Die Telekom Deutschland GmbH (TDG) ist ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG. Der Sitz befindet sich in Bonn.
Sie entstand am 1. April 2010 durch Eingliederung der Geschäftseinheit für Festnetz, T-Home, der Deutschen Telekom AG in die T-Mobile Deutschland GmbH und nachfolgender Umfirmierung.
Das Unternehmen hat über 75 Millionen Mobilfunkkunden (Stand: Q1/2026) und ist neben Telefónica Germany, Vodafone und 1&1 einer von vier Mobilfunknetzbetreibern in Deutschland. Im Festnetzbereich stellt es in Deutschland 17 Millionen Anschlüsse zur Verfügung, wovon 15 Millionen Breitbandanschlüsse und knapp 13 Millionen Glasfaseranschlüsse sind (Stand Ende 2023).
Die Ursprünge für das Geschäft von T-Mobile liegen in den Autotelefonaktivitäten der Deutschen Bundespost, namentlich den sogenannten B- und C-Netzen, die noch bis 1994 bzw. 2000 in Betrieb waren.
Am 1. Juli 1992 nahm T-Mobile Deutschland als wirtschaftlich selbständiges Unternehmen mit 1200 Mitarbeitern unter dem Namen De.Te.Mobil Deutsche Telekom Mobilfunk GmbH das operative Geschäft auf. Zum Ende des nachfolgenden Jahres verzeichnete das Unternehmen 480.000 Kunden. Im März 1994 ging die erste Kurznachricht (Short Message Service, SMS) über das D1-Netz. Der Paging-Dienst Scall wurde eingeführt. 1995 wurde der Name in DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH (kurz: T-Mobil) geändert. 1996 wurde der Paging-Dienst Skyper eingeführt, 1997 die erste deutsche Prepaid-Karte. 1998 bekam T-Mobile von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) neben der 0171 die 0170 als zusätzliche Vorwahl zugeteilt.
Am 1. Januar 2000 bündelte die Deutsche Telekom ihre internationalen Mobilfunkaktivitäten in der T-Mobile International AG. Zu der neuen Holding gehörten zunächst neben T-Mobile in Deutschland noch die britische One2One (jetzt EE Limited), die österreichische max.mobil. (jetzt Magenta Telekom) sowie die Mehr- und Minderheitsbeteiligungen RadioMobil (jetzt T-Mobile Czech Republic), T-Mobile Polska (Polen) und MTS (Russland). Die Vorwahlen 0160, 0175, 0151 wurden eingeführt. Im August ersteigerte T-Mobile eine UMTS-Lizenz mit drei Frequenzblöcken. Im Juni führt T-Mobile als weltweit erster Betreiber den technischen Netzstart des Datenübertragungsstandards GPRS (General Packet Radio Service) durch. Das analoge C-Tel-Netz wurde abgeschaltet. Die Funkrufdienste Scall, Skyper und Cityruf wurden an die Berliner e*Message W.I.S. Deutschland GmbH (e*Message) verkauft und von dieser weiter betrieben.
Im Februar 2002 wurde die DeTeMobil Deutsche TelekomMobilNet GmbH in T-Mobile Deutschland GmbH umbenannt. Im Juli startete T-Mobile den Multimedia Messaging Service (MMS). 2004 schaltete T-Mobile als zweiter deutscher Mobilfunkanbieter sein UMTS-Netz für alle Kunden frei. Im September 2004 zeigte T-Mobile auf der Jugendmesse YOU 2004 als erster deutscher Netzbetreiber das Push-to-talk-Feature. Im November 2005 erhielt T-Mobile Rufnummern im Vorwahlbereich 01515.
Am 19. Juni 2007 schaltet T-Mobile in wichtigen Anschlussbereichen die dritte Ausbaustufe von HSDPA, die nun Geschwindigkeiten von 7,2 MBit/s ermöglichen sollte. Gleichzeitig startete der Betrieb von HSUPA und bot neben erheblich verbesserten Ping-Zeiten auch einen Upload von maximal 1,4 MBit/s. Ab 2008 wurden Rufnummern in den Vorwahlbereichen 01512 und 01514 vergeben. Des Weiteren wurde die gesamte EDGE-Netzinfrastruktur auf eine mögliche Bandbreite von bis zu 260 kbit/s aufgerüstet. Im Oktober zeigt T-Mobile das weltweit erste LTE Handover.
