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Sabine Vitua

Deutsche Schauspielerin

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Sabine Vitua (* 30. Mai 1961 in Ludwigshafen am Rhein) ist eine deutsche Schauspielerin. Seit 1989 stand sie in über 160 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.

Sabine Vituas Eltern trennten sich als sie drei Jahre alt war. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihrer Mutter in dem von ihr geleiteten Evangelischen Johannesstift in Berlin-Spandau. Im Alter von zehn Jahren zogen sie ins Allgäu. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1983 bis 1987 ihre Schauspielausbildung an der Universität der Künste Berlin.

Ende der 1980er-Jahre debütierte Vitua am Schauspielhaus Zürich. Unter der Regie von Achim Benning stand sie von 1989 bis 1993 in Arthur Schnitzlers Drama Professor Bernhardi auf der Bühne. In den frühen 1990er-Jahrten folgten Zusammenarbeiten mit Regisseuren wie Matthias Fontheim für Thomas Bernhards Komödie Über allen Gipfeln ist Ruh (1990–1991) und Gerd Heinz für George Taboris Drama Mein Kampf (1990–1992). Zudem wirkte sie in dieser Zeit in Rudolf Noeltes Inszenierung von Molières Komödie Der Geizige sowie in Der Raub der Sabinerinnen unter der Regie von Jürgen Bosse mit. Zum Abschluss ihrer Zürcher Jahre war sie 1992 bis 1993 in Das Geld anderer Leute, inszeniert von Uwe Eric Laufenberg, zu sehen. Mitte der 1990er-Jahre verlagerte sich ihre Theatertätigkeit nach Berlin. Von 1994 bis 1995 spielte Vitua an der Volksbühne Berlin in Georg Büchners Woyzeck unter der Regie von Roland Brus. Danach war sie ausschließlich für Film und Fernsehen tätig. Über zwei Jahrzehnte später kehrte sie 2017 für das Stück Die Kehrseite unter der Regie von Hasna Karavul an die Berliner Volksbühne zurück. In den Jahren 2015 und 2016 übernahm Vitua eine Rolle in Das Ding aus dem Meer unter der Regie von Laura Schroeder am Théâtre des Capucins in Luxemburg. 2024 spielte sie in dem Stück Frost, inszeniert von Dominik Paetzholdt, an der Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg.

Ihr Filmdebüt gab Vitua 1989 unter der Regie von Dirk Schäfer in dessen ersten Langspielfilm Die weißen Zwerge. 1990 folgte eine Gastrolle als Vanessa in der ARD-Fernsehserie Die glückliche Familie. Seitdem wirkt sie in zahlreichen verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen. Kinorollen übernahm sie etwa 2004 in Thunder Perfect Mind von Jordan Scott und 2005 in Der Junge ohne Eigenschaften von Thomas Stiller. 2017 war sie im Drama Axolotl Overkill und 2019 im Kinder- und Jugendfilm Zu weit weg zu sehen.

Im Fernsehen wurde Vitua einem breiteren Publikum vor allem für die Rolle der Regine Holl in der Sitcom Pastewka, in der sie Bastian Pastewkas Managerin und Agentin in zehn Staffeln verkörperte. In der ARD-Telenovela Rote Rosen spielte Vitua von 2007 bis 2008 in der dritten Staffel mit Christoph Kottenkamp das Protagonistenpaar. Nachdem sie zwischenzeitlich immer wieder in wechselnden Gastrollen zu sehen war, übernahm sie von 2016 bis 2017 in der 19. und 20. Staffel der ARD-Krankenhausserie In aller Freundschaft als Barfrau Monika Willbrandt, die die Leipziger Innenstadt-Cocktailbar „Golden Vegas“ betreibt, eine wiederkehrende Rolle. Wiederholt wirkt sie in Krimireihen wie Tatort, Polizeiruf 110, Großstadtrevier und den verschiedenen SOKO-Sendeformaten. Im April 2026 war sie in dem Film Der Wolf aus der Reihe Neuer Wind im Alten Land als Schäferin Dorothea Petersen, deren Herde für die Pflege der Deiche zuständig ist und durch den Riss eines Tieres direkt in den hochemotionalen Konflikt um die Rückkehr des Wolfes geraten ist, in einer Episodenhauptrolle zu sehen. In der siebenteiligen Science-Fiction-Romcom-Serie Stardust Hotel übernahm sie 2026 die Rolle der Vero Sue, einem exzentrischen Dauergast in einem maroden Weltraum-Hotel.

Sabine Vitua engagiert sich seit 2023 intensiv als Botschafterin für die DZNE-Stiftung (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen). Angetrieben durch die Demenzerkrankung ihrer eigenen Mutter setzt sie sich stark für die Aufklärung und Entstigmatisierung dieser Krankheit ein. Sie unterstützte unter anderem die reichweitenstarke „Bademantelchallenge“ und lieh der Tochter im offiziellen Social-Media-Awareness-Clip zum Welt-Alzheimertag ihre Stimme.

Seit 2009 ist Vitua mit dem Regisseur Joseph Orr verheiratet, den sie am Set von Pastewka kennengelernt hat. Sie lebt in Berlin.

1989/90: Arthur Schnitzler: Professor Bernhardi (Schauspielhaus Zürich; Regie: Achim Benning)

1990/91: Thomas Bernhard: Über allen Gipfeln ist Ruh (Schauspielhaus Zürich; Regie: Matthias Fontheim)

1990/91: Molière: Der Geizige (Schauspielhaus Zürich; Regie: Rudolf Noelte)

1990/92: George Tabori: Mein Kampf (Schauspielhaus Zürich; Regie: Gerd Heinz)

1994/95: Georg Büchner: Woyzeck (Volksbühne Berlin; Regie: Roland Brus)

Sabine Vitua bei der Agentur Pauly

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