An diesem Tag

Steffen Kotré

Deutscher Politiker (AfD), MdB

Anúncio

Steffen Kotré (* 29. April 1971 in Ost-Berlin) ist ein rechtsextremer deutscher Politiker (AfD). Seit 2017 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB).

Kotré machte bis 1990 eine Berufsausbildung mit Abitur zum Elektromonteur im VEB Elektroprojekt und Anlagenbau Berlin. Im Jahr 1990 leistete er Zivildienst an der Charité Berlin. Anschließend studierte er Wirtschaftsingenieurwesen und schloss 1997 als Diplom-Ingenieur ab. Ab 1998 (ab 2005 selbständig) war er als Unternehmensberater für kleine und mittelständische Unternehmen in Potsdam, Frankfurt (Oder) und Berlin tätig in den Bereichen Managementberatung, Finanzierungs- und Geschäftspläne, Controlling, Unternehmensführung und Fördermittelberatung.

Von 2014 bis 2017 war er Referent für Wirtschaft und Energie der AfD-Fraktion im Landtag Brandenburg.

Kotré trat während seines Studiums dem pflichtschlagenden Corps Rheno-Guestphalia Berlin bei und wurde durch dessen Fusion 2009 Alter Herr des Corps Berlin im Weinheimer Senioren-Convent (WSC). Während dessen Jahresversammlung im Oktober 2022 erfolgte seine Entlassung (d. h. der Ausschluss) aus dem Corps. Kotré trat daraufhin dem Altherrenverein der Berliner Burschenschaft Gothia (DB) bei.

Er ist Vorsitzender des Vereins für Energiesicherheit sowie Mitglied im Verein Nuklearia und im Sportverein Motor Babelsberg.

Er ist seit 2021 mit der AfD-Abgeordneten im Brandenburger Landtag Lena Kotré (geb. Duggen) verheiratet und Vater zweier Kinder.

Alternative für Deutschland (AfD)

Kotré war Mitglied der FDP. Seit dem 19. September 2013 ist er Mitglied der AfD.

Er ist Beisitzer des Landesvorstands sowie Vorsitzender des Landesfachausschusses Wirtschaft, Technologie und Tourismus der AfD Brandenburg und Kreisverbandsvorsitzender Dahme-Spreewald der AfD.

Von 2014 bis 2017 war er Mitglied des Kreistages Dahme-Spreewald.

Mitglied des Deutschen Bundestages (Seit 2017)

Nach der Bundestagswahl 2017 zog Kotré über die Landesliste Brandenburg als Abgeordneter für die AfD in den Bundestag ein. Dort war er wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, Sprecher der Landesgruppe Brandenburg, Berichterstatter für internationale Austauschprogramme, Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss, sowie im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Südkaukasischen Parlamentariergruppe. Außerdem stellvertretendes Mitglied des Unterausschusses Regionale Wirtschaftspolitik und ERP-Wirtschaftspläne.

Auf dem Landesparteitag der AfD in Frankfurt (Oder) am 21. März 2021 wurde Kotré auf Platz 3 der Landesliste Brandenburg für die Bundestagswahl 2021 gewählt.

Bei der Bundestagswahl 2025 gewann er das Wahlkreismandat für den Bundestagswahlkreis 062 Dahme-Spreewald – Teltow-Fläming III. Im 21. Deutschen Bundestag ist er Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.

Kotré kandidierte am 8. Oktober 2023 zur Landratswahl im Landkreis Dahme-Spreewald und erhielt im ersten Wahlgang 35,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auf den Zweitplatzierten, den parteilosen Kandidaten Sven Herzberger, entfielen nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 34,8 Prozent der Stimmen. Bei der Stichwahl am 12. November 2023 unterlag Kotré mit 35,2 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen Herzberger, auf den 64,8 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen.

Kotré gehört zu den AfD-Bundestagsabgeordneten, die nach Recherchen von Zeit Online Mitarbeiter mit verfassungsfeindlichem sowie „eindeutig rechtsradikalem bis rechtsextremem Hintergrund“ beschäftigen. Er gilt als Vertrauter von Alexander Gauland, warnte in seiner Rede zur Aufstellung für die Bundestagswahl 2021 vor einer „Überfremdung“ und sprach sich für die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber aus. Dazu forderte er einen „Schulterschluss“ mit Organisationen aus dem rechten Spektrum wie Zukunft Heimat und der Querdenker-Szene.

Kotré vertrat 2014 die Auffassung, dass „statistisch gesehen“ ein klarer Zusammenhang zwischen gestiegener Zuwanderung und der Kriminalitätsrate bestehe. 2017 beschrieb er die aktuelle Zuwanderungspolitik im rechtsextremen Magazin Zuerst! als einen „Fahrplan zur Überfremdung“.

Kotré gilt als Aktivist gegen den Klimaschutz; er verwendet häufig den Begriff „Klimawahn“. Er lehnt den Kohleausstieg ab, bezeichnet ihn als „infantile Politik“, die „überhastet, impulsgesteuert und ohne Verstand“ sei, und erklärte, es gebe keinen Grund für einen Kohleausstieg, denn man könne gar nicht wissen, ob mit dem Kohleausstieg tatsächlich die globale Erwärmung bekämpft werden könne.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Steffen Kotré | World in Stories