Die Schlacht bei Sacile (oder auch bei Fontana Fredda) fand am 16. April 1809 während des Fünften Koalitionskrieges zwischen Österreich unter Erzherzog Johann und Frankreich unter Vizekönig Eugène de Beauharnais statt und endete mit einem Sieg der Österreicher. Sacile liegt ca. 60 km nördlich von Venedig und 60 km westlich von Udine in der Region Friaul.
Die österreichische Hauptarmee (zusammen ca. 190.000 Mann) unter Erzherzog Karl eröffnete den Krieg am 10. April 1809 mit ihrem Angriff auf Süddeutschland:
6 Korps der Hauptstreitmacht sammelten sich in Böhmen
2 Korps sammelten sich in Oberösterreich
Den Angriff auf das Großherzogtum Warschau in Galizien führte das
VII. Korps unter General der Kavallerie Ferdinand d’Este mit 30.000 Mann, es sollte über Krakau auf Warschau vorgehen.
Für den Angriff in Norditalien sammelten sich 2 Korps im Raum Klagenfurt und Laibach mit ca. 60.000 Mann unter dem Oberbefehl von Erzherzog Johann
VIII. Korps FML Chasteler mit 23 Bataillonen., 16 Eskadronen, 2 Pionier-Kompanien und 62 Geschützen
IX. Korps unter dem Banus von Kroatien FML Ignácz Gyulay mit 30 Bataillonen, 28 Eskadronen, 2 Pionier-Kompanien und 86 Geschütze.
Die Franzosen waren über ganz Venetien verstreut. Viele Verteidigungslinien war nicht fertig und Vizekönig Eugène über den raschen Kriegsbeginn überrascht. Einzelne Teile standen noch in der Toskana und Mittelitalien. Zwei Kolonnen mit rund 5.000 Mann waren auf dem Weg nach Augsburg. In Brixen standen geringe bayrische Truppen. Am 9. April erreicht Eugène Udine und erhielt dort die Kriegserklärung. Die Heeresgliederung nach Eberhard Mayerhoffer von Vedropolje:
Armeekommando: Eugène de Beauharnais, Vizekönig von Italien
Generalstabschef: Général de division H. F. M. Charpentier
Truppen des Hauptquartiers: 1 Bataillon, 1 Eskadron
Rechter Flügel: Général de division Jacques MacDonald
Inf.Div. Broussier 11 Bataillone, 12 Geschütze
Inf.Div. Lamarque 11 Bataillone, 10 Geschütze
Drag.Brig. Guérin 8 Eskadronen
Zentrum: Général de division Paul Grenier