Singen (Hohentwiel) () ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Konstanz und 20 Kilometer nordöstlich von Schaffhausen in der Schweiz. Singen ist nach der Kreisstadt Konstanz die zweitgrößte Stadt des Landkreises Konstanz und bildet das Mittelzentrum für die umliegenden Hegau-Gemeinden. Seit dem 1. April 1956 ist Singen eine Große Kreisstadt.
Singen liegt im Hegau, nordwestlich des Bodensees am Fuß des Hohentwiels, eines Phonolithkegels (Vulkankegel), der zu den Hegaubergen gehört. Zwischen der Stadt und dem Hohentwiel fließt die Radolfzeller Aach, welche in der Gemeinde Aach nördlich von Singen entspringt – das Wasser stammt größtenteils von der zwischen Immendingen und Möhringen und bei Fridingen versinkenden Donau – und nach Verlassen des Stadtgebiets westlich von Radolfzell in den Bodensee mündet. Im Südwesten des Gemeindegebiets verläuft die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz.
Im Jahr 2008 war gemäß der Wetterbilanz des Wetterdienstes Meteomedia der Singen um 250 Meter überragende Hausberg Hohentwiel mit 2057 Sonnenstunden Viertplatzierter im Ranking zum sonnenreichsten Ort in Deutschland. Im Vorjahr hatte Singen mit 2142 auf dem Hohentwiel gemessenen Sonnenstunden den zweiten Platz in Deutschland erreicht. Neben der Wetterstation von Meteomedia auf dem Hohentwiel befindet sich in rund zwei Kilometer Entfernung die von Meteomedia genutzte Hegauer Wetterstation (Wetterstation Singen; ; 445 m ü. NN) eines anderen Netzes.
Aufgrund der vielen Sonnenstunden auf dem Hohentwiel und des günstigen Vulkanverwitterungsgesteins ist am Hohentwiel Weinbau möglich. Der Hohentwiel ist mit über 500 m NN die höchste Weinlage Deutschlands.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Singen (Hohentwiel): Hilzingen, Mühlhausen-Ehingen, Volkertshausen, Steißlingen, Radolfzell am Bodensee, Moos, Öhningen und Rielasingen-Worblingen, die alle im Landkreis Konstanz liegen, und – mit einer Grenzlänge von ca. 180 m in einem Waldstück – Hemishofen in der Schweiz.
Die Stadt gliedert sich in die Kernstadt (40.925 Einwohner, 31. Dez. 2023) und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre hinzugekommenen ehemals selbstständigen Gemeinden
Beuren an der Aach (1.513 Einwohner, 31. Dez. 2023)
Bohlingen (1.957 Einwohner, 31. Dez. 2023)
Friedingen (1.527 Einwohner, 31. Dez. 2023)
Hausen an der Aach (890 Einwohner, 31. Dez. 2023)
Schlatt unter Krähen (1.076 Einwohner, 31. Dez. 2023)
Überlingen am Ried (1.817 Einwohner, 31. Dez. 2023).
Die Angaben der Einwohnerzahlen sind der Einwohnerstatistik der Stadt Singen entnommen.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben. Ferner gibt es auch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen:
zur Kernstadt: Bruderhof, Am Duchtlinger Berg, Heinrich-Weber-Siedlung, Hohentwiel, Remishof, Waldheim
zu Friedingen: Burg Hohenfriedingen, Leprosenhaus, Neuhaus, Riedmühle, Schlosshof
zu Hausen an der Aach: Dornermühle
zu Überlingen am Ried: Gaisenrain