Theodor Krücke (* 23. Mai 1835 in Langenholzhausen; † 11. Oktober 1912 in Lichterfelde bei Berlin) war ein deutscher Lehrer, Pastor und Politiker.
Krücke war der zweite Sohn des in Langenholzhausen tätigen Pastors Wilhelm Krücke. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Lemgo und Studium in Erlangen sowie Berlin wurde er am 6. März 1861 zum Landeskandidaten ernannt. Nach kurzer Zeit als Hilfsprediger in Bremen erhielt Theodor Krücke die Stelle als Hilfslehrer am Fürstlichen Schullehrerseminar und Gymnasium zu Detmold. 1884 bestand er das Staatsexamen.
Im April 1865 wurde Krücke als 17. Pastor an die evangelische Kirche in Wüsten berufen. In seinen Pastoralberichten von 1868 bis 1871 beschrieb Krücke den Ort und dessen Einwohner unter anderem folgendermaßen:
Zwölf Jahre später ging Krücke im April 1977 als Pastor nach Salzuflen und war dort über zehn Jahre im Amt.
In Salzuflen setzte sich Krücke unter anderem mit großem Eifer für die Erweiterung der im Jahre 1875 gegründeten Kinderheilanstalt ein.
Krücke war Mitglied der ersten Lippischen Landessynode, in die er von der Klasse-Detmold als einer der drei geistlichen Vertreter gewählt wurde.
Am 20. Januar 1887 wurde Theodor Krücke zum Pastor der Schlosskirchengemeinde der brandenburgischen Kleinstadt Altlandsberg gewählt. Hier war er bis zum Oktober 1909 tätig.
Theodor Krücke starb am 11. Oktober 1912 in Lichterfelde bei Berlin.
Im Herbst 1876 nahm Krücke als Kandidat an der Wahl zum Lippischen Landtag teil.
Im 7. Wahlbezirk wurde aufgrund von Stimmengleichheit zwischen Krücke und Wilhelm Büxten eine Stichwahl angeordnet. Folgendes Resultat hat sich dabei herausgestellt:
Da nun wieder eine Stimmengleichheit erzielt wurde, wurde die Wahl per Losentscheid für Büxten entschieden.
Volker Wehrmann: Unter dem Volke und mit dem Volke gelebt … Die vertraulichen Berichte der Pfarrer an das Fürstlich Lippische Konsistorium 1840 – 1880. Hrsg.: Lippische Landeskirche. Topp+Möller, Detmold 1998, S. 15, 38, 313, 319.
Biographie des Theodor Krücke bei „Wüsten, Menschen und Geschichte“
Kurzbiographie des Theodor Krücke bei LippeLex