An diesem Tag

Simon Ammann

Schweizer Skispringer

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Simon Ammann (* 25. Juni 1981 in Grabs) ist ein Schweizer Skispringer.

Ammann wurde bei den Olympischen Winterspielen 2002 im US-amerikanischen Salt Lake City und bei den Olympischen Winterspielen 2010 im kanadischen Vancouver jeweils Olympiasieger im Einzelwettkampf sowohl von der Normalschanze als auch von der Grossschanze, womit er in der Skisprung-Historie der erfolgreichste Skispringer bei olympischen Einzelwettbewerben und neben dem Skilangläufer Dario Cologna sportartenübergreifend der erfolgreichste Schweizer Winterolympionike ist.

Seit 1997 startet er im Skisprung-Weltcup, in dem er bislang 23 Wettkämpfe für sich entscheiden und dessen Gesamtwertung er in der Saison 2009/10 gewinnen konnte. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2010 in Planica gewann er den Weltmeistertitel im Einzelfliegen. Hinzu kommen vier Medaillen bei Nordischen Skiweltmeisterschaften, darunter eine goldene im Einzelspringen von der Grossschanze bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2007 in Sapporo sowie der Gesamtsieg im Skisprung-Grand-Prix im Sommer 2009.

Simon Ammann wuchs auf einem Bauernhof in Unterwasser, einer Ortschaft der politischen Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann im Toggenburg, Kanton St. Gallen, auf. Er heiratete am 25. Juni 2010, seinem 29. Geburtstag, seine langjährige Freundin. Die beiden haben drei gemeinsame Kinder, zwei Söhne und eine Tochter.

Ammann ist seit dem 19. November 2012 Inhaber einer Privatpilotenlizenz. Gemeinsam mit seinem früheren Konkurrenten, dem ehemaligen deutschen Skispringer Martin Schmitt, gründete er 2015 eine Sportagentur. Im September 2018 begann er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen.

Frühe Teilnahme an Olympischen Winterspielen und erste Erfolge im Weltcup (1997–2002)

Simon Ammann erzielte im Alter von 16 Jahren beim Eröffnungsspringen der Vierschanzentournee 1997/98 am 29. Dezember 1997 in Oberstdorf mit einem 15. Platz seine ersten Weltcuppunkte. Damit qualifizierte er sich für die Schweizer Olympiamannschaft der Winterspiele 1998 in Nagano, wo er zunächst im Teamspringen gemeinsam mit Sylvain Freiholz, Marco Steinauer und Bruno Reuteler Sechster und dann im Einzelspringen von der Normalschanze 35. sowie in dem von der Grossschanze 39. wurde. Knapp ein Jahr später nahm er für die Schweiz an den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1999 in Ramsau am Dachstein teil, bei denen er im Einzelspringen von der Normalschanze den 26. Platz belegte.

In der Weltcup-Saison 2001/02 ersprang Ammann mit einem zweiten Platz in Engelberg sowie jeweils einem dritten und zweiten Platz in Predazzo erste Podiumsplatzierungen im Skisprung-Weltcup. Zum Auftakt der 50. Vierschanzentournee am 30. Dezember 2001 in Oberstdorf wurde er beim Sieg des Deutschen Sven Hannawald hinter dem Österreicher Martin Höllwarth Dritter. Während Hannawald mit vier Siegen bei dieser Tournee als erster Skispringer den Grand Slam erreichte, lag Ammann in der Endabrechnung seiner ersten Vierschanzentournee auf dem sechsten Rang. Noch im Jahr zuvor war er bei der Vierschanzentournee 2000/01 nicht einmal für das Schweizer Aufgebot nominiert worden.

Doppel-Olympiasieg in Salt Lake City und die Folgejahre (2002–2006)

Ammann war Teil der Schweizer Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2002 im US-amerikanischen Salt Lake City, zu denen er aufgrund seiner Ergebnisse in diesem Winter als Medaillenanwärter reiste. Am 10. Februar 2002 wurde er vor Sven Hannawald und Adam Małysz als erster Schweizer Skispringer Olympiasieger im Einzelspringen von der Normalschanze. Am 13. Februar 2002 gewann er vor Adam Małysz und Matti Hautamäki auch im Einzelspringen von der Grossschanze die Goldmedaille. Zuvor hatte er noch nie ein Weltcupspringen gewonnen. Zum Abschluss der Spiele erreichte er gemeinsam mit Marco Steinauer, Sylvain Freiholz und Andreas Küttel den siebenten Platz im Teamspringen.

Nach den Winterspielen schloss Ammann die Weltcup-Saison 2001/02 mit seinem ersten Weltcupsieg im letzten Einzelspringen der Saison am 17. März 2002 in Oslo ab. Im Gesamtweltcup wurde er Siebenter. In der Weltcup-Saison 2002/03 konnte er nicht an die Leistungen aus dem Vorwinter anknüpfen. Ohne Podiumsplatzierung beendete er sie auf dem 28. Platz im Gesamtweltcup. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2003 in Predazzo wurde er 17. im Einzelspringen von der Grossschanze und Zehnter in dem von der Normalschanze. Mit der Schweizer Mannschaft, die in derselben Besetzung wie ein Jahr zuvor bei den Olympischen Winterspielen antrat, erreichte er den neunten Rang.

