Die Schlacht bei Vauchamps war eine Schlacht des Sechs-Tage-Feldzuges der Befreiungskriege. Sie wird auch häufig Schlacht bei Vauchamps und Étoges genannt.
Die Schlacht fand am 14. Februar 1814 zwischen den Orten und in Frankreich statt. Sie wurde ausgetragen zwischen einer französischen Armee unter dem Kommando Napoleons und einem Kontingent der Schlesischen Armee, bestehend aus einem russischen Korps unter General Kapzewitsch und einem preußischen Korps unter General Kleist, die unter dem gemeinsamen Oberkommando von Feldmarschall Blücher standen, der der Schlacht beiwohnte. Das Ergebnis war der Rückzug der Koalitionstruppen bis Châlons-en-Champagne. Die Koalitionstruppen erlitten hohe Verluste, die napoleonischen Truppen nur geringe.
Bewegungen der napoleonischen Truppen
Am 12. Februar 1814 hatte Napoleon die beiden Korps der Schlesischen Armee unter General Sacken und General Yorck in der Schlacht von Château-Thierry zum Rückzug nach Norden auf Reims gezwungen und beiden Korps schwere Verluste zugefügt.
Am 13. Februar 1814 ließ Napoleon bis zum Nachmittag die zerstörte Brücke über die Marne in Château-Thierry wiederherstellen und eine weitere Schiffsbrücke erstellen. Dann sandte er seinen Marschall Mortier mit zwei Kavallerie-Divisionen und einer Infanterie-Division den abziehenden Koalitionstruppen nach.
Napoleon selbst und der Rest seiner Truppen setzen nicht über die Marne, denn Napoleon hatte von seinem Marschall Marmont Meldung über die Bewegungen der restlichen Korps der Schlesischen Armee unter Blücher erhalten, die ihn dazu bewogen, auf der Straße nach Montmirail dorthin zurückzumarschieren.
Marmont war nach der Schlacht von Champaubert am 10. Februar 1814 zunächst bei Champaubert zurückgeblieben, an den folgenden Tagen aber weiter nach Osten bis Étoges vorgegangen, das er zeitweise besetzt hatte.
Napoleon verlangte von seinen bei Château-Thierry südlich der Marne stehenden Truppen, noch in der Nacht vom 13. Februar 1814 auf den 14. Februar 1814 nach Montmirail zurückzugehen. Am Morgen des 14. Februar 1814 um 8:00 Uhr traf er mit dem Gros seiner Truppen wieder bei Montmirail ein und vereinigte sich mit seinen Truppen, die nach der Schlacht bei Montmirail am 11. Februar 1814 dort stehen geblieben waren.
Eine aus Spanien zurückkehrende Infanteriedivision, die in Sézanne eingetroffen war, wurde angewiesen, nach Norden auf Champaubert weiter zu marschieren. Sie kam jedoch für die Schlacht zu spät.
Die Bewegungen der Koalitionstruppen unter Blücher
Am 12. Februar 1814 hatte Blücher seine Truppen bei ruhen lassen. Am 13. Februar 1814 trafen aus noch zwei Kavallerie-Regimenter mit drei berittenen Batterien von der Mosel her kommend ein. Am selben Tage um 9:00 Uhr morgens ließ Blücher seine Truppen auf und neben der befestigten Straße nach Westen auf vorrücken. Die Vorhut des französischen Korps Marmont, die in Étoges lag, zog sich nach kurzem Geschützfeuer aus dem Ort weiter nach Westen zurück. Blücher ließ weiter vorrücken und erreichte im Laufe des Tages , wo er biwakieren ließ. Er selbst verbrachte die Nacht in Champaubert.
Eine kleine preußische Einheit von 100 Reitern und 100 Infanteristen mit zwei Geschützen hatte an diesem Tage bereits nördlich von Champaubert an der Marne besetzt. Diese meldete von dort, dass das preußische Korps Yorck nördlich der Marne stände und , auf halbem Wege zwischen Épernay und an der Marne gelegen, bereits von französischen Truppen besetzt sei. Darüber hinaus wurde Blücher die Besorgnis erregende Beobachtung gemeldet, dass die französische Bevölkerung an der Marne sich zum Widerstand gegen die Koalition bewaffne.
Eine berittene Einheit, die zur Aufklärung in einem Seitental der Marne (Tal des Surmelin) bis , 16 km vor Château-Thierry gekommen war, berichtete ähnliches, insbesondere, dass Château-Thierry und seine Umgebung in französischer Hand seien.
Von den Generalen Yorck und Sacken hatte Blücher noch keine Meldung erhalten. Diesen war es nicht gelungen, Kuriere durchzubringen.
Warum Blücher sich bei diesem Kenntnisstand nicht dafür entschied, am 14. Februar nach Norden auf Épernay abzurücken, sondern weiter nach Westen in ein verlustreiches, aussichtsloses Gefecht vorrückte, ist nicht bekannt. Weder er noch sein Generalstabschef Gneisenau haben sich je dazu geäußert.
Die Topografie des Gefechtsfeldes
Das Gefecht fand entlang der 18 Kilometer langen befestigten Straße von Vauchamp bis Étoges (heute D933) statt. Die ersten 12 Kilometer bis Champaubert verlaufen über überwiegend offenes flaches Land mit einigen Waldstücken. Im Süden fließt der Petit Morin. In diesem Abschnitt sind die Dörfer , 3 Kilometer östlich von Vauchamps und etwas nördlich der Straße gelegen, und 6,6 Kilometer östlich von direkt an der Straße gelegen.
Östlich von tritt der Wald von Étoges von Norden an die Straße heran. Am Waldrand liegen zwei Seen (Étang des Grands Grès). Östlich des Waldes liegt , 12 km weiter befindet sich .