An diesem Tag

Theater Basel

Stadttheater der Schweizer Stadt Basel

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Das Theater Basel ist das Stadttheater der Schweizer Stadt Basel. Es ist ein Dreispartenhaus und bietet Oper, Schauspiel und Ballett.

Von September bis Juni werden auf den drei Bühnen des Theaters (Grosse Bühne, Kleine Bühne und Schauspielhaus) rund 600 Vorstellungen von über 40 Neuproduktionen pro Spielzeit gezeigt. Vor, auf und hinter den Bühnen sind zirka 400 Mitarbeiter beschäftigt. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist Benedikt von Peter Intendant.

Da das Theater Basel kein eigenes Orchester hat, wird in der Regel das Sinfonieorchester Basel herangezogen. Für Barockopernproduktionen wird das La Cetra Barockorchester Basel verpflichtet. Seit Saison 2006/2007 wird auch mit der Basel Sinfonietta zusammengearbeitet. Zur Eröffnung der Opernsaison 2007/2008 wurde erstmals das Kammerorchester Basel engagiert (für eine Neuproduktion von Mozarts Entführung aus dem Serail), in der Saison 2017/2018 folgte das Ensemble Phoenix Basel (Die Blume von Hawaii).

Das Theater Basel wurde im Auftrag der Zeitschrift Opernwelt zum «Opernhaus des Jahres» 2009 und 2010 gewählt. 2013 folgte die Auszeichnung für den Chor des Theaters Basel zum «Opernchor des Jahres».

Im Jahr 2016 erhielt Hausregisseur Simon Stone für seine Bearbeitung von Ibsens John Gabriel Borkman (Co-Produktion Theater Basel / Wiener Festwochen / Burgtheater Wien) den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie «Beste Regie», wurde in der Kritikerumfrage von Theater Heute zum «Regisseur des Jahres» ernannt und zum Berliner Theatertreffen 2016 eingeladen. Für seine Inszenierung von Tony Kushners Theater-Epos Engel in Amerika 2016 erhielt er den Nestroy-Theaterpreis 2016 in der Kategorie «Beste deutschsprachige Aufführung».

Die Schweizer Erstaufführung der Oper Donnerstag aus Licht von Karlheinz Stockhausen (musikalische Leitung: Titus Engel, Regie: Lydia Steier) wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt 2015/2016 zur «Aufführung des Jahres» gewählt.

In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Die deutsche Bühne zur Saisonbilanz 2016/2017 wurde das Theater Basel in der Kategorie «Beste Gesamtleistung» auf den ersten Platz gewählt, im Folgejahr in selbiger Kategorie auf Platz 2.

2018 wurde das Theater Basel in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift Theater heute auf Platz 1 und damit zum «Theater des Jahres 2018» gewählt. Ewald Palmetshofers Überschreibung von Gerhart Hauptmanns Vor Sonnenaufgang, die als Auftragswerk für das Theater Basel entstand und in der Saison 2017/2018 im Schauspielhaus uraufgeführt wurde, landete mit zwei Stimmen weniger als das «Stück des Jahres» (Am Königsweg von Elfriede Jelinek) im Kritiker-Ranking der Fachzeitschrift Theater heute 2018 auf Platz 2. Die Co-Produktion von Wiener Burgtheater und Theater Basel, Hotel Strindberg von Simon Stone, die im Januar 2018 im Wiener Akademietheater uraufgeführt und ab Januar 2019 im Theater Basel auf der Grossen Bühne gespielt wurde, wurde auf Platz 2 in der Kategorie «Inszenierung des Jahres» gewählt. Darin zu sehen war u. a. die «Schauspielerin des Jahres» 2018 Caroline Peters, die bereits in Simon Stones Inszenierung von «John Gabriel Borkman» ständiger Gast am Theater Basel war.

1828 wurde die Actien-Gesellschaft Stadt-Theater Basel gegründet. Diese geriet zusehends in finanzielle Nöte.

Die Nachfolgeorganisation nannte sich Genossenschaft des Basler Stadttheaters und wurde 1921 gegründet.

Ein als Theater bezeichnetes Gebäude wird durch eine Urkunde vom 19. April 1807 belegt. Hierbei handelte es sich um das Ballenhaus, das ursprünglich für Ballspiele aller Art errichtet wurde. Durch den Einbau einer kleinen Bühne und drei Rängen für die Zuschauer wurde es zur Nutzung als Theater hergerichtet. Es wurde als Theater im Ballenhause auf dem Blömlin (damalige Schreibweise) benannt und bis Anfang der 1830er Jahre betrieben.

Das erste als Theater erbaute Gebäude wurde 1834 eröffnet und als Theater auf dem Blömlein (damalige Schreibweise) benannt.

Das zweite 1875 wie auch das dritte 1909 eröffnete Schauspielhaus wurden als Stadt-Theater oder Stadttheater bezeichnet.

In den Jahren 1969–1975 nannte man die Institution, deren Spielstätten damals das Stadttheater am Steinenberg und die Komödie in der Steinenvorstadt waren, die Basler Theater.

Als das von 1969–1975 erbaute vierte Theater eröffnet werden konnte, wurde die Benennung auf Theater Basel geändert, wobei die ehemalige Komödie den Zusatz Schauspielhaus erhielt.

Bis ins 18. Jahrhundert mussten die Komödianten von in Basel gastierenden Wanderbühnen ihre Darbietungen in freier Natur vortragen. Erst ab 1734, als die Stadt ihnen die Nutzung des Ballenhauses am Blömblin anbot, konnten sie wetterunabhängig agieren. Der grosse Raum erschien, mit kleinen baulichen Anpassungen, für Darbietungen und Aufführungen geeignet.

Erst 1807 wurde ein Zuschauerraum mit drei Rängen und einer kleinen Bühne eingebaut. Am 19. April 1807 wurden mit der Stadt die Bedinge über Erbauung eines Theaters im Ballenhause am Blömlin (damalige Schreibweise) für die folgenden fünf Jahre ausgehandelt. Diese Auflagen wurden am 28. Juni 1812 bis zum 19. April 1822 erneut bestätigt.

Aufgrund der zunehmenden Verschlechterung der Bausubstanz des Ballenhauses und der beengten Platzverhältnisse erteilte die Commission zu Erbauung des neuen Theaters an den klassizistischen Architekten Melchior Berri 1829 den Auftrag, ein neues Theater zu planen. Die Stadt hatte das Grundstück auf der gegenüberliegenden Strassenseite, auf dem Areal der ehemaligen Reitschule neben dem ehemaligen Steinenkloster, zur Verfügung gestellt und unterstützte das Vorhaben mit einem Darlehen. Nach der Grundsteinlegung am 25. März 1830 wurde der Neubau im November 1832 gegenüber dem Ballenhaus fertiggestellt. Aufgrund der Unruhen durch die politischen Auseinandersetzungen über die Kantonstrennung und noch fehlender Ausrüstungsgegenstände konnte das Theater auf dem Blömlein erst am 6. Oktober 1834 eröffnet werden. Es verfügte über 1300 Plätze, eine beträchtliche Grösse für die Stadt Basel, die damals 26'000 Einwohner aufwies.

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