Im Verlauf des Winters 2003/04 erzielte er am 28. Februar 2004 in Park City als Zweiter hinter dem Japaner Noriaki Kasai und vor dem Norweger Tommy Ingebrigtsen seine erste Podiumsplatzierung nach fast zwei Jahren. Zuvor hatte er bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2004 im slowenischen Planica den 14. Platz im Einzelfliegen erreicht. Beim Nordic Tournament 2004 belegte er nach zwei weiteren zweiten Plätzen auf dem Lysgårdsbakken in Lillehammer und dem Holmenkollbakken in Oslo hinter dem norwegischen Duo Roar Ljøkelsøy und Bjørn Einar Romøren den dritten Gesamtrang. Im Gesamtweltcup lag er am Ende seiner bis dahin zweitbesten Saison auf dem 13. Platz.

Im Weltcup-Winter 2004/05 blieb Ammann ohne Podiumsplatzierung. Seine beste Platzierung war ein siebenter Platz, den er beim Einzelspringen auf der Mühlenkopfschanze in Willingen erreichte. Im Gesamtweltcup verlor er einige Plätze im Vergleich zum Vorjahr und belegte Platz 23. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf nahm er an allen vier Skisprung-Wettkämpfen teil. Im Einzelspringen von der Normalschanze erreichte er den 44., in dem von der Grossschanze den 27. Rang. Im Teamspringen von der Normalschanze wurde er gemeinsam mit Michael Möllinger, Marco Steinauer und Andreas Küttel Achter und in dem von der Grossschanze in derselben Teambesetzung Siebenter.

Olympische Winterspiele in Turin und Weltmeister- sowie Vizeweltmeistertitel in Sapporo (2006–2007)

Auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin nahm Simon Ammann im Januar 2006 an der Skiflug-Weltmeisterschaft 2006 auf dem Kulm in Bad Mitterndorf teil. Im Einzelfliegen kam er auf Platz 23. Gemeinsam mit Andreas Küttel, Michael Möllinger und Guido Landert wurde er Siebenter im Teamfliegen. Bei den Winterspielen hatte der als Aussenseiter angereiste Ammann im Training für den Einzelwettkampf von der Normalschanze einen Sturz zu verzeichnen und verpasste im Wettbewerb auf Platz 38 den zweiten Durchgang. Auch im Springen von der Grossschanze konnte er seinen Olympiasieg von 2002 mit Rang 15 nicht wiederholen. Mit dem Schweizer Team, das in derselben Besetzung wie bei der Skiflug-Weltmeisterschaft antrat, wurde er Siebenter. Im Gesamtweltcup der Saison 2005/06 erlangte er in der Endabrechnung Platz 17.

Im Sommer 2006 gewann er am 2. September 2006 im slowenischen Kranj erstmals ein Grand-Prix-Springen. In der Grand-Prix-Gesamtwertung belegte er in diesem Jahr den vierten Rang. Nachdem er zum Auftakt der darauffolgenden Winter-Saison 2006/07 im finnischen Kuusamo den zweiten Platz ersprungen hatte, erreichte Ammann beim nächsten Wettbewerb im norwegischen Lillehammer nach mehr als viereinhalb Jahren seinen zweiten Weltcupsieg. Durch den zweiten Platz von Andreas Küttel war es der erste und bis heute einzige Doppelsieg zweier Schweizer Skispringer. Nach einem weiteren zweiten Platz in Engelberg fuhr Ammann im Gelben Trikot des Gesamtweltcupführenden zur unmittelbar danach stattfindenden Vierschanzentournee 2006/07, welche er nach zwei dritten Plätzen in Innsbruck und Bischofshofen auf dem dritten Rang beendete.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2007 im japanischen Sapporo gewann er zwei Medaillen. Zunächst wurde er am 24. Februar 2007 Weltmeister im Einzelspringen von der Grossschanze. Dabei siegte er mit einem Vorsprung von 0,2 Punkten vor dem Finnen Harri Olli auf dem Silberrang. Dritter wurde Roar Ljøkelsøy. Im Teamspringen erreichte er, wiederum mit Michael Möllinger, Guido Landert und Andreas Küttel an seiner Seite, den siebenten Platz. Abschliessend gewann er im Einzelspringen von der Normalschanze die Silbermedaille hinter Adam Małysz und vor Thomas Morgenstern. Am 18. März 2007 gewann er zum zweiten Mal das Weltcupspringen in Oslo. Den Gesamtweltcup 2006/07 beendete er hinter Adam Małysz und Anders Jacobsen auf Platz drei. Die Schweiz lag am Saisonende auch in der Nationenwertung auf dem dritten Rang.

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