Steve Beaton (* 5. April 1964 in Coventry) ist ein englischer Dartspieler. 1996 gewann er die BDO-Weltmeisterschaft.
Beaton hat mehrere Spitznamen, die meisten nennen ihn aber „The Bronzed Adonis“, angespielt auf seinen gebräunten Teint, oder „Magnum“. Er ist für seinen weichen und flüssigen Wurfstil bekannt. Mit 33 WM-Teilnahmen in Folge (10× BDO, 23× PDC) hält er einen Rekord.
Bis 1993: Anfänge und erster Major-Sieg
Bereits 1984 spielte Beaton erste Turniere bei der World Darts Federation. Auch seine erste Teilnahme bei einem Darts-Major reicht in dieses Jahr zurück. Beim World Masters 1984 erreichte er die Runde der letzten 32. 1990 stieg er dann bei der British Darts Organisation ein. Sein erster Erfolg war ein Finale beim British Gold Cup 1991. Seine erste WM-Teilnahme im Jahr 1992 endete mit einem Erstrundenaus gegen Chris Johns. Bei seiner zweiten WM konnte er jedoch das Halbfinale erreichen, indem er unter anderem auch den ehemaligen Weltmeister Dennis Priestley im Achtelfinale ausschaltete. Mit einer 2:5-Niederlage in Sätzen gegen Alan Warriner konnte er jedoch nicht ins Finale einziehen.
Erste Siege bei einem BDO-Turnier gelangen ihm 1993 beim British Pentathlon und dem British Matchplay. Beim WDF World Cup 1993 konnte er zusammen mit Ronnie Baxter, Kevin Kenny und Dave Askew den Teamwettbewerb gewinnen. Am 3. Dezember 1993 gewann Beaton seinen ersten Darts-Majortitel. Bei den World Masters konnte er gegen den Schotten Les Wallace mit 3:1 in Sätzen gewinnen.
1994–2001: BDO-WM-Titel und Wechsel zur PDC
Bei seiner dritten WM-Teilnahme im Jahr 1994 verlor Beaton sein Auftaktmatch gegen Nick Gedney mit 2:3 in Sätzen. Beim WDF Europe Cup 1994 gelang ihm allerdings ein Doppelerfolg, als er sowohl im Einzel als auch im Team Europameister wurde. Beim World Masters 1994 konnte er zwar erneut ins Finale einziehen, dennoch war auch bei der BDO World Darts Championship 1995 in der ersten Runde Schluss. Beim WDF World Cup 1995 konnte er mit dem englischen Team den WM-Titel von vor zwei Jahren erfolgreich verteidigen.
Bei der BDO World Darts Championship 1996 konnte Beaton nach Siegen über Co Stompé, John Part, Martin Adams und Andy Fordham ins Finale einziehen, welches er mit 6:2 in Sätzen gegen den Waliser Richie Burnett gewinnen konnte. Für seinen ersten BDO-WM-Titel erhielt Beaton insgesamt £ 36.000 Preisgeld.
Nach einem Sieg bei den Dutch Open 1996 konnte er mit England den Europameistertitel im Team erfolgreich verteidigen, bevor er bei der BDO World Darts Championship 1997 erneut ein Halbfinale erreichen konnte. Ein Jahr später unterlag er im Viertelfinale dem späteren Weltmeister Raymond van Barneveld mit 0:5 in Sätzen.
Sein nächster Titel war die erneute Titelverteidigung des Team-EM-Titels beim WDF Europe Cup 1998. Bei der BDO World Darts Championship 1999 verlor Beaton bereits das Auftaktmatch gegen den Australier Steve Duke Snr mit 0:3.
Nach seiner Zweitrundenniederlage bei der BDO World Darts Championship 2000 spielte Beaton erstmals bei PDC-Turnieren mit. Bei den ersten PDC Eastbourne Open war allerdings bereits im Viertelfinale Schluss.
Seine letzte Finalteilnahme bei einem BDO-Turnier erreichte er bei den European Grand Masters 2000, dem Vorläufer der Finder Darts Masters, wo er gegen Martin Adams mit 4:5 verlor. Bei seiner letzten BDO-WM im Jahr 2001 verlor Beaton in der zweiten Runde mit 2:3 gegen Raymond van Barneveld, bevor er seinen Wechsel zur PDC vollzog. Dort erreichte er seinen ersten Titel bei den Vauxhall Spring Open 2001, als er im Finale gegen Alan Warriner gewann.
2001–2008: Ausbleiben der Erfolge
Nach guten Ergebnissen im Jahr 2001, unter anderem einem Halbfinale beim World Matchplay 2001, war Beaton bei seiner ersten PDC-WM als Nummer 10 gesetzt. Dort zog er nach einem Sieg über Bob Anderson in die zweite Runde ein, in der er einen 0:6-Whitewash gegen John Part kassierte. In seinem zweiten Jahr bei der PDC konnte er jedoch keine großen Erfolge einfahren, sodass er zur PDC World Darts Championship 2003 auf Platz 18 der PDC Order of Merit abrutschte. Dort verlor er auch direkt sein Auftaktmatch gegen Dave Askew mit 3:4 in Sätzen.
Mit einem Achtelfinale bei den UK Open und einem Viertelfinale bei den Las Vegas Desert Classic ließ Beaton jedoch wieder aufhorchen, dazu kam ein Halbfinale bei den UK Open Qualifiers. Bei der PDC World Darts Championship 2004 konnte er dann wieder die zweite Runde erreichen, verlor allerdings mit 1:4 gegen Mark Dudbridge.
Bei den UK Open 2004 spielte sich Beaton bis ins Halbfinale, welches er gegen den späteren Turniersieger Roland Scholten mit 4:8 in legs verlor. Im Oktober desselben Jahres erreichte er außerdem auch das Halbfinale des World Grand Prix. Bei der PDC World Darts Championship 2005, bei der er wieder gesetzt war, verlor er jedoch sein Auftaktmatch gegen Andy Hamilton.
In den darauffolgenden zwei Jahren war bis auf ein Viertelfinale beim World Grand Prix und einem Viertelfinale auf der Pro Tour wenig drin für Beaton. Bei der PDC World Darts Championship 2006 enttäuschte er mit einem frühen Aus in der ersten Runde gegen Jan van der Rassel und bei der WM ein Jahr später verlor er seine Zweitrundenpartie mit 3:4 gegen Terry Jenkins.
Auf der PDC Pro Tour 2007 konnte Beaton zwar erstmals in ein Halbfinale bei den Players Championships einziehen, trotzdem gewann er bei keinem Major mehr als ein Spiel. Bei der PDC World Darts Championship 2008 verlor er sein zweites Spiel mit 3:4 in Sätzen gegen James Wade.