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Stephen Curry

US-amerikanischer Basketballspieler

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Wardell Stephen „Steph“ Curry II [ˈstɛfən ˈkɜ:ri] (* 14. März 1988 in Akron, Ohio) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler, der seit 2009 für die Golden State Warriors in der NBA spielt. Curry wurde 2009 von den Warriors an siebter Stelle gedraftet und verbrachte bisher seine gesamte Profilaufbahn dort. Er ist der Sohn des ehemaligen NBA-Spielers Dell Curry und der ältere Bruder von Seth Curry, der ebenfalls in der nordamerikanischen Profiliga unter Vertrag steht.

Curry gilt als einer der besten Spieler der Welt und als der beste Distanzwerfer der Basketballgeschichte. Viele Experten und frühere NBA-Spieler sehen ihn heute sogar als besten Werfer aller Zeiten. In der Saison 2012/13 stellte Curry mit 272 den NBA-Rekord für erzielte Dreier in einer Saison auf. Er übertraf diesen Rekord 2014/15 mit 286 und 2015/16 mit 402 Treffern erneut. Am 14. Dezember 2021 hat Curry den Dreierrekord der Regular Season der NBA gebrochen und auf 2977 verwandelte Würfe verbessert. Er überholte beim 105:96 der Golden State Warriors gegen die New York Knicks den bisherigen Rekordhalter Ray Allen.

In seiner Karriere mit den Warriors war er bisher unter anderem viermal NBA-Meister, achtmal All-Star, zweimal Most Valuable Player (MVP) der Liga sowie einmal MVP der Finals. In den Spielzeiten 2015/16 (30,1 Punkte) und 2020/21 (32,0 Punkte) führte er die Liga zusätzlich in erzielten Punkten pro Spiel an.

Curry wurde als Sohn des damaligen NBA-Basketballspielers Dell Curry in der Industriestadt Akron in Ohio im selben Krankenhaus wie sein langjähriger NBA-Rivale LeBron James geboren, nämlich im Akron General Medical Center. Als er auf die Welt kam, war sein Vater noch für die Cleveland Cavaliers aktiv. Mit dessen Wechsel zu den Charlotte Hornets zog auch Stephen nach Charlotte in North Carolina, wo er einen Großteil seiner Kindheit verbrachte. Curry besuchte die Middle School am Queensway Christian College in Toronto, da sein Vater zu den Toronto Raptors gewechselt war.

Mit dem Karriereende des Vaters kehrte die Familie nach Charlotte zurück und Stephen besuchte nun die Christian School in Charlotte. Er ist der beste Werfer der Schulgeschichte mit über 1.700 Punkten. Curry war All-State-, All-Conference- und Team-MVP, während er sein Team zu drei Conference-Titeln und drei State-Playoff-Auftritten führte. Curry beendete seine Senior-Saison mit einer Wurfquote von über 48 % aus der 3-Punkte-Distanz. Ungeachtet seines Erfolgs an der High School erhielt er kein Stipendium von einer Major-Conference-Schule. Nachdem er Angebote vom Davidson College, Virginia Commonwealth und Winthrop erhalten hatte, entschied sich Curry für das Davidson College, das seit 1969 kein Spiel im NCAA-Division-I-Basketball-Championship-Turnier mehr gewonnen hatte.

Curry spielte drei Jahre für die Davidson Wildcats und erzielte in dieser Zeit in 104 Spielen 25,3 Punkte, 4,5 Rebounds, 3,7 Assists und 2,1 Steals im Schnitt. Das letzte Jahr führte er die NCAA mit 28,5 Punkten im Schnitt als bester Scorer an. Mit Davidson scheiterte er jedoch in der zweiten Runde des NCAA-Turniers an den Saint Mary’s Gaels. Nach dem Ausscheiden verkündete Curry, dass er auf sein letztes Collegejahr verzichten und sich zum NBA-Draft anmelden werde.

Curry wurde am 25. Juni 2009 im NBA-Draft 2009 an 7. Stelle von den Golden State Warriors ausgewählt. Für seine Leistungen im ersten Profijahr wurde Curry in das NBA All-Rookie First Team berufen. Bei der Wahl zum Rookie of the Year belegte er hinter Tyreke Evans den zweiten Platz. Er nahm 2011 an der NBA Skills Challenge teil, wo er den ersten Platz belegte. Zudem gewann er den NBA Sportsmanship Award. Aufgrund einer Verletzung am rechten Knöchel setzte er einen Großteil der Saison 2011/12 aus. Geschwächt durch seine Verletzung erzielte er im dritten NBA-Jahr 14,7 Punkte im Schnitt.

