Stefan Hippe (* 10. Juni 1966 in Nürnberg) ist ein deutscher Komponist, Dirigent und Akkordeonist.
Ersten Akkordeonunterricht erhielt Stefan Hippe ab 1974 bei Herbert Bausewein, ersten Kompositionsunterricht ab 1981 bei Hans-Ludwig Schilling. Am Meistersingerkonservatorium Nürnberg studierte er Akkordeon bei Willi Münch und Irene Kauper, danach an der Hochschule für Musik Würzburg Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck sowie Dirigieren bei Günther Wich. Seit 1999 unterrichtet er an der Musikschule Nürnberg, von 2004 bis 2007 an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2015 ist er als Dozent u. a. für Dirigieren am Hohner-Konservatorium in Trossingen verpflichtet. Als Komponist und Solist arbeitet Stefan Hippe u. a. mit dem Nürnberger Akkordeonorchester, dem Ensemble Kontraste und dem Staatstheater Nürnberg zusammen. Mit der Sopranistin Irene Kurka gründete er 2000 das Duo Soprakkordeon. Des Weiteren ist er Chefdirigent des Bundesakkordeonorchesters (BuAkkO), eines 2010 gegründeten und vom Deutschen Harmonika-Verband geförderten Projekt- und Auswahlorchesters.
1994 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Sommerlichen Musikakademie Hitzacker (fürs 2. Streichquartett)
1995 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Stadt Würzburg (für die Kammermusik Nr. 1)
1997 Stipendienaufenthalt in der Cité Internationale des Arts Paris
1998 Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg
2000 Bayerischer Förderungspreis für junge Künstler
2003 Förderpreis des Bezirks Mittelfranken; Fördergabe der Internationalen Bodenseekonferenz (Zürich)
2006 Preis der Stadt Cottbus (für Tumulus – nachts)
A Lady Dies (1999). Kammeroper. Libretto: Gerhard Falkner. UA 11. März 2000 Nürnberg (Tafelhalle)
23. Psalm (1983) für Gesang und Orgel. Text lateinisch und deutsch. UA 17. April 1988
Die drei Teiche von Hellbrunn (1989). 1. Streichquartett, mit Sopran-Solo und Kontrabass. Text: Georg Trakl. UA 19. Juni 1989 Lohr am Main
Egonoia (1990) für Kammerchor, Kontrafagott und Klavier. Texte: 6 Gedichte von Ernst Jandl. UA 20. Juni 1990 Würzburg
Jusques à la mort… (1990). Liederzyklus für Alt und Klavier. Texte: Guillaume de Machaut, Rainer Maria Rilke und Friedrich Hölderlin. UA 17. Dezember 1990 Würzburg
Frühlingslied (1995) für gemischten Chor und Akkordeonorchester (4.4.4.4.2B). Text: aus den Carmina Burana. UA 15. Juni 1996 Schweinfurt
Wild with love (1997). Kammermusik Nr. 3 (1. Satz) für Gesang, Flöte, Schlagzeug und Akkordeon. Text: Stanley Kunitz. UA 21. November 2001 Nürnberg
Credo (2000) für 8-stimmigen Kammerchor und Blechbläser. UA 1. Oktober 2000 Nürnberg
Vater unser (2001) für Sopran, Bariton, Harfe, Glockenspiel und Streichsextett (1.1.2.2.0). UA 11. August 2001 Regensburg