An diesem Tag

Schweizerisches Bundesarchiv

Nationales Archiv der Schweizerischen Eidgenossenschaft in der Stadt Bern, Schweiz

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Das Schweizerische Bundesarchiv (BAR) (französisch Archives fédérales suisses (AFS), italienisch Archivio federale svizzero (AFS), rätoromanisch Archiv federal svizzer (AFS)) in Bern hat die gesetzliche Aufgabe, archivwürdige Unterlagen der schweizerischen Bundesversammlung, des Bundesrats, der Bundesverwaltung und der Schweizer Vertretungen im Ausland zu sichern, zu erschliessen, zu vermitteln und auszuwerten. Es leistet damit gemäss Bundesgesetz über die Archivierung einen Beitrag zur Rechtssicherheit sowie zur kontinuierlichen und rationellen Verwaltungsführung und macht staatliches Handeln nachvollziehbar. Es ist verwaltungstechnisch dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) angegliedert. Direktor des Bundesarchivs ist seit 2018 Philippe Künzler.

1849–1861 Eidgenössisches Archiv (unter der Bundeskanzlei)

1861–1887 Eidgenössisches Archiv (unter der Kanzlei EDI)

1888 Eidgenössisches Staatsarchiv (unter der Kanzlei EDI)

1889–1909 Staatsarchiv (unter der Kanzlei EDI)

1909–1914 Staatsarchiv (unter dem Sekretariat und Abteilung für Kultur, Wissenschaft und Kunst)

1915–1969 Bundesarchiv (unter dem Sekretariat und Abteilung für Kultur, Wissenschaft und Kunst)

1969–1975 Bundesarchiv (unter dem Sekretariat / Generalsekretariat und Abteilung für kulturelle Angelegenheiten)

1975–1979 Bundesarchiv (unter dem Generalsekretariat EDI)

1979 – Schweizerisches Bundesarchiv (unter dem EDI)

Die ältesten Bestände des Archivs gehen auf das am 18. Dezember 1798 gegründete Zentralarchiv der Helvetischen Republik zurück, darauf folgten die Archive der Mediationszeit (1803 bis 1813), der Tagsatzungsperiode (1814 bis 1848) und des Bundesstaats (seit 1848). Auch diverse Privatarchive von Personen gesamtschweizerischer Bedeutung lagern im Bundesarchiv. Die meisten dieser Unterlagen sind frei zugänglich. Für Unterlagen jüngeren Datums gilt in den meisten Fällen eine Schutzfrist von 30 Jahren. Bei Unterlagen mit besonders schützenswerten Personendaten kann die Schutzfrist auch 50 Jahre oder länger betragen, gemäss dem Bundesgesetz über die Archivierung. Um Einsicht in noch geschützte Unterlagen zu erhalten, kann ein Einsichtsgesuch ans Bundesarchiv gestellt werden. Für die Bewilligung ist dann meist diejenige Stelle zuständig, welche die Unterlagen erstellt hat.

Aktuell befinden sich im Bundesarchiv ca. 70'000 Laufmeter analoge und über 15 Terabyte digitale Unterlagen. Durch die Umstellung der Bundesverwaltung auf die digitale Geschäftsverwaltung (GEVER) werden zukünftig fast nur noch Unterlagen in digitaler Form archiviert werden. Analoge Bestände, die besonders gefragt sind, werden teilweise digitalisiert und online zur Verfügung gestellt.

Das Archiv ist in einem von 1896 bis 1899 unter Theodor Gohl errichteten Archiv- und Bibliotheksgebäude an der Archivstrasse 24 im Berner Kirchenfeldquartier untergebracht. Bis 1931 teilte das Archiv die Räumlichkeiten mit der Schweizerischen Nationalbibliothek. 1980 bis 1985 wurde das Gebäude vollständig renoviert und um einen unterirdischen Magazintrakt erweitert, in dem heute der weitaus grösste Teil der Bestände lagert.

Leiter des Bundesarchivs sowie der Vorgängerinstitutionen

Liste der Kulturgüter in Bern im Stadtteil IV, Kirchenfeld-Schosshalde

Martin Fröhlich: Das Schweizerische Bundesarchiv in Bern (= Schweizerische Kunstführer. Band 665). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1999, ISBN 3-85782-665-7.

Catherine Santschi: Bundesarchiv. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

Website des Schweizerischen Bundesarchivs

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