Susanne Engelmann (* 14. August 1905 in Gera; † 10. Januar 1989 in Althütte) war eine deutsche Grafikerin und Keramikerin.
Susanne Engelmann kam unter ihrem Mädchennamen Kornmann in einer Kaufmanns-Familie zur Welt, die Eltern betrieben eine Groß-Tuchhandlung. Am 26. November 1925 heiratete sie den Geraer Kaufmann Friedrich Otto Georg Engelmann. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie als Grafikerin und widmete sich später mit Vorliebe dem Scherenschnitt und der Illustration von Büchern für Kinder, auch für ihre eigenen drei Kinder Peter Engelmann (1926–1980er), Barbara Engelmann (1929–2004) und Karoline Engelmann, verehel. Müller (1935–2019). Wichtige Impulse erhielt sie ab den 1920ern vom Plakatkünstler Ludwig Hohlwein. Nach dem Zweiten Weltkrieg lernte sie in der Töpferei Viktor Greiner (1911–1988) in Bürgel das Arbeiten mit Keramik und schuf dann auch Werke in der Architektur. Sie war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und stellte unter anderem in Gera, Jena, Dresden und Rostock aus. 1971 übersiedelte sie nach Althütte bei Stuttgart, wo sie weiterhin wirkte, es folgten Ausstellungen in West-Berlin. Am 10. Januar 1989 verstarb sie hoch angesehen in Althütte. Ihre letzte Ruhe fand sie jedoch wieder in Gera, als ihre Urne im Jahr 1993 auf den Geraer Südfriedhof umgebettet wurde.
Susanne Engelmann: Line und Stoffel. Treuleben & Bischof (TeBe; seit 2015 Leuchtturm Albenverlag), 1941, München. 2. Auflage vermutlich zwischen 1945 und 1950 unter dem Titel Line und Peter. Version von 1941 nachgedruckt in: Annelie Wagenstaller: Adventszeit. Alte Plätzchenrezepte – Rezepte für jeden Tag. Weihnachtsgeschichte von Line und Stoffel., Wagenstaller Verlag, 2013, ISBN 978-3-00-039412-6
Susanne Engelmann: Kinderspiel Bilderlotto. Himmer, Augsburg, 1945.
Susanne Engelmann: Das verliebte Geigerlein. Handkoloriertes Bändchen für beschwingte Herzen. Selbstverlag Vereinigte Kunstdruckereien, Gera, 1947. Text gedruckt nach der Handschrift von Traude Bertram.
ab 1947 diverse Plakate für die Wismut AG
diverse Scherenschnitte (auch das Papier wurde von Engelmann selbst gefärbt), angekauft vom Ministerium für Kultur (DDR)
vier große Keramiken im Treppenhaus der Enzianschule in Gera
Keramik in der Theke im Restaurant Jagdhof in Gera
Keramik an einer Außenwand an einem Kindergarten in Gera-Debschwitz
1963 Keramik in der Kinderkrippe Sonnenschein in Gera-Bieblach
Keramik an Kindergärten in Jena und Leipzig
großes Wandbild in der Eingangshalle des Pharmazeutischen Institutes der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Springbrunnen in mehreren Schulen Thüringens
Keramik „Affenwand“ im Geraer Interhotel (1997 abgerissen)
Keramik des Heiligen Martins in der Dorfkirche zu Gräfenwarth in Schleiz (Thüringen)
Keramik Die Bremer Stadtmusikanten am Eingang zum evangelischen Kindergarten in Althütte
keramische Menukarte „Das beste dem Gast“ im Hotel Hirsch am Ebnisee in Kaisersbach (Baden-Württemberg)