Siegfried Häckel (* 30. November 1929 in Leutenberg; † 6. November 2013) war ein deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Häckel absolvierte das Abitur und war anschließend Praktikant und Werkstudent in Baden-Württemberg. Von 1952 bis 1956 studierte er Rechtswissenschaft und Staatswissenschaften in Würzburg und Heidelberg. Am 2. Mai 1956 trat er als Offizieranwärter beim Panzeraufklärungslehrbataillon in Bremen in die Bundeswehr ein, besuchte 1957 die Heeresoffizierschule II in Husum sowie Hamburg und die Panzerjägerschule in Bremen. 1957 wurde er zum Leutnant ernannt, war ab Januar 1958 Zugführer im Panzerjägerbataillon 3 in Neumünster, ab Mai 1959 Zugführer eines Transportzuges im Panzerbataillon 144 in Koblenz und ab April 1960 Kompaniechef der 3. Kompanie jenes Bataillons.
Von Oktober 1963 bis September 1965 absolvierte Häckel den 6. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Im Oktober 1965 wurde er zum Major befördert und Generalstabsoffizier für Personalwesen (G 1) der 12. Panzerdivision in Tauberbischofsheim und Würzburg. Ab Oktober 1968 war er Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der Panzerbrigade 15 in Koblenz und von Oktober 1969 bis September 1972 G 3 Organisation/Operation im Territorialkommando Süd in Heidelberg. Anschließend war er bis 1974 Dozent für militärische Landesverteidigung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Er wurde zum Oberst ernannt und war von Oktober 1974 bis 1977 stellvertretender Brigadekommandeur der Panzerbrigade 12 in Amberg.
Häckel war ab 1977 als G 1 und Abteilungsleiter I im Streitkräfteamt in Bonn eingesetzt und ab April 1979 als Stellvertreter des Amtschefs und Chef des Stabes des Streitkräfteamtes. Von Oktober 1981 bis März 1984 war er Stellvertreter des Amtschefs und Leiter Fachabteilungen im Streitkräfteamt. Im April 1984 trat er seine letzte Verwendung als stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim an. Mit Ablauf des März 1987 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Häckel war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Söhne. Er starb 2013 im Alter von 83 Jahren.
1987: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
1989: Legion of Merit, Degree of Officer
Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen
Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 200–201.
Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 56.