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Shell plc

Mineralöl- und Erdgas-Unternehmen

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Die Shell plc (bis Januar 2022 Royal Dutch Shell plc) ist eines der weltweit größten Mineralöl- und Erdgasunternehmen. Der Konzern ist in mehr als 70 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit rund 86.000 Mitarbeiter (Stand 2026). Im Jahr 2022 erzielte Shell einen Gesamtumsatz von 386,2 Mrd. US-Dollar. Etwa eine Million Anleger halten rund acht Milliarden Aktien. Das Unternehmen ist in das Handelsregister in London eingetragen, wo sich seit 2022 auch die Hauptverwaltung befindet.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2019 ergab, dass Royal Dutch Shell als Lieferant von Produkten an dem Ausstoß von 31,95 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent seit 1965 beteiligt war. Das Unternehmen liegt damit auf Platz sieben der in der Untersuchung aufgeführten Unternehmen.

Im Jahr 2022 erzielte das Unternehmen mit 39,9 Milliarden US-Dollar den bis dahin höchsten Gewinn v.St. seiner 115-jährigen Unternehmensgeschichte. Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich der Unternehmensgewinn etwa verdoppelt.

Die Marke und die Unternehmensgruppe Shell gehen zurück auf die Gründung eines Kuriositätengeschäfts im Jahre 1833 im Londoner East End durch Marcus Samuel. Ein Großteil seines Handels basierte auf dekorativen Muscheln (engl. shell), die zur Ornamentierung für Schachteln oder als Sammlerobjekte im viktorianischen England beliebt waren und von ihm aus Fernost importiert wurden.

Seine zwei Söhne, der gleichnamige Marcus Samuel, der spätere 1. Viscount Bearsted, sowie Samuel Samuel, führten das Geschäft fort. Der Muschelimport wurde zu einem Import-Export-Handel weiterentwickelt, der sich zum Transport von Kerosin zu Beleuchtungszwecken wandelte. Schließlich kam es 1890 zur Entscheidung, Tankschiffe zum Öltransport unter dem Firmennamen The Shell Transport and Trading Company p.l.c. (London) zu bauen. Dieses Transportgewerbe wurde im Weiteren ergänzt durch Förderung (Öl-Quellen-Fund in Borneo, 1897) und Raffinierung von Öl. Marcus Samuel jun. behielt den etablierten Firmennamen des Vaters aus Sentimentalität bei. Ferner verwendete er aus Tradition die Kammmuschel als Logo.

1907 schloss Henri Deterding die N.V. Koninklijke Nederlandse Petroleum Maatschappij in Den Haag mit M. Samuels Firma zusammen. Es entstand die Royal Dutch Shell Gruppe.

Die N.V. Koninklijke Nederlandsche Maatschappij tot Exploitatie van Petroleumbronnen in Nederlandsch-Indië war 1890 gegründet worden. König Wilhelm III. hatte sich mit 25 % an ihr beteiligt und der Aktiengesellschaft daher auch die Firmierung unter dem Titel Königliche gestattet. Die Besitzanteile lagen bei 60:40 für die niederländische Gesellschaft. Beide Unternehmen bündelten ihr Geschäft, blieben aber einzeln als Holdinggesellschaften bestehen. Das niederländische Unternehmen wurde zur Royal Dutch Petroleum Company umbenannt. Im Juli 2005 wurden beide Unternehmen zur Royal Dutch Shell plc vereinigt, einer Aktiengesellschaft nach englischem Recht, die an den Börsen in London, Amsterdam und New York notiert war. Der Unternehmenssitz zu dieser Zeit war Den Haag.

Zu den Großaktionären des Unternehmens gehört unter anderem das niederländische Königshaus. Seine durch verschiedene Familienstiftungen gehaltene Beteiligung am Gesamtkonzern wird heute auf etwa 3,5 % geschätzt.

Im April 2015 vereinbarte Shell die Übernahme der britischen BG Group für 47 Mrd. Pfund.

Wie Shell im Februar 2016 mitteilte, sei die Übernahme der BG Group vollständig abgeschlossen.

Im November 2021 gab Royal Dutch Shell bekannt, seine Hauptverwaltung sowie den Steuersitz von Den Haag nach London zu verlegen und sich ab 2022 in Shell plc umzubenennen.

Im April 2026 vereinbarte Shell die Übernahme des kanadischen Erdöl- und Erdgasunternehmens ARC Resources.

2005 erwirtschaftete Shell einen Gewinn von 25,3 Milliarden US-Dollar, der Umsatz betrug 379 Mrd. US-Dollar.

Im Jahr 2007 konnte Shell seinen Gewinn auf 31,3 Mrd. US-Dollar steigern, dies bedeutet ein Plus von 23 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz konnte auf 356 Mrd. US-Dollar gesteigert werden, ein Plus von 12 %.

Im Jahr 2011 stieg der Umsatz auf 470,17 Mrd. US-Dollar und war damit so hoch wie noch nie zuvor (368,08 Mrd. US-Dollar im Jahr 2010).

Der Nettogewinn betrug 30,92 Mrd. US-Dollar.

Durch den starken Ölpreisverfall 2015 ging der Umsatz der Shell Gruppe für das Jahr 2016 auf 233,6 Mrd. US-Dollar zurück. Der Gewinn sank auf 4,8 Mrd. US-Dollar.

Shell ist weltweit in fünf Geschäftsbereichen aktiv:

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