An diesem Tag

Sarah Connor

Deutsche Sängerin (* 1980)

Anúncio

Sarah Connor (* 13. Juni 1980 in Delmenhorst als Sarah Marianne Corina Lewe, seit 2017 bürgerlich Sarah Terenzi-Fischer) ist eine deutsche Pop- und Soul-Sängerin. Ihren Durchbruch hatte sie 2001 mit der Single Let’s Get Back to Bed – Boy!. Ihr Debüt-Album Green Eyed Soul wurde dreifach mit Gold ausgezeichnet.

Mit From Sarah with Love, Music Is the Key, Just One Last Dance, Living to Love You und From Zero to Hero erreichte sie Platz eins der deutschen Singlecharts. Das Lied Bounce avancierte in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien zum ersten und einzigen Charthit. Daneben hatte sie mit Naughty but Nice (2005), Muttersprache (2015), Herz Kraft Werke (2019), Not So Silent Night (2022) und Freigeistin (2025) fünf Nummer-eins-Alben in den deutschen Albumcharts. Sie gehört mit über sieben Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten deutschen Sängerinnen der 2000er und 2010er Jahre.

Sarah Connor wurde 1980 in Delmenhorst als ältestes von sechs Kindern des aus New Orleans stammenden Werbetexters Michael Lewe und des ehemaligen Models Soraya geboren. Ihr Großvater väterlicherseits war Pianist für Jazz und Rhythm and Blues. Sie hat vier Schwestern und drei Brüder, davon zwei Halbbrüder, die 2008 geboren wurden. Connor wuchs mit Soul-Musik auf und sang mit sechs Jahren in einem Hamburger Gospelchor. Zur selben Zeit begann sie Streetdance-, Hip-Hop- und Jazztanzkurse zu belegen. Als sie neun Jahre alt war, zog die Familie mit ihr nach Delmenhorst. Später besuchte sie dort das Max-Planck-Gymnasium, wo sie als Schwerpunkt das Fach Musik belegte. Nebenbei nahm sie noch an der örtlichen Musikschule Unterricht, wo sie eine klassische Ausbildung in Tanz, Theater und Klavier erhielt. Mit 15 Jahren sang Connor im Schulmusical Linie 1, wo sie im Delmenhorster Theater Kleines Haus die Rolle der Sunny verkörperte. Nach Abbruch der Schule Ende der 12. Klasse machte Connor ein Medienpraktikum und war bei RTL für Big Brother und für Die Oliver Geissen Show tätig. 1997 trat Michael Jackson während seiner HIStory-Tour zweimal in Bremen auf. Beim ersten Konzert sang sie mit ihrer Schwester Anna-Maria dort im Kinderchor zu den Titeln Earth Song und Heal the World. Zu ihren Schwestern gehören Anna-Maria Ferchichi, die mit dem Rapper Bushido verheiratet ist, und Sängerin Lulu Lewe.

Bis 2000: Musikalische Anfänge und erster Plattenvertrag

Connor schickte ihr erstes Demo-Tape, auf dem sie ein Lied von Michael Jackson sang, an Martin Scholz, ein Mitglied der Boygroup Touché, die ebenfalls aus Delmenhorst stammte. Die beiden wurden ein Paar, und im Juli 1998 trat sie als Sarah Gray im Vorprogramm von Touché bei einem Konzert in Delmenhorst auf. Dieser Künstlername ging auf ihren Großvater zurück, einen irisch-amerikanischen Jazz- und R&B-Pianisten. Zusammen mit Marc van Linden nahm sie 1998 den Titel Last Unicorn auf, der im Original von Jimmy Webb zum Film Das letzte Einhorn (1982) geschrieben worden war. Den Originalsoundtrack interpretierte die Band America in ihrem Album und der Single The Last Unicorn. Nachdem die Demo-CD abgelehnt worden war, veröffentlichte Sony Music Entertainment den Titel mit dem hauseigenen Projekt In-Mood feat. Juliette und landete einen Hit. Im Dezember 1999 veröffentlichte sie beim Label Villa Entertainment die Single This Christmas, die jedoch den Sprung in die Charts verfehlte. Von 1999 bis 2001 produzierte Connor einige Demo-CDs in der Nähe von Hannover. Die großen Plattenfirmen lehnten Connor zunächst ab. Sie trennte sich von ihrem ersten Manager und tat sich mit dem Künstlermanager Carlo Vista zusammen.

Im Herbst 2000 unterzeichnete sie bei der Sonytochter X-Cell Records einen Vertrag. Der Gründer von X-Cell Records, George Glueck, war durch eine Gesangsaufnahme von Leise rieselt der Schnee, die sich auf ihrer Single This Christmas befand, auf die damals 19-Jährige aufmerksam geworden. Daraufhin brach Connor die Schule ab und zog von zu Hause aus. Um den Künstlernamen einprägsamer und internationaler zu gestalten, wurde dieser von Sarah Gray in Sarah Connor geändert. Auch diesen wählte sie in Anlehnung an ihre irisch-amerikanischen Vorfahren. Die Sängerin sagt, es bestehe kein Zusammenhang mit der gleichnamigen weiblichen Hauptfigur im Film Terminator. Zusammen mit den Produzenten Kay Denar und Rob Tyger arbeitete sie ein halbes Jahr an ihrem Debüt. Das Management von Connor übernahm weiterhin Carlo Vista, der auch für den amerikanischen R&B- und Hip-Hop-Sänger TQ als Gastsänger bei der ersten Single sorgte.

