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Steffen Höhne

Deutscher Kulturwissenschaftler, Germanist, Politikwissenschaftler, Historiker und Hochschullehrer

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Steffen Höhne (* 26. Oktober 1958 in Düsseldorf) ist ein deutscher Kulturwissenschaftler, Germanist, Politikwissenschaftler, Historiker und Hochschullehrer.

Steffen Höhne studierte Germanistik, Geschichts- und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Wirtschaftswissenschaft an der Universität Duisburg. Von 1987 bis 1992 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Germanistik der Universität Düsseldorf. 1989 wurde er mit einer Arbeit über Jeremias Gotthelf und Gottfried Keller zum Dr. phil. promoviert. Von 1992 bis 1996 war er DAAD-Lektor am Lehrstuhl Germanistik der Karls-Universität in Prag. Danach wurde er Hochschulassistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2000 habilitierte er sich in Jena mit einer Arbeit über die deutsch-tschechischen Beziehungen im Zeitalter der Restauration 1815 bis 1848. Im Sommersemester 2000 wurde er Professor für Kulturmanagement am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und der Universität Jena.

Steffen Höhne hatte Gastaufenthalte an der Leuphana Universität Lüneburg und an der Universität Witten/Herdecke, in den Vereinigten Staaten an der University of Mississippi (Oxford), in Dänemark an der Süddänischen Universität (Odense), in Finnland an der Universität Jyväskylä und an der Universität Helsinki, in Tschechien an der Karls-Universität (Prag) und an der Akademie der musischen Künste in Prag und in Frankreich an der Université d’Evry Val d’Esonne (Paris), an der Université Paul Valéry (Montpellier) und an der Université Toulouse–Jean Jaurès.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Theoriebildung im Kulturmanagement, Kulturpolitik mit Schwerpunkt Ostmitteleuropa, Markenbildung in der Hochkultur, historische Publikumsforschung und Musikwirtschaft.

Er veröffentlichte Biografien, biografische Arbeiten und Rezensionen unter anderem zu Otokar Fischer, August Sauer, Franz Spina, Franz Kafka, Johannes Urzidil, Max Brod und Clemens Brentano.

Funktionen und Mitgliedschaften

Steffen Höhne ist Geschäftsführender Herausgeber der Brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien – Slowakei. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Kulturmanagement: Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. und der Reihen Weimarer Studien zu Kulturpolitik und Kulturökonomie (mit Sigrid Bekmeier-Feuerhahn) und Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert (mit Alice Stašková, Václav Petrbok und Štěpán Zbytovský).

Er ist Mitglied im internationalen Redaktionsbeirat der Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Böhmischen Länder und des wissenschaftlichen Beirates der Austriaca. Cahiers universitaires d’information sur l’Autriche und der Cahiers d’Etudes Germaniques.

Steffen Höhne ist seit 2006 Mitglied des Johann Gottfried Herder-Forschungsrates in Marburg und seit 2017 dessen Präsident. 2007 war er Gründungsvorsitzender des Fachverbandes Kulturmanagement und bis 2016 Mitglied des Vorstandes. Er ist Vorstandsmitglied des Forschungsinstituts für die Geschichte Tschechiens und der Slowakei Collegium Carolinum und Assoziiertes Mitglied des „Centre de Recherche et d’Études Germaniques“ der Université Toulouse–Jean Jaurès.

Jeremias Gotthelf und Gottfried Keller im Lichte ethnologischer Theorien. Dissertation. Universität Düsseldorf 1989. Francke, Bern/Stuttgart 1989, ISBN 3-317-01673-6.

Das grosse Deutschbuch. Ein Ratgeber für Schule und Berufsalltag. Naumann und Göbel, Köln 1992, ISBN 3-625-10436-9.

Deutsch. Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Neuer Pawlak-Verlag, Köln 1994, ISBN 3-86146-121-8.

Öffentliche Diskurse um Nationalität und Ethnizität im Spannungsfeld von böhmischen Landespatriotismus und nationaler Desintegration. Ein Beitrag zur Entstehung der „deutsch-tschechischen Konfliktgemeinschaft“ im Zeitalter der Restauration (1815–1848) aus philologischer Perspektive. Habilitationsschrift, Universität Jena 2000, DNB 959615709.

Kunst- und Kulturmanagement. Fink, Paderborn 2009, ISBN 978-3-7705-4662-6.

Otokar Fischers Gottfried Keller-Lektüre. Eine wissenschaftshistorische Betrachtung. In: Václav Petrbok, Alice Stašková, Štěpán Zbytovský (Hrsg.): Otokar Fischer (1883–1938). Ein Prager Intellektueller zwischen Dichtung und Wissenschaft. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2020, ISBN 978-3-412-51799-1, S. 389–406.

mit Sibylle Höhne: Clemens Brentano. Die Gründung Prags (1814/1815). Winter, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-8253-4647-8.

mit Marek Nekula: Sprache, Wirtschaft, Kultur. Deutsche und Tschechen in Interaktion. Iudicium, München 1997, ISBN 3-89129-630-4.

mit Andreas Ohme: Prozesse kultureller Integration und Desintegration. Deutsche, Tschechen, Böhmen im 19. Jahrhundert. Konferenzschrift. Oldenbourg, München 2005, ISBN 3-486-57588-0.

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