An diesem Tag

Sabrina Mockenhaupt-Gregor

Deutsche Langstreckenläuferin (geb. 1980)

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Sabrina „Mocki“ Mockenhaupt-Gregor (geborene Mockenhaupt; * 6. Dezember 1980 in Siegen) ist eine deutsche Langstreckenläuferin und vielfache nationale Meisterin.

Von 2001 bis 2018 war Sabrina Mockenhaupt Sportsoldatin in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und hatte zuletzt den Dienstgrad Hauptfeldwebel. Bei der seit 1985 jährlich von der Westfälischen Rundschau durchgeführten Wahl zum Sportler des Jahres im Kreis Siegen-Wittgenstein konnte Mockenhaupt seit 1998 insgesamt zwölfmal den ersten Platz erreichen. Neben ihren sportlichen Leistungen wurde Mockenhaupt durch verschiedene Videoeinspielungen bei TV total sowie ihren Studiobesuch 2005 bekannt. 2019 belegte Mockenhaupt in der zwölften Staffel der Tanz-Live-Show Let’s Dance den achten Platz und war in einer Folge der Daily-Soap Unter uns zu sehen. 2024 nahm sie an Splash! Das Promi-Pool-Quiz, einer weiteren RTL-Sendung, teil.

Im August 2019 heiratete sie und nahm den Namen Mockenhaupt-Gregor an. Im Mai 2020 wurde sie Mutter einer Tochter. Auch ihr Zwillingsbruder Markus ist als Langstreckenläufer aktiv.

Aus einer Familie von Langstreckenläufern stammend (die Marathonbestzeiten ihrer Eltern Fred und Hildegard Mockenhaupt betragen 2:24:59 h bzw. 2:40:41 h), wurde Mockenhaupt je fünfmal Deutsche Jugend- und Juniorinnenmeisterin.

2001 holte Mockenhaupt über 5000 Meter ihren ersten von dreizehn Deutschen Meistertiteln über diese Distanz (weitere folgten in den Jahren 2002–2005 und 2007–2014). Über 10.000 Meter wurde sie zehnmal Deutsche Meisterin (2003–2005, 2007, 2009–2012 und 2016–2017), im Crosslauf neunmal (2003–2005, 2007–2011 und 2014).

2003 startete Mockenhaupt beim 10.000-Meter-Lauf der Weltmeisterschaften in Paris/Saint-Denis, musste aber eingangs der zweiten Hälfte aufgrund krankheitsbedingter Verfassung aussteigen.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen belegte Mockenhaupt über 10.000 Meter den 15. Platz. Im Jahr darauf kam sie bei den Weltmeisterschaften in Helsinki über dieselbe Distanz auf Platz 17.

Der erste internationale Medaillenerfolg gelang Mockenhaupt im Dezember 2005 mit dem zweiten Platz bei den Crosslauf-Europameisterschaften. Tatsächlich stammt ihre erste internationale Medaille jedoch von den Halleneuropameisterschaften 2005 in Madrid. Dort belegte sie zwar zunächst nur den vierten Platz über 3000 Meter. Allerdings wurde die zweitplatzierte Türkin Tezeta Desalegn-Dengersa später wegen Doping disqualifiziert, und Mockenhaupt bekam 2006 nachträglich die Bronzemedaille zugesprochen.

Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg erreichte Mockenhaupt den achten Platz über 10.000 Meter und den sechsten Platz über 5000 Meter. Im selben Jahr startete sie beim Halbmarathonwettbewerb des Köln-Marathons und lief auf Anhieb 1:10:35 h, geschlagen nur von ihrer Landsfrau Irina Mikitenko.

Bei den Halleneuropameisterschaften 2007 in Birmingham kämpfte Mockenhaupt um eine Medaille im 3000-Meter-Lauf, musste sich aber mit dem vierten Platz zufriedengeben, trotz ihrer persönlichen Hallenbestzeit von 8:45,77 min. Einige Wochen später stellte sie beim Bonn-Marathon mit 1:11:57 h einen Streckenrekord auf der Halbmarathondistanz auf.

Bei ihrem Debüt über die 42,195 km im Oktober 2007 gewann Mockenhaupt den Köln-Marathon und erfüllte mit ihrer Zeit von 2:29:33 h die Qualifikationsnorm des DLV für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. In der darauffolgenden Saison konzentrierte sie sich jedoch wieder auf die kürzeren Strecken, wurde beim Paderborner Osterlauf über 10 Kilometer Zweite in 32:07 min und erfüllte die 10.000-Meter-Olympianorm mit einer Zeit von 31:27,05 min, gelaufen am 4. Mai 2008 in Palo Alto. In Peking belegte sie den 13. Platz mit ihrem persönlichen Rekord von 31:14,21 min.

Am 26. Oktober 2008 gewann Mockenhaupt in Frankfurt am Main auch ihren zweiten Marathon in einer neuen persönlichen Bestleistung von 2:26:22 h und erfüllte damit die vom DLV geforderte Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin. Sie erklärte jedoch, dort nicht im Marathon, sondern im 10.000-Meter-Lauf starten zu wollen.

Die erforderliche Norm erfüllte Mockenhaupt Anfang Mai 2009, als sie in einer Zeit von 31:27,56 min ihren fünften Deutschen Meistertitel im 10.000-Meter-Lauf errang. Bereits vier Wochen zuvor siegte sie beim Berliner Halbmarathon in neuer persönlicher Bestzeit von 1:08:45 h. Ebenfalls eine neue Bestzeit erzielte sie mit 14:59,88 min im 5000-Meter-Lauf und blieb damit als vierte deutsche Frau unter 15 Minuten. Entgegen früheren Aussagen kündigte sie an, bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften sowohl im 10.000-Meter-Lauf als auch im Marathon zu starten. Zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaften änderte sie ihre Meinung jedoch erneut und gab bekannt, nun doch auf einen Start über 10.000 Meter zu verzichten.

Im Marathon belegte sie schließlich in 2:30:07 h den 17. Platz. Einige Wochen später gewann sie in 2:30:12 h zum zweiten Mal nach 2007 den Köln-Marathon.

Bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona lief Mockenhaupt am 28. Juli 2010 die 10.000 Meter in 32:06,02 min und belegte damit den sechsten Rang. Nachträglich wurden die Russin Inga Eduardowna Abitowa (Rang 2) und die Türkin Meryem Erdoğan (Rang 5) wegen Verstößen gegen die Dopingbestimmungen disqualifiziert, so dass Mockenhaupt auf den vierten Platz aufrückte.

Beim Berlin-Marathon desselben Jahres verbesserte sie trotz Dauerregens ihre persönliche Bestzeit um eine Sekunde auf 2:26:21 h und kam auf den vierten Platz.

Am 30. Oktober 2011 schaffte Mockenhaupt beim Frankfurt-Marathon mit einer Zeit von 2:28:08 h die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London.

Bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki wurde Mockenhaupt Fünfte über 10.000 Meter und erreichte damit ihre beste internationale Platzierung über diese Distanz. Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London kam sie beim 10.000-Meter-Lauf als 17. ins Ziel.

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