Samuel Butler (* 4. Dezember 1835 in Langar bei Bingham, Nottinghamshire; † 18. Juni 1902 in London) war ein britischer Schriftsteller, Komponist, Philologe, Maler und Gelehrter.
Butler studierte in Cambridge und wanderte 1859, nach einem Streit mit seinem Vater, nach Neuseeland aus, wo er Schafe züchtete. 1864 kehrte er nach England zurück und wohnte bis zu seinem Lebensende in Clifford’s Inn in der Nähe der Londoner Fleet Street. Er verstarb 1902 in London.
1872 veröffentlichte er in seinem utopischen Roman „Erewhon“ eine Satire auf die Gesellschaft im viktorianischen England. Er blieb in mancherlei Hinsicht ein Außenseiter, auch in seiner Absage an den ungebrochenen Fortschrittsglauben des Viktorianischen Zeitalters. Butler wurde oft mit Swift verglichen und hatte besonders auf Somerset Maugham, D. H. Lawrence, H. G. Wells und James Joyce großen Einfluss.
Butler beschäftigte sich unter anderem mit der Evolutionstheorie von Charles Darwin, die er kritisierte:
Seiner anfänglichen Bewunderung für Darwin folgte eine spätere Distanzierung; gleichzeitig näherte er sich in späteren Jahren wieder der Kirche an, deren Orthodoxie er jedoch gleichzeitig kritisierte.
Bekannt ist er vor allem durch seine lustigen und kritischen Aphorismen, z. B.:
Sein nahes Interesse an der Kunst der Sacri Monti ist in Alpen und Heiligtümern des Piemont und im Kanton Tessin (1881) und Ex Voto (1888) reflektiert.
1 Erewhon, or, Over the Range (1872; auch: Erewhon, 1926)
Ergindwon, oder Jenseits der Berge. Nach der fünften Auflage von Samuel Butler's Erewhon von J.D. Barth, Leipzig 1879.
Jenseits der Berge oder Merkwürdige Reise ins Land Aipotu. Nach der 18., umgearbeiten Auflage von Erewhon. Übersetzt von Herberth E. Herlitschka. Phaidon-Verlag, Wien 1928, DNB 365316229.
Erewhon. Übersetzt von Fritz Güttinger. Manesse Verlag, Zürich 1961, DNB 450728528.
Merkwürdige Reisen ins Land Erewhon. Übersetzt von Gertrud Lugert. Bearbeitet von Horst Höhne. Mit einem Nachwort von Joachim Krehayn. Rütten & Loening, 1964, DNB 450728536.
Erewhon oder jenseits der Berge. Übersetzt von Fritz Güttinger. Eichborn (Die Andere Bibliothek #120), Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-8218-4120-6.
2 Erewhon Revisited Twenty Years Later Both by the Original Discoverer of the Country and by His Son (1901; auch: Erewhon Revisited: A Satire, 1926)
Erewhon and Erewhon Revisited (Sammelausgabe von 1 und 2; 1927)
Der Weg alles Fleisches 2 Bde. Übersetzt von Herberth E. Herlitschka. Phaidon-Verlag, Wien 1929.
Der Weg alles Fleisches. Übersetzt von Hans Kauders. Büchergilde Gutenberg, Zürich 1946, DNB 572581130.
Der Weg allen Fleisches. Übersetzt von Helmut Findeisen. Aufbau-Verlag, Berlin 1960, DNB 450728544.