999)

Von 1999 bis 2008 war Bareiß im Gemeinderat seines Heimatortes Meßstetten, von 2004 bis 2013 war er Mitglied im Kreistag des Zollernalbkreises.

Deutscher Bundestag (seit 2005)

Seit 2005 ist er stets als direkt gewählter Kandidat des Bundestagswahlkreises Zollernalb – Sigmaringen Mitglied des Deutschen Bundestages.

Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er mit 55,5 Prozent der Stimmen das beste Erststimmenergebnis in Baden-Württemberg. In der 17. Legislaturperiode gehörte Bareiß als ordentliches Mitglied dem Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie dem Ausschuss für Wirtschaft und Technologie an. Als stellvertretendes Mitglied gehörte er dem Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie dem 1. Untersuchungsausschuss (Gorleben) an. Daneben war er von 2008 bis 2018 Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahn.

Bei der Bundestagswahl 2009 erhielt er 49,4 Prozent der Erststimmen und war von 2010 bis 2014 Koordinator (ab 2018 Beauftragter) für Energiepolitik und Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Von Januar 2010 bis 2014 war Bareiß zudem stellvertretender Vorsitzender der baden-württembergischen CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag.

Bareiß kandidierte erneut bei der Bundestagswahl 2013 und erhielt 60,7 Prozent der abgegebenen Erststimmen. Dies war das beste Ergebnis in Baden-Württemberg und das zweitbeste CDU-Erststimmenergebnis deutschlandweit. Er war in dieser Legislaturperiode Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Bareiß übte 2016 neben seinem Bundestagsmandat elf veröffentlichungspflichtige Nebentätigkeiten aus, davon bezahlte Nebentätigkeiten in Höhe von 19.500 bis 40.500 Euro.

Bareiß war nach der baden-württembergischen Landtagswahl am 13. März 2016 an den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und Grünen beteiligt. Er war Verhandlungsführer für die Bereiche Wirtschaft und Finanzen. Die beiden Parteien vereinbarten einen Koalitionsvertrag und wählten Winfried Kretschmann zum Ministerpräsidenten (siehe auch Kabinett Kretschmann II).

Von Juni 2017 bis 2018 war Bareiß stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender des Atom-Altlasten-Fonds, der die Rücklagen für die Endlagerung der hochradioaktiven Kernenergieabfälle verwaltet. Bareiß engagiert sich seit langer Zeit für die transatlantischen Beziehungen.

Bei der Bundestagswahl 2017 erzielte Bareiß sein bis dahin schlechteste Erststimmenergebnis mit 45,0 Prozent. Im Januar 2018 war Thomas Bareiß Teil der Sondierungsgruppe, die mit der SPD über eine mögliche Große Koalition verhandelte. Bareiß wurde als Energiebeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in die Sondierungsgruppe Energie, Klimaschutz und Umwelt berufen.

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