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Sydney

Hauptstadt von New South Wales, Australien

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Sydney [ˈsɪdni] ist die Hauptstadt des australischen Bundesstaates New South Wales und mit rund 5,45 Millionen Einwohnern (Stand 2023) die größte Stadt in Australien.

Sydney wurde am 26. Januar 1788 gegründet und ist heute das Industrie-, Handels- und Finanzzentrum Australiens und ein wichtiger Tourismusort. Auch zahlreiche Universitäten, Museen und Galerien befinden sich in der Metropole. Sydney ist Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Sydney und der Diözese Sydney der Anglican Church of Australia.

Die Stadt gilt als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität weltweit. In der Städteplatzierung des Beratungsunternehmens Mercer belegte sie im Jahr 2018 unter 231 Großstädten weltweit den elften Platz in dieser Rubrik.

Die Stadt liegt an der Ostküste Australiens am Pazifischen Ozean durchschnittlich drei Meter über dem Meeresspiegel. Das Stadtgebiet (Urbanized Area) hat eine Fläche von 1664 Quadratkilometern. Der Port Jackson bildet mit einer Fläche von 50 Quadratkilometern und 19 Kilometern Länge den Hauptarm und zugleich den natürlichen Hafen Sydneys. Von ihm zweigen weitere Meeresarme wie der Middle Harbour ab.

Die Metropolregion (Sydney Metropolitan Area) umfasst eine Fläche von 12.138 Quadratkilometern. Sie reicht vom Hawkesbury River im Norden bis jenseits der Botany Bay im Süden und von den Blue Mountains im Westen bis zum Pazifischen Ozean im Osten.

Sydney erstreckt sich über zwei geographische Regionen. Südlich und westlich des Hafens liegt der flache bis leicht hügelige Cumberland Plain. Nördlich des Hafens befindet sich das Hornsby Plateau, ein bis zu 200 Meter hohes Hügelland, das von bewaldeten Tälern durchzogen ist. Auf dem Stadtgebiet befinden sich verschiedene Nationalparks und über 70 verschiedene Strände, darunter die weltbekannten und besonders bei Surfern beliebten Strände Bondi Beach und Manly Beach.

Die Metropolregion Sydney gliedert sich in 33 Local Government Areas (LGAs):

Das Australian Bureau of Statistics rechnet zur Metropolregion Sydney (Sydney Statistical Division) auch Gebiete der Central Coast und Blue Mountains. Dazu gehören die Local Government Areas Blue Mountains, Gosford, Hawkesbury, Wollondilly und Wyong. Die Einteilung in 44 LGAs dient nur statistischen Zwecken.

Das verstädterte Gebiet von Sydney ist flächenmäßig beinahe zweimal so groß wie Berlin. Es besteht aus ungefähr 650 Stadtteilen, die von über 40 lokalen Regierungseinheiten (Local Government Area) verwaltet werden. Im Zentrum der Weltmetropole liegt die LGA City of Sydney, der 32 Stadtteile zugeteilt sind. Zu diesen gehören unter anderem das Central Business District, Darling Harbour, Darlinghurst, Dawes Point, Glebe, Haymarket, Kings Cross, Newton, Paddington und The Rocks. Die City of Sydney umfasst eine Fläche von 25 km² mit knapp 170.000 Einwohnern. In ihr sind die weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten Sydney Opera House und Sydney Harbour Bridge sowie historische Bauten, Einkaufszentren, Chinatown, der Paddy’s Market, Gastronomie-, Unterhaltungs- und Kultureinrichtungen zu finden.

Der Central Business District, der mit den Buchstaben CBD abgekürzt wird, dehnt sich 1500 m in Ost-West-Richtung und 2500 m in Nord-Süd-Richtung aus. Abgegrenzt wird er im Norden durch den Port Jackson, im Osten durch die Royal Botanic Gardens sowie den Hyde Park, im Süden durch die Goulburn Street und im Westen durch den Darling Harbour sowie die Cockle Bay.

