Star Trek: Treffen der Generationen (Originaltitel: Star Trek: Generations) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1994. Es ist der siebte im fiktiven Star-Trek-Universum spielende Kinofilm und der erste, in dem die Raumschiffsbesatzung aus Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert im Zentrum der Handlung steht. Der Film beginnt im 23. Jahrhundert mit Captain Kirk auf der Enterprise-B und endet im 24. Jahrhundert mit Captain Picard auf der Enterprise-D und handelt von einem Wissenschaftler, der Millionen Leben opfern will, um in ein glückselig machendes Energiephänomen zu gelangen, in dem Zeit keine Rolle spielt.
Der Film beginnt mit dem Jungfernflug der Enterprise-B, auf dem ein Teil der Crew der Originalserie um Captain James T. Kirk gemeinsam mit Pressevertretern als Gast an Bord ist. Der als werbewirksam geplante Flug zum Pluto und zurück wird jedoch unvermittelt zu einer Rettungsaktion, als die Enterprise den Notruf zweier Flüchtlingsschiffe empfängt. Diese sind in ein bislang unbekanntes Energieband geraten. Da der Traktorstrahl noch nicht verbaut ist, können in letzter Minute nur wenige Personen an Bord gebeamt werden, bevor die Hülle der Raumschiffe kollabiert. Unmittelbar danach gerät auch die Enterprise in das Energieband. Die Photonentorpedos stehen ebenfalls noch nicht zur Verfügung, so dass Kirk als letzten Ausweg das Energieband für einen kurzen Moment schwächen kann, indem er Ionen über den Deflektorschild in das Band lenkt, wonach die Enterprise aus dem Kraftfeld entkommen kann. Dabei wird das Raumschiff jedoch stark beschädigt und die Sektion, in der Kirk gearbeitet hat, zerstört. Fassungslos steht die Besatzung vor der aufgerissenen Raumschiffhülle und trauert um den vermeintlich gestorbenen Captain. Kirk ist jedoch in das Energieband gezogen worden. Es stellt sich heraus, dass sich in diesem Energieband, dem Nexus (lat.: Verbindung, Gefüge), eine Art Paralleluniversum befindet, in dem Zeit und Raum keine Rolle spielen. Kirk findet sich in einer Landschaft wieder, die seiner Heimat Iowa ähnelt. Unter den Geretteten, so wird sich später herausstellen, sind auch Personen an Bord gebeamt worden, die schon „Zeit“ im Nexus verbracht haben.
Nach einem Zeitsprung wird der Film zur Zeit der Enterprise-D unter Captain Jean-Luc Picard fortgesetzt. Der Wissenschaftler Dr. Tolian Soran plant mit Unterstützung der klingonischen Schwestern Lursa und B’Etor wieder in den Nexus zu gelangen, um dort ewig leben zu können. Da ein Flug in den Nexus das Raumschiff zerstören würde, muss er einen anderen Weg finden, um hineinzugelangen. Er zerstört diverse Raumstationen und Planetensysteme, um durch die damit verursachten Gravitationsveränderungen die Flugbahn des Nexus so zu beeinflussen, dass er von der Oberfläche des Planeten Veridian III in ihn eintreten kann. Die Besatzung der Enterprise-D erkennt sein Vorhaben und versucht, Soran und seine Verbündeten zu stoppen. Bei einem dieser Versuche in der Nähe von Veridian III wird Geordi La Forge entführt und eine Kamera in seinem Visor versteckt, um taktische Informationen über die Enterprise-D zu bekommen. Mit Hilfe des Visors ermitteln die klingonischen Aggressorinnen die Schildfrequenz des Föderationsschiffs und greifen an. Es gelingt der Sternenflotten-Crew jedoch, das klingonische Schiff zu zerstören, indem sie von der Enterprise aus die Tarnvorrichtung des klingonischen Schiffs aktivieren. Für einen kurzen Moment müssen dafür die Schutzschilde deaktiviert werden, so dass die Enterprise erfolgreich einen Torpedo abfeuern kann. Dennoch ist die Enterprise so stark beschädigt, dass sie zu explodieren droht. Die Besatzung wird in die Untertassensektion des Schiffes evakuiert und erlebt eine Bruchlandung auf dem Planeten Veridian III. Bereits vorher hatte sich Soran dorthin abgesetzt, um ein Projektil in die Sonne des Systems zu schießen; die Explosion soll die entscheidende Kurskorrektur des Nexus bewirken. Picard, der sich ebenfalls vor der Schlacht mit den Klingonen abgesetzt hatte, um Soran zu stoppen, wird mit ihm in den Nexus gezogen. Durch die Explosion der Sonne wird der Planet Veridian III zerstört und somit auch die Crew der Enterprise getötet.
