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Sigvard von Wietersheim

Deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr

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Sigvard Edgar Georg von Wietersheim (* 16. Juli 1926 in Kemnitz, heute zu Werder (Havel); † 6. Juni 2021) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.

Sigvard von Wietersheim wurde als Sohn eines Oberst in das ehemalige Adelsgeschlecht Wietersheim geboren. Von Juli bis August 1943 war er Luftwaffenhelfer bei der 3. Batterie der Flak-Abteilung 368 in Schweinfurt. Von August bis November 1943 war er beim Reichsarbeitsdienst in der Abteilung 4/130 in Arneburg. Am 2. Januar 1944 trat er als Offizier-Anwärter bei der Panzer-Ersatz-Ausbildungs-Abteilung 4 in Neuruppin in die Wehrmacht ein, wurde im November 1944 Unteroffizier und war von Januar 1944 bis Mai 1945 Richtschütze und Gruppenführer in der II. Abteilung des Panzer-Regiments 6, später in der Divisionskampfschule der 3. Panzer-Division in Polen, Ungarn und in Österreich (Steiermark). Währenddessen war er infolge Verwundung von Dezember 1944 bis Januar 1945 im Lazarett. Am 1. Mai 1945 wurde er Fahnenjunker-Unteroffizier und kam im Mai 1945 in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Von September 1945 bis Juni 1946 war von Wietersheim Angestellter beim 56. United States Quartermaster Depot in Gießen. Danach absolvierte er von Juli 1946 bis Oktober 1948 eine Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Mitteldeutschen Kreditbank (Commerzbank) und war danach von November 1948 bis April 1956 kaufmännischer Angestellter, später stellvertretender Leiter, Abteilungsassistent und Auslandskorrespondent bei der Kali Chemie AG in München, Brüssel und Hannover.

Am 2. Mai 1956 trat von Wietersheim als Fähnrich in die Bundeswehr ein und durchlief bis Februar 1957 die Offizierausbildung an der Heeresoffizierschule I in Hannover. Am 25. Februar 1957 erfolgte die Ernennung zum Leutnant. Von September bis Oktober 1957 war er Zugführer im Panzerbataillon 5 in Koblenz und von Oktober 1957 bis August 1959 im Panzerbataillon 25, was zum Panzerbataillon 153 umbenannt wurde, in Koblenz. Von September 1959 bis Mai 1960 war er Reiseoffizier beim Inspizienten der Panzertruppe im Truppenamt in Köln.

Von Mai 1960 bis Dezember 1961 absolvierte von Wietersheim den Generalstabslehrgang an der Ecole Supérieure de Guerre in Paris in Frankreich, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde, und war anschließend Generalstabsoffizier für Militärisches Nachrichtenwesen der 2. Panzergrenadierdivision in Marburg. Von April bis August 1964 wurde er im Führungsstab der Streitkräfte II 8 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn zum Attaché ausgebildet und war von September 1964 bis September 1967 Attaché-Gehilfe an der Deutschen Botschaft Paris in Frankreich, von Oktober 1967 bis März 1970 Bataillonskommandeur des Panzerbataillons 24 in Braunschweig, von April 1970 bis August 1972 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) in der Abteilung Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, von September 1972 bis Juni 1976 Heeresattaché an der Deutschen Botschaft Paris, von Juli 1976 bis September 1977 stellvertretender Leiter der Operationsabteilung im Hauptquartier der Allied Forces Central Europe der NATO in Brunssum in den Niederlanden, von Oktober 1977 bis September 1981 stellvertretender Brigadekommandeur und Kommandeur Brigadeeinheiten der Panzerbrigade 12 in Amberg und von Oktober 1981 bis September 1983 Chef des Stabes des Deutschen Militärischen Vertreters (National Military Representative) beim Supreme Headquarters Allied Powers Europe der NATO in Mons in Belgien.

Im Oktober 1983 wurde von Wietersheim zum Brigadegeneral ernannt und Verteidigungsattaché an der Deutschen Botschaft Paris in Frankreich. Mit Ablauf des September 1986 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Von Wietersheim war verheiratet, evangelisch und hatte drei Kinder. Er war Schwiegersohn des Generalmajors Oskar Munzel und starb 2021 im Alter von 94 Jahren.

Panzervernichtungsabzeichen in Silber (1945)

Verwundetenabzeichen in Schwarz (1945)

Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1986)

Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen

Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 172.

Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 560.

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