An diesem Tag

Schlacht bei Wagram

Schlacht der Koalitionskriege

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In der Schlacht bei Wagram am 5. und 6. Juli 1809 besiegten Napoleons französische Truppen Erzherzog Karl von Österreichs österreichische Armee in der Nähe von Wien. Dies war gleichzeitig das Ende des Fünften Koalitionskrieges. Die Schlacht wurde auf dem Marchfeld in der Ebene zwischen der Donauauenregion Lobau und der niederösterreichischen Ortschaft Deutsch-Wagram geführt. Maximal 300.000 Soldaten trafen in dieser bis dahin größten Schlacht der napoleonischen Kriege aufeinander, in der die Artillerie eine entscheidende Rolle spielte. Insgesamt beliefen sich die Verluste auf bis zu 78.000 Soldaten, wobei die Österreicher mehr Soldaten verloren als die Franzosen und deren Verbündete.

Nach der taktischen Niederlage in der Schlacht bei Aspern am 22. Mai 1809 verstärkte Napoleon seine Hauptarmee durch die Bayrische Division unter General Wrede. Gleichzeitig bereitete er seine Truppen auf der Insel Lobau östlich von Wien für einen zweiten Angriff vor, der den Krieg entscheiden sollte. Während andere Teile der österreichischen Armee seine Generäle Marmont in Dalmatien und Poniatowski in Galizien beschäftigten, führte die gleichzeitige Revolte von Andreas Hofer in Tirol dazu, dass Napoleon keine weiteren bayrischen Truppen an sich ziehen konnte.

Zur gleichen Zeit drohte auch England mit Truppenlandungen an der Nordseeküste, was dazu führte, dass auch aus Frankreich nicht mit Ersatz gerechnet werden konnte. Aus diesen Gründen hatte Napoleon bereits vorsorglich auch seine italienische Armee nach Norden berufen. Die Truppen des Vizekönigs Eugène de Beauharnais mussten aber zuvor versuchen, die sich ihr entgegenstellende Armee von Innerösterreich unter Erzherzog Johann zu schlagen. Eugene verfolgte den Gegner erfolgreich durch die Steiermark und konnte ihm am 14. Juni in der Schlacht bei Raab empfindliche Verluste beibringen. Trotzdem versuchte Erzherzog Johann seinerseits, dem Befehl seines Bruders Karl zu folgen und diesem sein etwa noch 13.000 Mann starkes Korps als Verstärkung durch Umwege über Marchegg zuzuführen. Der über diese Vorgänge informierte Napoleon traf derweil in der Lobau selbst Vorbereitungen, die österreichische Hauptarmee Erzherzog Karls nochmals anzugreifen.

Aufmarsch der gegnerischen Truppen

Anfang Juli glich die Lobau einem riesigen Nachschublager. Napoleon war nach der Ankunft der italienischen Armee an Truppenzahl dem Gegner überlegen und an Material vollständig aufgerüstet, um erfolgreich eine neue Schlacht wagen zu können. Beim nächtlichen Lobauübergang vom 4. auf den 5. Juli kam es zu Verzögerungen, da der Stabschef Napoleons, Marschall Louis-Alexandre Berthier, irrtümlicherweise zwei Korps dieselbe Brücke zur Flussüberquerung zugewiesen hatte. Die Korps Davout, Masséna und Oudinot konnten, mehrere Übergänge benutzend, allerdings rechtzeitig ihre Aufmarschpositionen bei Aspern-Eßling einnehmen. Bernadotte und die sächsischen Truppen schlossen sich ihnen an, so dass bereits um drei Uhr morgens 40.000 Mann zwischen Mühlleiten auf der Schusterwiese und dem Haselgrund übergesetzt waren. Bei Wittau bildete das III. Korps den rechten Flügel. Am 5. Juli mittags war der Aufmarsch abgeschlossen, am Brückenkopf gegenüber Groß-Enzersdorf hatten die Franzosen für den ersten Angriff über 150.000 Soldaten versammelt.

Napoleons Armee bestand am 5. Juli aus folgenden Truppenteilen:

IV. Korps kommandiert von Masséna

Sächsisches IX. Korps kommandiert von Bernadotte

II. Korps kommandiert von Oudinot

III. Korps kommandiert von Davout

Italienische Armee mit dem V. und VI. Korps, kommandiert von Jacques MacDonald und Paul Grenier

Auf der anderen Seite des Schlachtfelds führte Erzherzog Karl 136.500 Soldaten ins Feld und positionierte seine Korps auf den Höhen hinter dem Rußbach. Sein V. Korps unter Fürst Reuß stand jederzeit abrufbar mit weiteren 13.000 Mann im Raum Bisamberg zur Sicherung der rückwärtigen Verbindungen und wurde bereits näher ans Schlachtfeld auf Nußdorf herangezogen. Seinen ursprünglichen Plan, dem Feind im offenen Marchfeld entgegenzutreten, hatte er auf Rat seines Generalstabschefs Maximilian von Wimpffen jedoch schnell aufgegeben, da dieser bereits erkannt hatte, dass die Zahl der französischen Eskadronen erheblich größer war als die der eigenen.

Die österreichische Armee bestand am ersten Schlachttag aus 160 Bataillonen und 148 Eskadronen:

II. Korps (Hohenzollern-Hechingen)

III. Korps (Kolowrat-Krakowsky)

Reservekavallerie (Hessen-Homburg)

Während des gesamten Aufmarsches am 5. Juli wurden die französischen Truppen durch die österreichische Artillerie unter der Leitung des Obersten Josef von Smola von den Rußbachhöhen aus beschossen. Die österreichischen Befestigungen begannen bei Stadlau und reichten über Eßling und Groß-Enzersdorf bis in die Herren-Au. Sie waren von der Vorhut des Korps Klenau und der Avantgarde der Division Nordmann gesichert; die österreichische Hauptmacht lag abwartend dahinter und bereitete die Sicherung der Verteidigungslinie am Rußbach vor. Groß-Enzersdorf wurde während dieser Kämpfe in Brand geschossen, die Brigade Mayer der Division Nordmann hielt den Ort bis 9 Uhr Vormittag im hinhaltenden Kampf.

Die österreichische Division Frehlich wurde zwischen Rutzendorf über Kimmerleinsdorf und Orth angegriffen und musste auf die Linie Wittau – Probstdorf zurückgehen. Einige österreichische Vorposten im Bereich der Orte Aspern und Eßling wurden vertrieben, und bis Mittag befand sich die Gegend um beide Orte in der Hand des Korps Masséna. Am Spätnachmittag stand die französische Armee in einem Halbkreis, fächerartig aufmarschiert, den Österreichern gegenüber. Am äußersten linken Flügel stand Masséna und hatte das österreichische VI. Korps unter Klenau über Eßling auf Aspern zurückgedrängt. Das französische Zentrum entwickelte sich bereits zwischen Aderklaa und Parbasdorf, links das Korps Bernadotte, in der Mitte die Truppen MacDonalds, rechts davon das Korps Oudinot.

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Schlacht bei Wagram | World in Stories