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Schlacht um Daejeon

Die Schlacht um Daejeon (englisch Battle of Taejon) fand vom 16. bis zum 20. Juli 1950 statt. Sie war eine der ersten Sc

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Die Schlacht um Daejeon (englisch Battle of Taejon) fand vom 16. bis zum 20. Juli 1950 statt. Sie war eine der ersten Schlachten des Koreakriegs zwischen der United States Army und den Streitkräften der Volksrepublik Nordkorea (Koreanische Volksarmee). Es ging primär darum, die Positionen der 24th Infantry Division (24th ID) in der Umgebung der Stadt Daejeon, die ein wichtiger Transport-Knotenpunkt war, zu verteidigen. Die Regimenter der 24th ID waren nach zwei Wochen heftiger Kämpfe am Rande ihrer Leistungsfähigkeit angelangt.

Die gesamte 24th ID war um die Stadt Daejeon versammelt und hielt hier eine Linie entlang dem Kum-Fluss zum Ostrand der Stadt. Behindert durch einen Mangel an Kommunikationsmitteln und Ausrüstung sowie zu wenig schwere Waffen, um die Angreifer wirksam zu bekämpfen, wurden die mangelhaft ausgebildeten, schlecht ausgerüsteten und sich in der Unterzahl befindlichen US-Soldaten nach einiger Zeit vom Fluss in die Stadt zurückgedrängt. Hier entwickelte sich ein dreitägiger Häuserkampf, in dem sich die Verteidiger immer weiter zurückziehen mussten, und den sie schließlich gezwungen waren, abzubrechen. Obwohl sie die Stadt nicht halten konnten, gelang es, die Nordkoreaner so lange aufzuhalten, bis Verstärkungen herangeführt worden waren und die (7th Infantry Division, 25th Infantry Division, 1st Cavalry Division sowie andere Einheiten der Eighth Army) weiter südlich am Busan-Perimeter eine Riegelstellung errichten konnten.

Ohne die Verzögerung der nordkoreanischen Angriffsbewegung bei Daejeon bleibt es zweifelhaft, ob der Busan-Perimeter hätte gehalten werden können. Während der Kämpfe geriet Major General William F. Dean, Kommandeur der 24th Infantry Division, in Gefangenschaft. Er war der ranghöchste Offizier, den die Nordkoreaner während dieses Krieges gefangen nahmen.

Als Reaktion auf die Invasion Südkoreas durch seinen nördlichen Nachbarn, die „Demokratische Volksrepublik Korea“, sahen sich die Vereinten Nationen veranlasst, einzugreifen und Truppen zu schicken. Die Hauptlast an der Mission trugen die Vereinigten Staaten, die bald darauf begannen erste Einheiten in Bewegung zu setzen. Die Verbände der USA in Fernost waren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ständig verringert worden, die am nächsten stationierte Einheit war die schwache 24th Infantry Division der Eighth United States Army in Japan.

Die Division war unterbesetzt und mit veraltetem Material aus den Jahren 1945 und früher ausgerüstet, was auf die Kürzungen im Verteidigungsetat durch Louis A. Johnson zurückzuführen war. Trotzdem wurde die Division nach Südkorea verlegt. Kurz vor Beginn der Schlacht fanden in der Umgebung von Daejeon Massaker durch die Südkoreaner an zwischen 3000 und 7000 Landsleuten statt, die man linkspolitischer Umtriebe verdächtigt und gefangengesetzt hatte. Diese Gefangenen wurden von südkoreanischen Truppen erschossen und in Massengräbern verscharrt. Ein US-amerikanischer Fotograf konnte das Geschehen teilweise dokumentieren.

Aufgabe der 24th Infantry Division

Die „Task Force Smith“, eine Vorausabteilung der 24th Infantry Division hatte in der Schlacht bei Osan am 5. Juli, dem ersten Aufeinandertreffen der United States Army und der Nordkoreaner, hohe Verluste zu verzeichnen. Die Überlebenden der „Task Force Smith“ zogen sich nach Pyongtaek zurück, wo die Amerikaner erneut geschlagen wurden. Die 24th Infantry Division wurde von den Nordkoreanern immer weiter zurückgedrängt, was auch auf die Unterzahl und die mangelhafte Ausrüstung der Amerikaner zurückzuführen war. Dazu kam Unerfahrenheit und teilweise Undiszipliniertheit.

Am 12. Juli befahl der Divisionskommandeur, Major General William F. Dean, den drei Regimentern seiner Division, 19th Infantry Regiment, 21st Infantry Regiment und 34th Infantry Regiment, sich über den Kum-Fluss zurückzuziehen und auf der Uferlinie eine Verteidigungsstellung zu errichten. Alle Brücken waren zu sprengen.