Im Nexus erlebt Picard ein Familienidyll, wie er es sich immer gewünscht hatte: Er findet sich unvermittelt am Weihnachtsabend in einem bürgerlichen Haus wieder. Zusammen mit seiner Frau, seinen Kindern und seinem (in der Realität kürzlich verstorbenen) Neffen bereiten sich alle auf die Bescherung vor. Er erkennt die Situation als „irreal“ und trifft in einem Nebenzimmer des Hauses auf Guinan. Sie stellt sich als eine Art „Echo“ einer Person vor, die sich ebenfalls im Nexus befindet. Sie erklärt Picard, dass er sich aus dem Nexus heraus in jeden beliebigen Raum zu einer beliebigen Zeit bewegen kann. Picard macht sich zu James T. Kirk auf, der ebenfalls im Nexus gelandet ist und seine alte Farm und seine ehemalige Verlobte als sein Glück wiederentdeckt. Picard überzeugt Kirk von der Irrealität der Situation und erklärt ihm den mörderischen Plan Sorans. Die beiden Kapitäne beschließen, Soran gemeinsam zu stoppen. Da Zeit und Raum im Nexus keine Rolle spielen, gehen sie in der Zeit zurück zu einem Zeitpunkt, kurz bevor Soran das Projektil auf die Sonne abfeuert. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Wissenschaftler zu besiegen; dabei wird Kirk jedoch tödlich verletzt. Picard begräbt ihn auf Veridian III und wird von einem Shuttle der U.S.S. Farragut gerettet. Für die Enterprise-D ist jedoch keine Bergung mehr möglich und das Schiff muss aufgegeben werden. Die Mannschaft wird gerettet.
Star Trek: Treffen der Generationen markiert einen entscheidenden Punkt in der Geschichte der Star-Trek-Kinofilme, denn hier verabschiedet sich die klassische Crew um Captain Kirk aus der Serie Raumschiff Enterprise und macht Platz für die Mannschaft um Captain Picard, die bereits mit großem Erfolg in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert spielte. Der Film spielt einerseits im Anschluss an die Fernsehserie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert im 24. Jahrhundert und andererseits im Anschluss an Star Trek VI im 23. Jahrhundert und stellt somit ein Bindeglied (sozusagen einen Nexus) zwischen beiden Jahrhunderten dar.
Regie führte David Carson, der bereits mehrere Episoden von Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert inszenierte.
Whoopi Goldberg wurde traditionsgemäß weder im Vor- noch im Abspann erwähnt und erhielt auf eigenen Wunsch keine Gage für ihre Rolle. Tim Russ, der später Lieutenant Tuvok in der Serie Star Trek: Raumschiff Voyager spielte, ist als namenloser taktischer Offizier auf der Brücke der Enterprise-B zu sehen. Die klingonische Duras-Schwester waren bereits aus der Serie Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (Episode: Der Kampf um das Klingonische Reich) bekannt.
Drehort für die Szenen zwischen Picard und Soran auf Veridian III war das Valley of Fire in Nevada.
Das Modell der Enterprise-B ist das wiederverwendete, aber modifizierte Modell der Excelsior aus dem dritten Kinofilm und wurde später bei Star Trek: Deep Space Nine als USS Lakota wiederverwendet. Die Szene, in der das klingonische Raumschiff explodiert, ist dieselbe wie in Star Trek VI: Das unentdeckte Land.
Für die Filmmusik wurde von Dennis McCarthy komponiert, der zuvor zahlreiche Episoden von Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert vertonte.
Wegen schlechter Kritik beim Testpublikum wurde von Paramounts Präsidentin Sherry Lansing veranlasst, den Tod von Kirk und Soran neu zu drehen. In der ursprünglichen Fassung wird Kirk von Soran erschossen und Picard tötet Soran mit seiner eigenen Waffe. Als Reaktion auf den Tod Captain Kirks in dem Film wickelten Fans das Haus des Drehbuchautors Brannon Braga mit Toilettenpapier ein.
Die deutsche Synchronisation übernahm die Berliner Synchron GmbH nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Lutz Riedel. Für den Film wurden die originalen Synchronsprecher verpflichtet.
Der Film kam am 18. November 1994 in die US-Kinos. In Deutschland erschien der Film am 9. Februar 1995.