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Theo Buck

Deutscher Germanist

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Theo Buck (* 3. Oktober 1930 in Tübingen; † 25. Oktober 2019 in Aachen) war ein deutscher Germanist.

Der Professor an der RWTH Aachen machte sich vor allem durch seine Bücher zu Goethe, Georg Büchner und Paul Celan einen Namen. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit waren Forschungen zu Theodor Fontane, Georg Trakl, Ödön von Horváth, Bertolt Brecht, Uwe Johnson, Heiner Müller und Hans Joachim Schädlich.

Nach dem Studium der Germanistik, Romanistik und Geschichte an der Universität Tübingen promovierte Buck dort 1957. Von 1958 bis 1963 übernahm er die Leitung der Volkshochschule Remscheid. In den 1960er Jahren arbeitete er für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) als Lektor in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) und in Besançon (Frankreich) sowie als Leiter der Programmabteilung am Goethe-Institut Paris.

Nach einem Lektorat an der Universität Toulouse folgten in den 1970er Jahren die Arbeit als Direktor des Heinrich-Heine-Hauses der Cité Universitaire in Paris und 1972 die Professur für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Göttingen mit dem Schwerpunkt Literatur des 20. Jahrhunderts. 1979 wurde Buck zum Lehrstuhlinhaber für Neuere Deutsche Literatur an der RWTH Aachen berufen; er folgte damit 'Hans Schwerte' (der 1995 als Hans Ernst Schneider enttarnt wurde).

Im Rahmen von Gastprofessuren war Buck auch an den Universitäten Paris III (Sorbonne Nouvelle), Paris IV (Sorbonne), Paris X (Nanterre), der Universität Bologna, der Universität Antwerpen, der Hebrew University of Jerusalem, der Universität von São Paulo, der Chung-Ang-University in Seoul und am Middlebury College (Vermont/USA) tätig.

Für seine Verdienste um den intellektuellen deutsch-französischen Austausch wurde Buck vom französischen Staat mit dem Ordre des Palmes Académiques ausgezeichnet.

Buck starb im Oktober 2019 im Alter von 89 Jahren. Postum erschien 2020 seine Biografie von Paul Celan.

Die Entwicklung des deutschen Alexandriners. Dissertation, (masch.), Tübingen 1957.

Brecht und Diderot oder Über Schwierigkeiten der Rationalität in Deutschland. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1971.

Grammatik einer neuen Liebe. Anmerkungen zu Georg Büchners Marion-Figur. Rimbaud Verlag, Aachen 1986.

Charaktere, Gestalten. Büchner-Studien I. Rimbaud Verlag, Aachen 1990.

Muttersprache – Mördersprache. Celan-Studien I. Rimbaud Verlag, Aachen 1993.

Bildersprache. Celan-Motive bei Anselm Kiefer und László Lakner. Celan-Studien II. Rimbaud Verlag, Aachen 1993.

'Schibboleth'. Konstellationen um Celan. Celan-Studien III. Rimbaud Verlag, Aachen 1995.

Goethes 'Urworte. Orphisch' interpretiert und mit einer Dokumentation versehen. Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 1996.

Paul Celan 'Todesfuge' mit einem Kommentar. Rimbaud Verlag, Aachen 1999 (2. Auflage 2002).

'Riß in der Schöpfung'. Büchner-Studien II. Rimbaud Verlag, Aachen 2000.

'Mit entsichertem Herzhirn'. Celan-Studien IV. Rimbaud Verlag, Aachen 2000 (2. Auflage 2003).

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