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Sri-lankische Cricket-Nationalmannschaft

Nationalmannschaft

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Die sri-lankische Cricket-Nationalmannschaft (singhalesisch ශ්‍රී ලංකා ජාතික ක්‍රිකට් කණ්ඩායම; Tamil இலங்கை தேசிய கிரிக்கெட் அணி), deren Spieler auch unter dem Spitznamen The Lions bekannt sind, vertritt Sri Lanka auf internationaler Ebene in der Sportart Cricket. Das Team wird von Sri Lanka Cricket (SLC) geleitet und ist seit 1981 Vollmitglied im International Cricket Council. Die Mannschaft besitzt somit Teststatus.

Sri Lanka ist die achtälteste Nationalmannschaft im Test Cricket und bestritt seinen ersten Test 1982 gegen England. Sri Lankas größte Erfolge bisher sind der Gewinn der Weltmeisterschaft 1996, der Champions Trophy 2002, der World Twenty20 2014 und sechs Titel beim Asia Cup (1986, 1997, 2004, 2008, 2014 und 2022). Vier ehemalige sri-lankische Spieler wurden in die ICC Cricket Hall of Fame aufgenommen.

Die Briten brachten Cricket während der Kolonialzeit nach Sri Lanka, damals Ceylon genannt. Es wird angenommen, dass bereits im frühen 19. Jahrhundert Cricket in Sri Lanka gespielt wurde. Der erste bekannte Spielbericht erschien am 5. September 1832 in The Colombo Journal. Der Colombo Cricket Club wurde kurz darauf gegründet, und ab November 1832 wurden die ersten Cricket-Spiele organisiert. Gegen 1880 bildete sich die erste Cricket-Nationalmannschaft, damals unter dem Namen „Ceylon“, und ab den 1920er Jahren begann diese in First-Class-Matches zu spielen.

Im Oktober 1882, auf ihrem Weg nach Australien, um „The Ashes zurückzuholen“, spielte Ivo Blighs englische Mannschaft ein Spiel in Colombo. 1888/89 tourte eine englische Mannschaft, angeführt von George Vernon, nach Ceylon und Indien und spielte ein Elf-Mann-pro-Mannschaft-Spiel gegen eine „All-Ceylon“-Mannschaft in Kandy. 1890 spielte die australische Mannschaft auf ihren Weg nach England in Colombo. Der Marylebone Cricket Club (MCC) besuchte Ceylon seit 1911/12 23 Mal, zuletzt 2000/01. Bis 1911 hatten bereits fünf englische Mannschaften Ceylon besucht. Die jeweiligen Kapitäne waren Ivo Bligh (1882/83), George Vernon (1889/90), W. G. Grace (1891/92), Lord Hawke (1892/93) und Andrew Stoddart (1894/95). Die Bligh-, Grace- und Stoddart-Mannschaften waren auf dem Weg nach Australien, während die Vernon- und Hawke-Mannschaften auf ihren Indientouren Ceylon besuchten.

Das erste First-Class-Match gegen den MCC fand im Jahr 1927 im Nomads Ground, Victoria Park, Colombo statt und ging mit einem Innings verloren. Der erste Sieg der Mannschaft folgte 1933 gegen Patiala im Dhruve Pandove Stadium. First-Class Cricket wurde ursprünglich in Ceylon nur gespielt, wenn tourende Mannschaften die Insel besuchten. Dies war vor allem der Fall, wenn Australien und England auf ihren gegenseitigen Touren einen Zwischenstopp während ihrer langen Reisen einlegten. Douglas Jardines berüchtigte Bodyline-Mannschaft besuchte die Insel auf ihrer Australientour 1932/33. Ab und an spielten repräsentierende Mannschaften aus Ceylon auch Spiele in Übersee, vor allem in Indien. Sir Julien Cahns Mannschaft besuchte Ceylon 1936/37. Im April 1945 besuchte Indien die Insel und spielte ein First-Class-Match gegen Ceylon im Paikiasothy Saravanamuttu Stadium in Colombo. Das Spiel endete aufgrund des schlechten Wetters in einem Remis. Die indische Mannschaft trat unter ihrem Kapitän Vijay Merchant in voller Stärke an und führte mehrere bekannte Spieler mit sich. Danach legten mehrere australische Mannschaften auf ihrem Weg nach England und zurück einen Zwischenhalt für Spiele in Ceylon ein. Im Nachgang des Zweiten Weltkrieges tourte eine Mannschaft der australischen Streitkräfte 1945/46 nach Ceylon und Indien, bei der Keith Ross Miller ein Century in Colombo erzielte. Miller kehrte 1948 mit der australischen Mannschaft auf dem Weg nach England zurück und bestritt ein Match in Colombo.