Am 1. April 2010 war der offizielle Marktstart der Telekom Deutschland GmbH. Die T-Mobile Deutschland GmbH wurde zusammen mit ihrer Schwester T-Home in diesem Unternehmen verschmolzen.
Am 20. Mai 2010 beteiligte sich die Telekom in Mainz erfolgreich an der bislang größten deutschen Frequenzversteigerung. Zum 1. Dezember testeten Pilotkunden in Brandenburg und Baden-Württemberg LTE. Am 5. April 2011 startete LTE im Tarif Call & Surf Comfort via Funk. Der Tarif ist als DSL-Ersatz für unterversorgte Gebiete gedacht. Seit dem 1. Juni war Köln damals der erste Ballungsraum, in dem die Telekom mit LTE (1800 MHz) die bislang schnellste mobile Datenverbindung ermöglichte. Am 2. November führte das Unternehmen HD Voice im UMTS-Netz ein.
Am 30. August 2012 wurde die Partnerschaft mit dem Musikstreaming-Service Spotify bekanntgegeben. Seit Oktober bietet der Konzern einen Tarif (Special Complete Mobil Music) an, der die Spotify-Premium-Option bereits inklusive hat. Anfang Dezember folgte die Zubuchoption für Festnetz- und Mobilfunkkunden. Die Online-Nutzung des Spotify Streaming-Dienstes wird nicht gegen das im Tarif enthaltene Datenvolumen angerechnet und nach dem Verbrauch des monatlichen Datenvolumens wurde Spotify von der Drosselung des Internetverkehrs ausgenommen. Ab dem 28. April 2016 wird Spotify nach dem Verbrauch des monatlichen Datenvolumens nicht mehr von der Drosselung des Internetverkehrs ausgenommen. Seit dem 2. August 2016 wird der Spotify-Tarif für Neukunden nur noch ohne die Ausnahme von Spotify vom monatlichen Datenvolumen angeboten.
Am 15. April 2013 gab das Unternehmen bekannt, zum 22. Mai 2013 das bisherige Complete-Mobil-Tarif-Portfolio durch die neuen Complete-Comfort-Tarife zu ersetzen.
Am 17. Juni 2014 teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit, LTE-Roaming in sechs europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Italien, Norwegen, Polen und Spanien) ohne Aufpreis anzubieten. In Kürze sollen auch Großbritannien und weitere Länder folgen.
Zur IFA 2014 stellte das Unternehmen die Magenta-Mobil-Tarife vor, die die Complete-Comfort- und Complete-Premium-Tarife ersetzen.
Mitte November erhöhte das Unternehmen die Geschwindigkeit im LTE-Netz mittels Bündelung (auch genannt Carrier Aggregation) von 1800 MHz und 2600 MHz Spektrum auf 300 MBit/s.
Am 1. Juni 2006 gab der BGH die Verschmelzung der T-Online International AG mit der Deutsche Telekom AG frei. Die Verschmelzung wurde am 6. Juni 2006 mit dem Eintrag ins Handelsregister endgültig vollzogen. Damit wurden alle bisherigen geschäftlichen Aktivitäten von T-Com und T-Online unter der Marke T-Com zusammengelegt. T-Online wurde zu einer selbstständigen Geschäftseinheit von T-Com.
Bei der Präsentation der neuen Unternehmensstrategie der Deutschen Telekom AG am 1. März 2007 verkündete Konzernchef René Obermann, dass ab Sommer 2007 zur besseren Orientierung der Privatkunden in Deutschland der Markenauftritt radikal vereinfacht werden soll: T-Home soll für alle Telekommunikationsangebote der Deutschen Telekom stehen, die zu Hause genutzt werden. T-Home wurde mit einer Werbekampagne ab 19. Mai 2007 eingeführt und die Vermarktung von Festnetztelefonie, Internet und IPTV-Produkten erfolgt seither unter dieser Marke.
Die Kundenkommunikation bei Rechnungsstellungen erfolgt bis einschließlich März 2008 unter dem Briefkopf T-Com. Seit April 2008 wird das einfache Telekom-Logo (Magenta-T mit den Digits) ohne weitere Markenbezeichnungen auf den Rechnungsbriefköpfen verwendet. In den Absenderangaben verschwand T-Com bereits im März 2008.