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Sofja Afinogenowna Pawlowa

Sowjetische Schauspielerin

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Sofja Afinogenowna Pawlowa (russisch Софья Афиногеновна Павлова; * 22. Dezember 1926 in Babynino, Gouvernement Jaroslawl, Sowjetunion; † 25. Januar 1991 in Moskau) war eine sowjetische Schauspielerin.

Pawlowa war die Tochter einer Hausfrau und eines Druckereiarbeiters. Nach dem Schulabschluss 1941 arbeitete sie zunächst als Stenotypistin im Betrieb ihres Vaters und war nach einer Weiterbildung 1947 als Grundschullehrerin tätig. Bereits damals trat sie als Amateurdarstellerin auf und absolvierte von 1948 bis 1952 eine Ausbildung am GITIS. Anschließend trat sie bis in die 1980er Jahre beim Moskauer Jermolow-Theater auf. Zu ihrem Repertoire gehörten Die Flucht von Michail Bulgakow, Letzten Sommer in Tschulimsk von Alexander Wampilow und Die ewig Lebenden von Wiktor Rosow. Mit Natalja Puschkina-Lanskaja in Andrei Pawlowitsch Globas Пушкин (Puschkin) und Katharina II. in Alexei Tolstois Любовь - книга золотая (Ljubow - kniga solotaja) portraitierte sie auch zwei historische Persönlichkeiten. Bei einigen ihrer Rollen kam der dunkelhaarigen Darstellerin ihre überdurchschnittliche Körpergröße zugute.

Als Hauptdarstellerin in Ein Kommunist war Pawlowa 1958 erstmals auf der Leinwand zu sehen. Ihre Filmlaufbahn umfasste über 50 Werke und währte bis in die späten 1980er Jahre, die letzte Hauptrolle spielte sie in dem 1986 erschienenen Drama 55 градусов ниже нуля (55 gradusow nische nulja). 1968 und 2007 (Aufnahmen hier aus dem Jahr 1989) war Pawlowa außerdem in Dokumentarfilmen über den Schauspieler Jewgeni Urbanski zu sehen. Für den von Jewgenija Schigulenko inszenierten Kurzfilm Одни сутки из тысячи ста (Odni sutki is tysjatschi sta, 1979) fungierte sie als Regisseurin des zweiten Stabes.

1969 erhielt Pawlowa den Titel Verdiente Künstlerin der RSFSR.

Bereits an der Theaterschule begann sie eine Beziehung mit ihrem Kommilitonen Pawel Alexandrowitsch Schalnow (1926–2012), der sie nach einigen Jahren Ehe aber für die Schauspielerin Iwetta Grigojewna Kiseljowa verließ. Pawlowa war zu diesem Zeitpunkt schwanger und verlor das Kind kurz danach. Ihr zweiter Ehemann war der Autor Juri Wassiljewitsch Myschkin (* 1918). Pawlowa galt privat und im Kollegium als unabhängige, direkte und kritische Person.

Sie starb 64-jährig an Krebs, ihr Grab befindet sich auf dem Wagankowoer Friedhof, Abschnitt 58.

1958: Ein Kommunist (Kommunist)

1960: Fahrerflucht (Wperedi – krutoi poworot)

1961: Die Rothaarige (Ryschik)

1963: Die Großen und die Kleinen (Bolschkije i malenkije)

1964: Die Lebenden und die Toten (Schiwyje i mjortwyje)

1969: Männergespräch (Muschskoi rasgowor)

1969: Man wird nicht als Soldat geboren (Wosmesdije)

1972: Der Mann, der den Tod überlebte (Tschlowek s drugoj storony)

1982: Liebe auf den zweiten Blick (Ne mogu skasat «Proschtschai»)

1983: Sieben Zinnsoldaten (Semero soldatikow)

Sofja Afinogenowna Pawlowa bei IMDb

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