Daejeon, etwa 170 km südlich von Seoul und etwa 220 km nordwestlich von Busan gelegen, war das Hauptquartier der 24th Infantry Division. Dean bildete hier mit dem 34th Infantry Regiment und dem 19th Infantry Regiment eine Verteidigungslinie im Osten und hielt das angeschlagene 21st Infantry Regiment in Reserve zurück. Der Kum-Fluss umschloss die Stadt weitläufig im Norden und Westen, womit die Verteidigungslinie zwischen 17 und 25 km vor der Stadtgrenze lag. Im Süden wurde die Stadt vom Sobaek-Gebirge umschlossen. Daejeon war ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt für Bahntransporte zwischen Seoul und Taegu, auch gingen von hier die Nebenlinien in das Hinterland ab. Die Stadt war somit für beide Seiten von erheblicher strategischer Bedeutung. Die Amerikaner mussten unter allen Umständen versuchen den nordkoreanischen Vormarsch zu verlangsamen, um so die Fertigstellung des Pusan-Perimeters zu ermöglichen.

Die 24th Infantry Division bestand aus drei Infanterieregimentern, von denen jedes einen kriegsmäßigen Soll-Bestand von 3000 Mann hatte. Diese Mannschaftsstärke wich jedoch bereits vor den Kämpfen vom tatsächlichen Ist-Bestand ab und verringerte sich in den ersten beiden Wochen nach dem Eintreffen auf dem Kriegsschauplatz weiter. Das 21st Infantry Regiment verfügte nur noch über 1100 Mann, bei Verlusten von 1433 Mann. Das 34th Infantry Regiment verfügte lediglich über 2020 Mann und das 19th Infantry Regiment über 2276 Mann. Weitere 2007 Mann bildeten die Divisionsartillerie der 24th Infantry Division. Der Gesamtbestand an Kampftruppen der Division betrug demnach 11.400 Mann. Jedes der Regimenter hatte statt drei nur zwei Bataillone.

Eine große Anzahl der Männer musste wegen völliger Erschöpfung aus dem Kampf abgelöst werden. Die Kampfmoral war niedrig, da die Männer unter ständigem Schlafmangel litten. Die hohen Verluste unter den erfahrenen Offizieren zwangen dazu, deren Aufgaben auf unerfahrene, jüngere Offiziere und sogar auf Unteroffiziere zu übertragen.

Zusätzlich zu den Menschenverlusten kam der Mangel an Ausrüstung. Verluste aus früheren Gefechten reduzierten die Divisionsartillerie auf zwei Bataillone. Fernmeldegerät, Waffen und Munition waren nur in begrenzten Mengen vorhanden, da große Mengen in vorangegangenen Gefechten verloren gegangen oder zerstört worden waren. Die meisten der Sprechfunkgeräte waren defekt, Batterien, Feldtelefonkabel und Feldtelefone waren nur in geringer Menge vorhanden – einige Kompanien hatten nur ein Sprechfunkgerät pro Zug. Aus diesem Grund wurden die Aktionen der einzelnen Einheiten stark behindert. Die Division verfügte über keine Panzer, die zugewiesenen neueren leichten M24 Chaffee und veralteten M4 Sherman waren noch im Zulauf.

Eine der wenigen Waffen, die den nordkoreanischen T-34-Panzer wirksam bekämpfen konnte, war die 3.5 inch M20 Super Bazooka mit M28A2-HEAT-Munition (High Explosive Anti Tank – Hohlladungsgeschoss). Aber auch davon war nur eine geringe Stückzahl vorhanden.

Die nordkoreanischen Pläne sahen drei von Panzern unterstützte Divisionen für einen Angriff von drei Seiten auf Deajeon vor. Die 3. Division wurde von Norden flankierend angesetzt, die 4. Division sollte den Fluss Kum von Osten und Süden überqueren und die US-amerikanischen Truppen in der Stadt einschließen. Teile der 105. Panzerdivision sollten zur Unterstützung eingesetzt werden. Die 2. Division sollte von Chongju die amerikanische rechte Flanke angreifen, kam jedoch zu spät, um noch eingesetzt zu werden.

Die Nordkoreaner erschienen mit der 3. und 4. Division unterstützt durch mehr als 50 Panzer vor der Stadt. Jede der nordkoreanischen Divisionen verfügte normalerweise über 11.000 Mann, womit sie ungefähr doppelt so stark waren wie die Amerikaner. Die Kampfmoral der Nordkoreaner war jedoch nicht besonders hoch, da ihre Ausrüstung durch Luftangriffe und ständigen Verschleiß im Kampf nicht mehr ausreichend war. Politische Kommissare versprachen den Truppen Erholung in Daejeon, sobald die Stadt eingenommen sei.

Erster nordkoreanischer Angriff

Am Morgen des 14. Juli stellten Soldaten des 3rd Battalion 34th IR von den Höhen über dem Kum-Fluss fest, dass Panzer vom Typ T-34 den Fluss überquerten. Sie wurden von diesen Panzern bereits von der gegenüberliegenden Seite des Flusses, allerdings ohne Wirkung, beschossen. Am Vormittag des gleichen Tages begann die nordkoreanische Infanterie damit, den Fluss auf Booten zu überqueren. Zur Feuerunterstützung wurden die amerikanischen Linien mit Mörsern und Artillerie beschossen. Begünstigt durch die mangelhafte bzw. nicht vorhandene Kommunikation unter den US-Einheiten gelang es den Angreifern die Stellungen zu überrennen. Das weiter nördlich liegende 1st Battalion wurde ebenfalls massiv angegriffen und versuchte zunächst, die Angreifer durch Artilleriefeuer abzuwehren, musste sich jedoch schließlich in eine Auffangstellung zurückziehen.

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