Das Gewerbezentrum erstreckt sich entlang der Pitt Street. Über die Harbour Bridge gelangt man vom Zentrum zur North Shore und zu den Northern Beaches. Hier zählen die zahlreichen Strände am Südpazifischen Ozean zwischen Manly und Palm Beach zu den Highlights. Im inneren Osten existieren mehrere Wohnviertel, der wegen seiner Rotlichtszene bekannte Stadtteil Kings Cross und die Oxford Street. Von Bondi Beach im äußeren Osten bis zum südlichen Vorort Cronulla erstrecken sich weitere Strände. Der Sydney Airport wurde im Südosten an der Botany Bay errichtet. Der innere Westen ist der Standort der University of Sydney und wird von einer multikulturellen Studentenszene geprägt.

Sydney liegt in der subtropischen Klimazone und hat ein Ostseitenklima, wobei das Klima aufgrund der Nähe zur Küste abgemildert wird. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 17,5 Grad Celsius. Die wärmsten Monate sind der Januar und Februar mit einer Durchschnittstemperatur von 22,5 und 22,3 Grad Celsius. Der kälteste Monat ist der Juli mit 10,9 Grad Celsius im Mittel. Im Winter fällt die Temperatur selten unter 5 Grad Celsius, die tiefste je gemessene Temperatur war 2,1 Grad Celsius.

Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 1.214,9 Millimeter. Der meiste Niederschlag fällt im März mit durchschnittlich 130,9 Millimeter, der wenigste dagegen im September mit nur 68,4 Millimeter im Mittel. Pro Monat gibt es neun bis zwölf Regentage. Schnee gibt es dort nur sehr selten.

Der 1. Januar 2006 wurde in Sydney (und Australien) als der heißeste Jahresanfang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858 festgestellt. In Sydney selbst wurden an der offiziellen Station am Observatory Hill um 16:24 Uhr Höchsttemperaturen von 44,7 Grad Celsius gemessen. Der Januar-Temperaturrekord von 45,3 Grad vom 14. Januar 1939 blieb unangetastet. In den ersten zehn Monaten 2005 lagen die Werte um 1,03 Grad Celsius über dem 30-Jahres-Mittel. Seit 1988 ist ein deutlicher Trend zu höheren Durchschnittstemperaturen in der Region Sydney festzustellen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Klimawerte der Jahre 2001 bis 2017:

Aus Funden in den Blue Mountains schließen Archäologen, dass die Gegend des heutigen Stadtgebiets vor ungefähr 20.000 Jahren von Aborigines besiedelt wurde. Zu Beginn der Kolonisation lebten hier etwa 4.000 bis 8.000 Menschen, die vier verschiedenen Stämmen angehörten. Das waren die Eora, die Darug, die Dharawal und die Guringai. Obwohl ihre Siedlungen weitgehend verschwunden sind, sind an einigen Stellen Felszeichnungen wie die Sydney-Felsgravuren erhalten geblieben.

1770 hatte Captain James Cook südlich des heutigen Stadtzentrums die Botany Bay entdeckt und auch die Einfahrt zum Port Jackson auf seinen Karten verzeichnet. Am 18. Januar 1788 erreichte Captain Arthur Phillip mit der First Fleet die Botany Bay, die als Standort für eine Strafkolonie vorgesehen war. Während einer dreitägigen Erkundungsfahrt durch den Port Jackson (vom 21. bis 23. Januar 1788) entdeckte Phillip zunächst Manly Cove und einen Tag später auf der anderen Seite des Naturhafens eine weitere Bucht, die er nach dem damaligen britischen Innenminister Lord Sydney auf den Namen Sydney Cove taufte.

Am 26. Januar 1788 erreichte eine französische Expedition unter Jean-François de La Pérouse ebenfalls die Botany Bay. Die Engländer beschlossen am selben Tag, die Kolonie an den Sydney Cove zu verlegen. Etwa 800 Sträflinge sowie rund 500 Seeleute und Soldaten verließen in der Nähe des heutigen Circular Quay die Schiffe. Der 26. Januar ist seither Australiens Nationalfeiertag. Kurz nach der Ankunft der weißen Siedler brach die Pockenepidemie in Australien 1789 aus, die große Teile der indigenen Bevölkerung auslöschte. Als Vermittler zwischen den Kulturen diente Bennelong, der von den Engländern gefangen genommen worden war und die englische Sprache erlernte.

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