An diesem Tag

Susie Wolff

Britische Rennfahrerin

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Suzanne „Susie“ Wolff, MBE (geb. Stoddart; geboren am 6. Dezember 1982) ist eine ehemalige britische Rennfahrerin aus Schottland. Ihre Eltern, John und Sally Stoddart, besaßen ein Motorradgeschäft in Oban, und ihr Vater fuhr Motorradrennen.

Sie schlug eine Laufbahn im Motorsport ein. Nach ihren Anfängen im Kartsport wechselte sie in die Formel Renault und dann in die Formel 3, bevor sie für Mercedes-Benz in der DTM antrat. Im Jahr 2012 wurde sie von Williams als Entwicklungsfahrerin in der Formel 1 verpflichtet und schrieb beim Großen Preis von Großbritannien 2014 in Silverstone Geschichte, als sie als erste Frau seit 22 Jahren an einem Formel-1-Rennwochenende teilnahm. Am 4. November 2015 gab Wolff ihren Rücktritt vom Motorsport bekannt. Ihr letztes Rennen war das Race of Champions Ende November.

Seit 2016 ist Wolff als Analystin für die Formel-1-Berichterstattung des britischen Channel 4 tätig. 2018 wurde sie Teamchefin bei Venturi Racing in der Formel E; für das Team war sie bis August 2022 tätig.

Wolff begann bereits im Alter von acht Jahren mit dem Kartsport. 1996 wurde sie zur britischen Kartfahrerin des Jahres gewählt. 1997 trat sie in verschiedenen Kartsport-Kategorien an und war in den meisten erfolgreich. Sie war Erste in der 24-Stunden-Kartmeisterschaft im Mittleren Osten. Darüber hinaus holte sie den Titel sowohl in der schottischen Junior-Intercontinental-A-Kartmeisterschaft als auch in der schottischen Open-Junior-Intercontinental-A-Kartmeisterschaft und wurde erneut als britische Kartfahrerin des Jahres gewürdigt.

1998 stieg sie in die britische Junior-Intercontinental-A-Kartmeisterschaft auf und beendete ihre erste Saison als Zehnte. Darüber hinaus belegte sie den 11. Platz in der europäischen Federation Cup Intercontinental-A-Kartmeisterschaft. In der dritten Saison in Folge wurde sie zur britischen Kartfahrerin des Jahres gewählt.

Im darauffolgenden Jahr nahm sie an der britischen Formel-A-Meisterschaft teil und belegte den 13. Platz. Zudem war sie 34. in der Formel-A-Weltmeisterschaft und wurde zum vierten Mal als britische Kartfahrerin des Jahres ausgezeichnet.

2000 verbesserte Wolff ihre bisherigen Leistungen weiter. Sie belegte den 10. Platz in der britischen Formel-A-Meisterschaft und den 15. Platz in der Formel-A-Weltmeisterschaft. Später wurde sie zur besten Kartfahrerin der Welt ernannt.

2001 wechselte Wolff vom Kart- in den Formelsport und sammelte erste Erfahrungen in der Winterserie der Formel Renault, in der sie für das Motaworld Racing Team antrat. Im folgenden Jahr gab sie mit DFR Racing ihr Debüt in der britischen Formel-Renault-Meisterschaft. Darüber hinaus trat sie mit Motaworld erneut in der Winterserie der Formel Renault an.

In der Saison 2003 belegte Wolff den neunten Platz in der britischen Formel-Renault-Meisterschaft und erzielte ihre erste Podiumsplatzierung. Für ihre Leistungen wurde sie als eine der Finalisten des prestigeträchtigen BRDC McLaren Autosport Young Driver of the Year Award gewürdigt. Wolff wurde außerdem zum BRDC Rising Star of the Year gewählt.

Ihre dritte Saison in der britischen Formel-Renault-Meisterschaft 2004 bestritt Wolff für Comtec Racing. Sie wurde Fünfte in der Gesamtwertung, holte drei Podiumsplätze und Punkte in 19 der 20 Saisonrennen.

2005 gab Wolff ihr Debüt in der Britischen Formel-3-Meisterschaft und trat mit Alan Docking Racing in der Championship-Kategorie an. Ihre Saison wurde durch eine Knöchelverletzung, die sie sich im Winter zugezogen hatte, unterbrochen. Ferner nahm Wolff im Juni einmalig am Porsche Carrera Cup Great Britain in Brands Hatch teil.

2006 stieg Wolff in die DTM – eine der weltweit größten Tourenwagen-Meisterschaften – auf. Sie trat mit einem Mercedes-Benz C-Klasse Coupé aus dem Jahr 2004 von Mücke Motorsport an und beendete ihre Debütsaison beim Finale auf dem Hockenheimring mit Platz neun.

Die DTM-Saison 2007 bestritt Wolff erneut mit Mücke Motorsport. Ihr bestes Ergebnis erzielte sie im italienischen Mugello, wo sie als Zehnte über die Ziellinie fuhr. Zum Ende der Saison verließ sie Mücke Motorsport und wechselte für die Saison 2008 zu Persson Motorsport.

Mit einem 2007er-Auto fuhr Wolff im Juni 2008 beim Rennen auf dem Norisring mit Platz 10 ihr bestes Ergebnis ein. 2009 erreichte sie dieses Ergebnis erneut an zwei Rennwochenenden, auf dem Norisring und in Oschersleben.

2010 wurde die beste Saison von Susi Wolff in der DTM, ihre dritte mit Persson Motorsport. Nach einem siebten Platz auf dem Lausitzring konnte sie auf dem Hockenheimring an diese Leistung anknüpfen und die Saison mit vier Punkten und Platz 13 in der Fahrerwertung abschließen.

Wolff fuhr weitere zwei Jahre für Persson Motorsport in der DTM und gab vor dem Finale 2012 auf dem Hockenheimring ihren Abschied aus der Meisterschaft bekannt. Damit beendete sie ihre siebenjährige DTM-Karriere, um sich ausschließlich auf ihre Aufgabe als Formel-1-Testfahrerin für Williams zu konzentrieren.

Am 11. April 2012 wurde Wolff als Entwicklungsfahrerin für das Williams F1 Team benannt. 2014 gab Williams bekannt, dass Wolff in zwei freien Trainings beim Großen Preis von Großbritannien und Großen Preis von Deutschland fahren würde. Beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone nahm Wolff als erste Frau seit 1992 an einem Formel-1-Wochenende teil. Damals unternahm Giovanna Amati drei erfolglose Qualifikationsversuche beim Grand Prix.

Wolffs Zeit auf der Strecke wurde jedoch verkürzt, da nach nur einer gezeiteten Runde ein Motorproblem auftrat. Am 18. Juli 2014 bestritt Wolff ein freies Training beim Großen Preis von Deutschland, das ebenfalls mit Problemen am Auto begann. Diese Probleme wurden behoben, und Wolff zeigte eine gute Leistung. Sie beendete die Session auf Platz 15 von 22 Fahrzeugen mit einer Zeit von 1:20,769, nur zwei Zehntelsekunden hinter der Zeit ihres Teamkollegen Felipe Massa, der mit 1:20,542 auf Platz 11 landete.

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