2001–2003: Kommerzieller Durchbruch

Das Musikvideo zur Debütsingle Let’s Get Back to Bed – Boy! drehten Connor und TQ in Vancouver. Die Single wurde im Mai 2001 veröffentlicht und schaffte es in vier Ländern in die Top 10 und stieg in den britischen Single-Charts auf Platz 16 ein. Hierfür erhielt Connor vom Musiksender VIVA den Comet in der Kategorie Newcomer National. Im August 2001 folgte die zweite Single French Kissing. Mit der dritten Single From Sarah with Love schaffte sie es erstmals auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Drei Wochen später erschien das Debütalbum Green Eyed Soul, das auf Platz drei der deutschen Albumcharts einstieg und innerhalb einer Woche Goldstatus erreichte. Im Juni 2002 folgte Connors erste Tournee, die Green-Eyed-Soul-Tour, die 15 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasste.

Im September 2002 erschien Connors zweites Album Unbelievable. Als Vorabsingle wurde One Nite Stand (Of Wolves and Sheep) veröffentlicht, bei der Wyclef Jean als Gastmusiker mitwirkte. Sie konnte sich auf Rang fünf der deutschen Single-Charts platzieren. Das Album Unbelievable erreichte Platz zehn der deutschen Media-Control-Albumcharts und innerhalb von 48 Stunden Goldstatus. Mit Skin on Skin, He’s Unbelievable und Bounce wurden drei weitere Singles aus dem Album ausgekoppelt, wobei Bounce in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien zum ersten und einzigen Charthit für Connor avancierte. Im Januar 2003 wurde im Alten Kesselhaus in Düsseldorf ihr erstes Videoalbum Live in Concert – A Night to Remember – Pop Meets Classic zusammen mit dem Vision-Symphonie-Orchester aufgenommen. Veröffentlicht wurde es im Oktober 2003, als Bonustrack war eine Coverversion des Beatles-Hits Yesterday enthalten. Im März 2003 verlieh ihre Heimatstadt Delmenhorst an Connor den eigens für sie geschaffenen, symbolischen Titel der „Ehrenbotschafterin“.

Connors drittes Album Key to My Soul erschien im November 2003 und enthielt die beiden bereits veröffentlichten Singles Music Is the Key (feat. Naturally 7) und Just One Last Dance (feat. Natural). Beide Singles konnten sich auf Platz eins der deutschen Charts platzieren. Die A-cappella-Gruppe Naturally 7 begleitete Connor während ihrer ersten Schwangerschaft auf einer Werbetour. Natural war die Band ihres späteren Ehemanns Marc Terenzi.

Im März 2004 stieg Connors Lied Bounce, das sie schon 2003 in Deutschland veröffentlicht hatte, auf Platz 54 in die US-amerikanischen Charts ein. Zur selben Zeit erschien das Kompilationsalbum Sarah Connor, das Stücke aus den bisher erschienenen drei Alben enthält, in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Neuseeland. In Japan wurde die Kompilation im Juni unter dem Titel Bounce veröffentlicht. Für ihre internationalen Erfolge wurde Connor im September 2004 in Las Vegas mit dem World Music Award in der Kategorie World’s Best-selling Artist/Germany ausgezeichnet.

Im November 2004 erschien die Ballade Living to Love You, mit der sich die Sängerin zum dritten Mal in Folge auf Rang 1 der deutschen Single-Charts platzieren konnte. Im Januar 2005 wurde Connor im Deutschen Theater München mit dem DIVA-Jurypreis (Deutscher-Entertainment-Preis) als Music Artist of the Year ausgezeichnet. Im Februar erhielt sie die Goldene Kamera in der Rubrik Pop national. Mit der Single From Zero to Hero, die auch Titelmelodie des Red Nose Day war, schaffte Connor es im März 2005 zum vierten Mal hintereinander an die Spitze der deutschen Singlecharts. In dem Film Robots, der im März 2005 in die Kinos kam, sprach sie den Roboter Cappy. Im selben Monat folgte ihr viertes Studio-Album Naughty but Nice, und sie erhielt den Goldenen Bravo Otto in der Kategorie Super Sängerin International. Auch das Album stieg auf Platz 1 der Album-Charts ein, und Connor besetzte in der Woche die Spitze der deutschen Album- und Singlecharts. Bereits in den ersten 48 Stunden konnte sich das Album über 100.000 Mal verkaufen und erreichte damit Goldstatus. Naughty but Nice wurde in Deutschland und der Schweiz mit Platin und mit Gold in Österreich ausgezeichnet. Es verkaufte sich mehr als 300.000 Mal.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Sarah Connor | World in Stories