Sieghard Knodel (* 13. Februar 1961 in Korntal) ist ein deutscher Politiker (parteilos, bis 2025 AfD) und seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Der Betriebswirt und Landmaschinenmechanikermeister Knodel trat 2021 der Alternative für Deutschland (AfD) bei und zog nach der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 über den 18. Platz der Landesliste der AfD Baden-Württemberg in den 21. Deutschen Bundestag ein.
Knodel erklärte am 5. Mai 2025 seinen Austritt aus der AfD. Er werde dem Bundestag künftig als fraktionsloser Abgeordneter angehören. Er begründete seinen Austritt mit der Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ durch den Verfassungsschutz. Er müsse sein „privates und geschäftliches Umfeld“ schützen und erachte diesen Schritt daher als unvermeidlich, auch wenn er ihn „sehr ungern“ gehe. Jedoch sei der Druck auf ihn und sein Unternehmen durch seine AfD-Mitgliedschaft zu groß geworden und Kunden hätten angekündigt, ihre Geschäftsbeziehungen mit ihm zu beenden.
Er ist beratendes Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Im Januar 2026 geriet Knodel in die Kritik, weil er mehrere Monate lang nicht an Plenarsitzungen teilgenommen hatte und kein Wahlkreisbüro unterhält.
Er selbst begründete sein Fernbleiben mit gesundheitlichen Problemen durch Burn-out.
Er sagte in einem Interview, er habe keine Gewissensbisse wegen der vielen Abwesenheiten, da seine Firma so viel Steuern an den Staat gezahlt habe, dass er nun einmal etwas zurückbekommen könne. Bis Ende Juli 2026 fehlte er bei 59 von 68 namentlichen Abstimmungen und hielt auch keine einzige Rede. Arbeitsverweigerung sei das nicht, als „fraktionsloser Einzelkämpfer“ könne er „sowieso nichts bewegen“.
Knodel hat den menschengemachten Klimawandel verneint und eine Abschaffung der CO2-Besteuerung befürwortet. In einem Interview im Januar 2026 behauptete er, CO2 in der Atmosphäre sei das „Lebenselixier der Atemluft“.
Sieghard Knodel auf abgeordnetenwatch.de
Sieghard Knodel auf bundestag.de