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Salome Alt

Lebensgefährtin und Geliebte des Fürsterzbischofs von Salzburg

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Salome Alt, ab 1600 Alt von Altenau (* 21. November 1568 in Salzburg, der Hauptstadt des damaligen Erzstifts Salzburg; † 27. Juni 1633 in Wels, Österreich) war die Lebensgefährtin und Geliebte des Fürsterzbischofs von Salzburg Wolf Dietrich von Raitenau (1559–1617).

Die Kaufmannstochter Salome Alt war über 22 Jahre lang Lebensgefährtin des Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, dem sie 15 Kinder gebar (einige Quellen sprechen auch von 16 Kindern). Salome stammte aus einer angesehenen Salzburger Kaufmannsfamilie, sie war die Tochter des Wilhelm Alt, Kaufmann und Ratsherr in Salzburg; ihr Großvater Ludwig Alt war um 1523 sogar Bürgermeister der Stadt. Von einem Chronisten wird sie als groß gewachsen, mit rotbraunem Haar, klaren grauen Augen, breiter Stirn und als die Schönste der Stadt beschrieben.

Sie lernte Wolf Dietrich von Raitenau während einer Festlichkeit in der Alten Stadttrinkstube kennen und begab sich mit ihm in eine zunächst verborgene Unterkunft im erzbischöflichen Palais. Es heißt, sie habe danach nie mehr einen Fuß in ihr bürgerliches Elternhaus in der Sigmund-Haffner-Gasse gesetzt. Nach seiner Wahl zum Fürsterzbischof versuchte er von Rom eine Dispens zu erlangen, durch die es ihm auch als Kirchenmann möglich gewesen wäre, verheiratet zu sein. Die Familienfama berichtet sogar, dass Salome und Wolf Dietrich einen ehelichen Bund eingegangen seien, noch bevor er zum Priester geweiht wurde. Zudem ging man zu dieser Zeit von einer in Kürze bevorstehenden Aufhebung des Zölibats aus. Trotz der Vermittlungsversuche seines Onkels, des Kardinals Marcus Sitticus von Hohenems, scheiterte dieses Vorhaben. Aus der Beziehung machte Wolf Dietrich kein Geheimnis, Salome war bei Hof anwesend und sie speiste, auch wenn Gäste anwesend waren, an der Hoftafel.

Aus ihrer Verbindung zu Wolf Dietrich gingen 15 Kinder hervor, von denen fünf früh verstarben und von denen elf mit Namen bekannt sind:

Euphemia († 1638) ⚭ Max Richtersperger, Gegenschreiber zu Wels, verwitwet,

Maria Salome (* 1595, † 1605), sie ist im Stift Nonnberg mit einem Portraitgrabstein begraben,

Cäcilie, am 3. Juni 1620 ⚭ Georg Constantin Grundemann von Falkenberg († 1662). Kinder aus der Ehe waren

Adam Anton ⚭ Susanna Katharina Grüber von Grübegg,

Franz Fortunat (Benediktinermönch zu Kremsmünster),

Johann Erasmus († unvermählt in kaiserlichen Kriegsdiensten),

Ferdinand Wilhelm (in einem Donauarm bei Linz ertrunken, 13 Jahre alt),

Ferdinand Adam Rudolf († als Kind).Über diese Familie der Grundemann von Falkenberg hat sich das Geschlecht der Alt von Altenau bis ins 21. Jahrhundert erhalten.

Viktor (* 1604, † 1638 im Freihaus zu Wels ⚭ am 20. Februar 1634 im Salzburger Dom mit Katharina Götz, Tochter des kurbayerischen Kanzlers zu Burghausen, Dr. Johann Götz),

Johann Georg Eberhard (* 1605, † 1675) unter dem Namen Ägidius wurde er Benediktinermönch im Stift Kremsmünster,

Salome Alt wollte nach dem Sturz Wolf Dietrichs keines ihrer Kinder verheiraten, so lang es mit mein gnettigisten hern die gestalt hat, d. h. so lange er eingesperrt war.

1600 erhob der Kaiser auf Wunsch von Wolf Dietrich Salome Alt in den Adelsstand, seither konnte sie sich Salome von Altenau nennen. Salome Alt nahm auch am Gesellschaftsleben des Salzburger Hofes in weitem Umfang teil. 1606 bezog sie ein neues Domizil in der Sigmund-Haffner-Gasse (heute Dietrichsruh). Johann Stainhauser schreibt Anno 1605, den 18. Tag Augusti, hat ihr hochfürstliche Gnaden dem Herrn Friedrich Rechlinger [verheiratet mit Maria Alt, einer Cousine 2. Grades von Salome] das Haus [...] abkauft umb 1400 fl. und zu seinem Gepew zuerbaut. Er hat auch die alte Münz in der Kirchengassen [Sigmund-Haffner-Gasse, Ecke Churfürstenstraße] und das Schaidgaden alles abbrechen lassen und ain ander große Gepew, so bis an die Pfarrkirchen raicht, so mit ainer eisnen Thürr bewart und vor den Fenstern mit schönen gemalten durchsichtigen Gätern versehen aufrichten lassen. 1606 errichtete Wolf Dietrich für sie außerhalb der Stadtmauern das Schloss Altenau, aus dem später das heutige Schloss Mirabell hervorging. Dieses wurde für Wolf Dietrich ein bevorzugter Aufenthaltsort, der „in solchem schönen Gepeu mit den Seinigen etc. sich oftmals belustigt und vilmals sowohl abends als morgens die malzeiten daselsbt genossen und allerlei ehrliche freudenspiel und kurzweil darinnen getrieben“.

Am 28. August 1609 wurde sie von Kaiser Rudolf II. in Prag in den Reichsadelsstand erhoben, und ihre Kinder, die sie bei einer fürnemben geistlichen Person ledigen Standes geboren habe, werden aller Makel und Gebrechen ihrer unehelichen Geburt enthoben. Die nicht an Politik und Macht interessierte Frau war mit ihrer ausgeglichenen Art beruhigend für den überstrapazierten und unbeherrschten Mann. Mit ihren Kindern bildete sie den Ruhepol in seinem hektischen Leben. Es war bezeichnend, dass sie trotz ihrer prekären Lage am Salzburger Hof keinen einzigen bekannten persönlichen Feind hatte.

Salomes Alt von Altenau und ihre Kinder wurden am 24. Mai 1610 in die Salzburger Landschaft aufgenommen. Wolf Dietrich verlieh Salome Alt und ihren Kindern die Landstandschaft. Durch die Übertragung der „Landsassenfreiheit“ für das innerhalb des Burgfriedens gelegene Stammhaus Altenau wurde die Familie unter anderem von den gemeinen Bürden und der Niedrigen Obrigkeit, dem Zugriff der Stadthauptmannschaft, befreit. 1610 schenkte ihr Wolf Dietrich Schloss Seehaus im Rupertiwinkel. Durch Wolf Dietrichs Zukäufe und Schenkungen im Erzbistum Salzburg besaß Salome Alt das ungeheure Vermögen von mehr als 400.000 fl., festgehalten in einem Urbarium der Salome Alt vom 31. Oktober 1610. Die Jahreseinnahme ihrer 80 Liegenschaften (Bauerngüter, Hofstätten, Tavernen, Mühlen, Äcker und Holzrechten) belief sich auf über 200 Gulden. 1612 verzichtete Salome Alt von Altenau für sich und ihre Kinder zu Gunsten des Salzburger Domkapitels auf ihre Schuldobligationen von 120.000 Gulden bei der Tiroler Landschaft.

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