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Søren Nils Eichberg

Deutscher Komponist

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Søren Nils Eichberg (* 23. Juli 1973 in Stuttgart) ist ein deutsch-dänischer Komponist, Pianist und Dirigent.

Eichberg studierte Klavier und Komposition an der Königlichen Dänischen Musikakademie Kopenhagen bei Tom Ernst und Friedrich Gürtler sowie Klavier und Dirigieren an der Hochschule für Musik Köln bei Arbo Valdma und Michael Luig.

Er erhielt seinen Durchbruch, als 2001 sein Violinkonzert Qilaatersorneq mit dem Ersten Preis des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs ausgezeichnet wurde. 2010 wurde er zum ersten «Composer in Residence» in der Geschichte des Dänischen Rundfunk-Sinfonieorchesters ernannt. Hier entstanden Uraufführungen und CD-Produktionen von u. a. seiner drei Sinfonien und dem Konzert für Orchester, Morpheus. Hilary Hahn nahm für die Deutsche Grammophon seine Komposition Levitation für ihr Album The Hilary Hahn Encores auf, das 2014 mit einem Grammy Award ausgezeichnet wurde. Andere Aufträge erhielt er von dem Ensemble Modern, dem Mahler Chamber Orchestra und dem ARD-Wettbewerb.

Eichbergs Science-Fiction-Oper Glare kam im November 2014 am Royal Opera House, Covent Garden in London zur Uraufführung und erhielt am Theater Koblenz, am Riksteatern in Jönköping und Stockholm sowie bei Opera North weitere Inszenierungen. Seine Oper Schönerland über Flucht und Heimat wurde 2017 am Staatstheater Wiesbaden uraufgeführt. 2017 wurde er für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Sinfonik“ nominiert. Für den Musikautorenpreis 2020 wurde er zum Jurysprecher und Juroren für die Kategorie „Musiktheater“ ernannt. Seit 2024 ist Eichberg Vorsitzender des Musikrats unter dem dänischen Statens Kunstfond. Seine Werke erscheinen bei der Universal Edition und Edition Wilhelm Hansen (MusicSales).

Als Dirigent arbeitete er mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Hofer Symphonikern, dem Preußischen Kammerorchester, den Berliner Symphonikern, dem Solistenensemble Kaleidoskop, dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik sowie Mitgliedern der Münchner Philharmoniker und der Berliner Philharmoniker.

Eichberg wuchs in Dänemark auf und lebt heute in Berlin. Er ist der Sohn des Kultursoziologen Henning Eichberg.

2001: Grand Prix des Internationalen Kompositionswettbewerbs Concours Reine Elisabeth in Brüssel für sein Violinkonzert Qilaatersorneq

2002: Composition Fellowship des Tanglewood Music Festival, USA

2006: Kompositionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung

2006: Composition Grant der griechischen Alexander-Onassis-Stiftung

2007: Dreijähriger Kompositionsförderpreis des dänischen Kulturministeriums

2017: Deutscher Musikautorenpreis (Nominierung in der Kategorie „Sinfonik“)

2023: International Opera Awards 2023, (Nominierung in der Kategorie „World Premiere“)

2001 Qilaatersorneq für Geige und Orchester

2001 Geistliche Dämmerung für 11 Instrumente

2002 Pa'am für gemischten Chor, Streichquartett, Klavier und Harfe

2002 Hærværk quasi un concertino per pianoforte e 10 strumenti

2005 Sinfonie Nr. 1 für großes Orchester

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