An diesem Tag

Sophie Achermann

Schweizer Aktivistin

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Sophie Achermann (* 10. Januar 1993 in Bern) ist Expertin für öffentlichen Diskurs. Sie ist Co-Gründerin und Geschäftsführerin der Public Discourse Foundation, einer Stiftung, welche die Erforschung und Stärkung des öffentlichen Diskurses im Internet bezweckt. Die unabhängige Stiftung wurde unter anderem von der ETH Zürich mitbegründet.

Zuvor war sie fünf Jahre lang Geschäftsführerin des Schweizerischen Frauendachverbandes alliance F und hat dort das Projekt «Stop Hate Speech» lanciert.

Als Jugendliche war Sophie Achermann Präsidentin des Jugendrats der Stadt Bern und hat das Jugendparlament der Stadt Bern mitaufgebaut. Nach Abschluss ihrer Lehre zur Kauffrau bei den Parlamentsdiensten der Schweizerischen Bundesversammlung im Jahr 2012 arbeitete sie weiterhin für das Parlament und in der Bundeskanzlei. 2015 war sie Jungdelegierte bei der Ständigen Vertretung der Schweiz bei den Vereinten Nationen in New York City und im Jahr 2020 war sie kurzzeitig als Vertreterin des Grünes Bündnisses Mitglied des Parlaments der Stadt Bern, dem Stadtrat, dessen Sitzungen oft am Abend sie jedoch als unvereinbar mit ihren Kindern und Berufstätigkeit ansah.

Von 2018 bis 2023 war sie Geschäftsführerin des Schweizerischen Frauenverbandes alliance F. 2021 organisierte sie das Frauenrütli sowie die Frauensession mit und war deren Generalsekretärin.

Beim Versuch im Projekt Stop Hate Speech, die Zivilgesellschaft zu motivieren, sich gegen Hass im Netz zu stellen, erwies es sich als notwendig, wissenschaftliche Daten und Ursachenforschung einbeziehen zu können; zu diesem Zweck wurde von alliance F und ETH die Stiftung Public Discours Forum (PDF) gegründet, deren Geschäftsführerin Sophie Achermann wurde.

Achermann ist Co-Präsidentin und Mitgründerin des Vereins Tech against Violence, welcher digitale Lösungen gegen Gewalt entwickelt, um Lücken im Dienstleistungsangebot in der Schweiz zu schliessen und Gewaltbetroffenen sowie ihrem Umfeld einfach und niederschwellig Zugang zu Informationen und Hilfsangeboten zu bieten. Das erste Projekt ist das Online-Tool #withyou, welches zum Thema toxische Beziehungen und häusliche Gewalt sensibilisiert.

Sie ist auch im Beirat des Schweizer «Conscious Influence Hub», welcher Respekt, Empathie und Transparenz im Bereich des Influencer-Marketings in den sozialen Medien fördert.

Sophie Achermann lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Bern.

Im Rahmen einer Konferenz während der Kommission der Vereinten Nationen zur Rechtsstellung der Frau 2015 leitete Achermann einen Workshop zum Thema Diskriminierung im Internet. 2018 startete sie das Projekt «Stop Hate Speech» noch im Rahmen der Tätigkeit der alliance F. Um Hassrede im Internet zu entgegnen wurde zunächst ein Algorithmus aufgebaut, welcher Hassrede im Internet erkennt. Das Projekt, welches eng mit der ETH Zürich und der Universität Zürich zusammenarbeitete, sollte dem Problem der Hassrede im Internet begegnen, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken mit dem Ziel, den Dialog zu fördern und damit die Demokratie zu stärken. Seit 2023 wird das Projekt von der Stiftung Public Discourse Foundation mit Sitz in Zürich betrieben. Das Unterfangen der Stiftung sieht sich als Vermittler zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und soll durch die Verbindung von empirische Forschung und technologischer Innovation mit zivilgesellschaftlichem Engagement auf einen „inklusiveren, freieren und demokratischeren“ digitalen öffentlichen Diskurses hin arbeiten. 2024 konnten zum Verständnis von toxischer Sprache und Hassrede in Pilotprojekten mit Schweizer Medienhäusern wissenschaftlich relevante Daten gewonnen und Methoden der Moderation evaluiert werden.

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