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Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Kulturstiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin

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Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Sie wurde am 25. Juli 1957 durch ein Bundesgesetz gegründet. Ihre Aufgabe ist die Bewahrung und Pflege der Kulturgüter des ehemaligen Landes Preußen. Zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz gehören die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek zu Berlin, das Geheime Staatsarchiv, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung. Die SPK ist unabhängig von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Im Jahr 2020 betrugen die Zuwendungen des Bundes rund 138 Millionen Euro.

Die Stiftung wurde am 25. Juli 1957 durch ein Bundesgesetz gegründet und erhielt am 6. September 1961 durch Verordnung der Bundesregierung eine Satzung. Die Stiftung wird demnach durch einen Stiftungsrat geleitet, in dem der Bund mit zwei Vertretern und insgesamt 120 Stimmen und alle Länder mit insgesamt 18 Mitgliedern und insgesamt 80 Stimmen repräsentiert sind. Die Zahl der Vertreter und die Zahl der Stimmen berücksichtigen einen theoretischen Anteil des Bundes sowie des jeweiligen Landes am Kulturerbe. So verfügen als die größten Nachfolgestaaten Preußens das Land Berlin mit zwei Vertretern über 23 Stimmen und das Land Nordrhein-Westfalen mit ebenfalls zwei Vertretern über 16 Stimmen.

Das vorrangige Ziel war zunächst, die Kulturgüter des ehemaligen Landes Preußen zu erhalten und zu pflegen. Seit der deutschen Wiedervereinigung besteht eine wichtige Aufgabe in der Zusammenführung bisher getrennter Sammlungen. Die SPK zählt zu den größten Kultureinrichtungen weltweit. Die Hauptverwaltung und der Präsident haben ihren Sitz in der Villa von der Heydt im Berliner Ortsteil Tiergarten.

Die Stiftung wurde bzw. wird von folgenden Präsidenten geleitet:

1967–1977: Hans-Georg Wormit (bis 5. Juli 1967 mit der Amtsbezeichnung Kurator)

1998–2008: Klaus-Dieter Lehmann

seit 1. Juni 2025: Marion Ackermann

Aus den Sammlungen, Bibliotheken und Archiven des preußischen Staates sind die fünf Einrichtungen der Stiftung hervorgegangen:

Staatliche Museen zu Berlin mit 15 Sammlungen und sechs zentrale Einrichtungen an 19 Standorten

Staatsbibliothek zu Berlin an zwei Standorten

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz

Staatliches Institut für Musikforschung

Zu den fünf Einrichtungen der Stiftung gehört eine Vielzahl einzelner Organisationseinheiten, von denen die bekanntesten die 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin sind. Zu den Museen gehören auch das Institut für Museumsforschung und das Rathgen-Forschungslabor. Zu der Staatsbibliothek gehört die Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte (bpk, vormals Bildarchiv preußischer Kulturbesitz); sie wird zum 30. Juni 2026 die Geschäftstätigkeit einstellen. Das Staatliche Institut für Musikforschung betreibt das Musikinstrumenten-Museum mit eigener Restaurierungswerkstatt. Im Jahr 2014 hat die Stiftung ein neues Funktionsgebäude in einer entstehenden Speicherstadt im Ortsteil Friedrichshagen in Betrieb genommen. Das neue Archiv bietet Platz für sechs Millionen Bücher und wird von der Staatsbibliothek, dem Ibero-Amerikanischen Institut und der Bildagentur gemeinsam genutzt. Entworfen hat das Magazin-Gebäude der Münchener Architekt Eberhard Wimmer. Der Bau, vom Bund finanziert, kann bei Bedarf noch erweitert werden.

Im Jahr 2024 zählten die Staatlichen Museen zu Berlin sowie das Musikinstrumenten-Museum insgesamt 3.671.370 Besucher (2023: 4.380.071).

Mit einem Organisationserlass des Bundeskanzlers vom 27. Oktober 1998 wurde das Amt der oder des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geschaffen. Diese oberste Bundesbehörde übernahm vom Bundesminister des Innern die Aufsicht der Stiftung, die zu 75 % vom Bund und zu 25 % von den Ländern getragen wird. Die Gebäudekosten wie die Unterhaltungskosten für die Museumsinsel werden zurzeit vollständig vom Bund übernommen. Die Stiftung engagiert sich für das Freiwillige Soziale Jahr in der Kultur. So gibt es seit 2004 jeweils eine Stelle in der Generaldirektion der Staatlichen Museen, im Ibero-Amerikanischen Institut, in der Staatsbibliothek und im Zentralarchiv der Staatlichen Museen. Seitdem wurden in einigen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin weitere FSJ-Stellen eingerichtet, beispielsweise im Ägyptischen Museum und Papyrussammlung, der Gemäldegalerie, der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst.

Die Stiftung vergibt jährlich den Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis, zur Auszeichnung von Nachwuchsmusikern deutscher Musikhochschulen. Alle fünf Jahre wird der 1968 vom Indologen gegründete Ernst-Waldschmidt-Preis von der Stiftung ausgelobt.

Das Rechnernetzwerk der SPK ist mit dem Berliner Wissenschaftsnetz BRAIN verbunden.

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