Im Februar 1949 besuchten die West Indies erstmals Ceylon und spielten zwei First-Class-Matches. Die West Indies gewannen das erste Spiel im Paikiasothy Saravanamuttu Stadium in Colombo mit einem Innings und 22 Runs, nachdem sie 462/2 mit Centuries von Allan Rae, Everton Weekes und Clyde Walcott erzielt hatten. Prior Jones erzielte in dem Spiel zehn Wickets. Das zweite Spiel in demselben Stadion endete unentschieden, und Rae erzielte ein weiteres Century für die West Indies. Im August 1949 besuchte Pakistan Ceylon für zwei First-Class-Matches. Beide Spiele fanden im Paikiasothy Saravanamuttu Stadium in Colombo statt. Pakistan, angeführt von Mohammad Saeed, gewann das erste Spiel mit einem Innings und 192 Runs, wozu Saeed 93 Runs beisteuerte. Der pakistanische Bowler Fazal Mahmood erzielte 4/15 und Ceylon wurde für nur 95 Runs im zweiten Innings ausgebowlt. Pakistan gewann das zweite Spiel mit zehn Wickets, trotz des guten Battings seitens Ceylons in ihrem ersten Innings.

Von 1953/54 bis 1975/76 organisierte die Ceylon Cricket Association First-Class-Matches gegen Madras (später in Tamil Nadu umbenannt) um die M. J. Gopalan Trophy. Diese Trophäe wurde etwa alle zwei Jahre in Colombo, abwechselnd mit dem Spiel in Madras, mit einem zusätzlichen Spiel 1982/83, ausgespielt. Im November 1956 besuchte Indien, angeführt von Polly Umrigar, Ceylon für zwei First-Class-Matches im Paikiasothy Saravanamuttu Stadium in Colombo. Beide Spiele endeten in einem Remis. Nach dem Antrag auf Vollmitgliedschaft erhielt Ceylon zwischen 1965 und 1981 von der International Cricket Conference (heute International Cricket Council, ICC) den Status eines Associate Members verliehen. 1964/65 besiegte Ceylon eine pakistanische A-Mannschaft daheim und eine indische Mannschaft in voller Stärke in Indien. Im Januar 1967 besuchten die West Indies Ceylon für ein First-Class-Match im Paikiasothy Saravanamuttu Stadium in Colombo. Das Spiel endete in einem Remis. Die West Indies wurden von Gary Sobers angeführt, der 115 Runs für seine Mannschaft in seinem einzigen Innings erzielte. Basil Butcher und Clive Lloyd erzielten weitere Centuries.

1968 plante Ceylon zur Verbesserung seiner Chancen auf Test-Status die Durchführung einer Englandtour. Zwischen Juni und August wurden 19 Spiele arrangiert, einschließlich eines Spiels im Lord’s Cricket Ground gegen den MCC, neun First-Class-Matches gegen County Teams, und fünf andere First-Class-Matches. Das Board of Control for Cricket in Ceylon hatte jedoch Schwierigkeiten damit, Geld für die Tour aufzubringen und so mussten private Spenden eingesammelt werden. Außerdem zögerte die Regierung, die notwendigen Devisen freizugeben, da sie Schwierigkeiten hatte, sich wichtige Importe leisten zu können. Ein zusätzliches Hindernis war die Zusammenstellung der Mannschaft im April 1968. Chandra Schaffter, einer der vier Selektoren, trat zurück, nachdem er gemeint hatte, dass sich die anderen Selektoren Herbert Fernando und Dhansiri Weerasingh gegenseitig in die Mannschaft wählen würden, darunter einer als Kapitän. Der daraus resultierende Aufruhr führte im Mai zur Absage der Tour, nur Tage vor dem geplanten Aufbruch nach England.

1969/70 besuchte wieder eine australische Mannschaft die Insel. Sie bestritt ein First-Class-Match gegen Ceylon, bevor sie für eine Testserie von fünf Spielen nach Indien aufbrach. Im November 1972 besuchte Pakistan Sri Lanka (das im selben Jahr von Ceylon in Sri Lanka umbenannt wurde) und bestritt ein First-Class-Match im Paikiasothy Saravanamuttu Stadium in Colombo. Das Spiel endete im Remis, nachdem Regen das Spiel beeinflusst hatte. Pakistan, angeführt von Intikhab Alam, erzielte in seinen Innings 262/8 und 48/3. Sri Lanka antwortete jeweils mit 133 und 120/3. Im Januar und Februar 1974 besuchte Indien Sri Lanka. Die Inder bestritten zwei First-Class-Matches, zwei ODIs gegen Sri Lanka und zwei zusätzliche First-Class-Matches gegen die Sri Lanka Board President’s XI. Indien besiegte Sri Lanka auf dem Sinhalese Sports Club Ground mit sechs Wickets, die anderen drei First-Class-Matches wurden jedoch vom Wetter beeinflusst und endeten in Remis. Im Februar 1975 besuchten die West Indies Sri Lanka im Rahmen einer größeren Tour nach Indien und Pakistan. Angeführt von Clive Lloyd bestritten sie zwei First-Class-Matches gegen Sri Lanka, die beide in Remis endeten, und ein ODI, das die West Indies mit acht Wickets gewannen.

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