Simone Niggli-Luder (* 9. Januar 1978 in Burgdorf) ist eine ehemalige Schweizer Orientierungsläuferin. Sie gilt als die bisher beste Orientierungsläuferin und gewann zwischen 2001 und 2013 23 Weltmeistertitel. Auf Ende Saison 2013 trat Niggli-Luder zurück. Ihren letzten internationalen Wettkampf bestritt sie am Weltcup-Finale in Baden am 5./6. Oktober 2013, wo sie beide Läufe gewann und sich auch den 9. Gesamtweltcup-Titel holte.
Niggli-Luder stammt aus Burgdorf im Kanton Bern. Sie studierte Biologie und heiratete 2003 Matthias Niggli, der ebenfalls Orientierungsläufer ist. Beide wohnen gemeinsam mit ihren drei Kindern (* 2008; Zwillinge * 2011) in Münsingen.
Mit 23 Gold-, zwei Silber- und sechs Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften sowie zehn Gold-, vier Silber- und einer Bronzemedaille bei Europameisterschaften war sie bis zum 12. Juni 2025 die bisher erfolgreichste Läuferin in dieser Sportart. Für grosses Aufsehen sorgte sie bei den Weltmeisterschaften 2003 in der Schweiz, als sie in sämtlichen Disziplinen (Sprint, Mittel- und Langdistanz, Staffel) Gold gewann. Dieses Kunststück wurde vielfach als unwiederholbar betrachtet und auf den Heimvorteil zurückgeführt. Bei den Weltmeisterschaften in Japan 2005 wiederholte sie diesen Erfolg jedoch und gewann erneut in allen Disziplinen Gold. Insgesamt neunmal gewann sie den Gesamtweltcup in ihrer Disziplin. 2003, 2005 und 2007 wurde sie zur Schweizer Sportlerin des Jahres gewählt.
1. Rang Weltrangliste (Stand November 2010)
Schweizer Sportlerin des Jahres 2003
Schweizer Sportlerin des Jahres 2005
Schweizer Sportlerin des Jahres 2007
Bei den Orientierungslauf-Weltmeisterschaften erzielte Niggli-Luder diese Platzierungen:
2013 Vuokatti (FIN): 1. Sprint, 1. Mitteldistanz, 1. Langdistanz, 3. Staffel
2012 Lausanne (SUI): 1. Sprint, 5. Mitteldistanz, 1. Langdistanz, 1. Staffel
2010 Trondheim (NOR): 1. Sprint, 1. Langdistanz, 2. Mitteldistanz, 4. Staffel
2009 Miskolc (HUN): 3. Mitteldistanz, 3. Sprint, 1. Langdistanz, 4. Staffel
2007 Kiev (UKR): 1. Mitteldistanz, 3. Langdistanz, 1. Sprint, 4. Staffel
2006 Aarhus (DEN): 2. Sprint, 1. Mitteldistanz, 1. Langdistanz, 3. Staffel
2005 Aichi (JPN): 1. Sprint, 1. Mitteldistanz, 1. Langdistanz, 1. Staffel
2004 Västerås (SWE): 1. Sprint, 6. Mitteldistanz, 4. Langdistanz, 4. Staffel
2003 Rapperswil-Jona (SUI): 1. Sprint, 1. Mitteldistanz, 1. Langdistanz, 1. Staffel
2001 Tampere (FIN): 3. Sprint, 4. Mitteldistanz, 1. Langdistanz, 4. Staffel