Siegfried Adam (* 24. April 1943 in Dohna; † 19. Februar 2012 in Dresden) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Adam absolvierte eine Lehre als Dekorationsmaler und besuchte von 1959 bis 1963 die Arbeiter- und Bauernfakultät der Hochschule für Bildende Künste Dresden, wo er das Abitur erwarb. Danach leistete er Dienst bei der NVA.
Von 1965 bis 1970 studierte er Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner, Günter Horlbeck und Paul Michaelis, bei dem er auch sein Diplom erhielt. Seit 1970 war Adam freischaffend als Maler und Grafiker in Dresden tätig, bis 1990 als Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Während eines Aufenthalts in Paris begann er 1981, sich mit der Technik der Frottage zu beschäftigen. Seit 1991 gab er an der Volkshochschule in Dresden Kurse für Porträt, Stillleben und Malerei.
Die Grabstätte Adams befindet sich auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden-Friedrichstadt.
„Siegfried Adam zählt mit seinem reifen Werk zu Dresdens wichtigen Künstlergrößen. Ihm, der ähnlich dem ‚schwankenden Boot‘, einer Arbeit aus dem Jahr 2004, im Leben auf- und abgestiegen ist, war die Kunst immer wieder bis zuletzt der Strohhalm, an dem er sich in Krisen festhielt und an dem er das Terrain der Kunstausübung zäh und lustvoll durchschwamm.“
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Adams (mutmaßlich unvollständig)
Dresden: Kunstfonds des Freistaats Sachsen
Dresden: Städtische Galerie Dresden
Schwerin: Staatlichen Museum Schwerin
Abend am Japanischen Palais (1977; Öl, 80 × 90 cm; Städtische Galerie Dresden; Inv. 1987 / k 15)
Großstadtleben (1979, Mischtechnik, 109 × 116 cm; Kunstfonds des Freistaats Sachsen)
Fernes Land (1989, Öl, 80 × 100 cm; Kunstfonds des Freistaats Sachsen)
Elbbrücke (1987; Öl, 115 × 140 cm; auf der X. Kunstausstellung der DDR)
1981 Dresden, Foyer des Staatstheaters
1984 Dresden, Bezirkskrankenhaus Dresden-Friedrichstadt
1988 Dresden, VEB Denkmalpflege Dresden
1989 Pirna, Kunstseidenwerk „Siegfried Rädel“