Curry unterschrieb im Sommer 2012 einen Vierjahresvertrag über 44 Millionen US-Dollar, was aufgrund seiner Verletzungshistorie zunächst als Risiko gesehen wurde. Doch Curry gelang in der Saison 2012/13 der Durchbruch. Am 27. Februar 2013 erzielte Curry bei der 105:109-Niederlage seiner Warriors gegen die New York Knicks einen Karriererekord von 54 Punkten. Dies war die vierthöchste erzielte Punkteausbeute im Madison Square Garden, nach Carmelo Anthony (62 Punkte), Kobe Bryant (61 Punkte) und Michael Jordan (55 Punkte). Er traf bei diesem Spiel mit 11 Dreipunktewurftreffern die zweithöchste Dreipunkt-Ausbeute der NBA-Geschichte.

In der Saison 2012/13 verbesserte Curry den zuvor von Ray Allen gehaltenen Rekord für erfolgreiche Dreipunktwürfe während der „Regular Season“ auf 272. Curry und sein Teamkollege Klay Thompson werden als die „Splash-Brothers“ bezeichnet, die vor allem für ihre gefährlichen Distanzwürfe gefürchtet sind. Zusammen verwandelten sie 483 Dreipunktwürfe, mehr als jedes andere Duo der Liga.

2014 wurde Curry erstmals als Starter für die Western Conference in das NBA All-Star Game berufen. Mit 24,0 Punkten und 8,5 Assists im Schnitt legte Curry neue Karrierebestwerte hin. Mit den Warriors scheiterte er jedoch in der ersten Playoffrunde an den Los Angeles Clippers.

2015 wurde Curry erneut als Starter für das NBA All-Star Game berufen. Er erhielt bei der Wahl die meisten Stimmen aller NBA-Spieler und landete damit überraschend noch vor LeBron James. Am 4. Februar 2015 erzielte Curry beim 128:114-Heimsieg seiner Warriors gegen die Dallas Mavericks 51 Punkte. Er traf dabei 10 Dreier, sammelte zudem noch 4 Assists und griff sich 4 Rebounds. Er verbesserte in der Saison seinen eigenen Rekord für die meisten verwandelten Dreier in einer Saison auf 286. Nachdem er sein Team zu einer Rekordbilanz von 67:15 Siegen geführt hatte, wurde er für seine Leistungen als MVP der Saison ausgezeichnet. Am 23. Mai 2015 stellte Curry im dritten Spiel der Western Conference Finals den NBA-Rekord für die meisten Dreier in einer Playoff-Saison auf. Der vorherige Rekord wurde von Reggie Miller gehalten (58 Dreier in 22 Spielen). Insgesamt traf Curry in den Playoffs 2015 98 Dreier in 21 Spielen. Anschließend wurde er Meister, nachdem die Golden State Warriors im Finale die Cleveland Cavaliers mit 4:2 besiegten.

Im ersten Spiel der Saison 2015/16 führte Curry die Warriors mit 40 Punkten zu einem Heimsieg gegen die New Orleans Pelicans. Am 30. Oktober 2015 erzielte Curry beim Gastspiel der Warriors bei den Pelicans 53 Punkte, verteilte 9 Assists, holte sich 4 Rebounds und 4 Steals. Im 3. Viertel gelang ihm dabei mit 28 Punkten ein neuer persönlicher Rekord. Am 14. November 2015 traf Curry seinen 1246. Dreier und überholte damit seinen Vater Dell in der All-Time-Liste für die meisten verwandelten Dreier. Am 25. Februar 2016 erzielte er im 128. Regular-Season-Spiel in Folge mindestens einen Dreier und übertraf damit den vorherigen Rekord von Kyle Korver. Im darauffolgenden Spiel am 27. Februar 2016 gegen die Oklahoma City Thunder traf Curry 12 Dreier und stellte damit den Rekord für die meisten Dreier in einem Spiel ein. Vor ihm trafen nur Kobe Bryant und Donyell Marshall 12 mal von der Dreipunktlinie.

Die Saison 2015/16 war in vielerlei Hinsicht Currys bis dato beste. Als erster Spieler traf er mindestens 300 Mal jenseits der Dreierlinie in einer Saison. Insgesamt schaffte er es sogar 402 Mal. Curry traf in jedem seiner 79 Spiele mindestens einen Versuch von Downtown. Nach dem letzten Spiel der Regulären Saison hat er einen Schnitt von 30,1 Punkten pro Spiel; 6,3 Punkte mehr als in der vorangegangenen Saison, als er zum MVP gewählt worden war. Curry traf 50,4 Prozent seiner Würfe aus dem Feld, 45,4 Prozent Dreier und 90,8 Prozent von der Freiwurflinie (Liga-Bestmarke). Er ist der erste 50/40/90-Spieler der NBA mit einem 30-Punkte-Schnitt. Auch gelangen ihm die meisten Steals pro Spiel (2,14). Für seine Leistungen in der Saison wurde Curry zum zweiten Mal in Folge als MVP ausgezeichnet; es war die erste einstimmige MVP-Wahl in der Liga-Geschichte. Mit den Warriors erreichte Curry, nach einer Rekordsaison von 73 Saisonsiegen und nur 9 Niederlagen mit den Warriors, das NBA-Finale, unterlag jedoch dem Vorjahresfinalisten Cleveland mit 3:4, nachdem sie zuvor 3:1 in der Serie vorne lagen.

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