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Ryszard Szeremeta

Polnischer Komponist

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Ryszard Szeremeta (* 5. Mai 1952 in Krakau) ist ein polnischer Komponist, Dirigent und Jazzsänger.

Szeremeta studierte an der Musikakademie Krakau Komposition bei Lucjan Kaszycki (1971–75), Dirigieren bei Jerzy Katlewicz (1972–75) und elektronische Musik bei Józef Patkowski (1974–76). Weitere Lehrer waren Zbigniew Bujarski, Mieczysław Drobner, Elżbieta Dziębowska, Aleksander Frączkiewicz, Zbigniew Jeżewski, Tadeusz Machl, Krzysztof Meyer, Krystyna Moszumańska-Nazar, Józef Rychlik, Bogusław Schaeffer, Marek Stachowski, Jacek Targosz und Mieczysław Tomaszewski. 1982 absolvierte er sein Postgraduiertenstudium an der Guildhall School of Music and Drama in London bei Alfred Nieman und Robert Saxon, 1986 vervollkommnete er seine Kenntnisse der Computermusik im Stockholmer Elektronmusikstudion bei Lars Gunnar Bodin und Tamas Ungvary.

Als Komponist debütierte Szeremeta mit der grafischen Partitur Tygodniówka, die bereits 1971 von der Jazzrock-Gruppe Laboratorium um Janusz Grzywacz uraufgeführt wurde. Von 1976 bis zu dessen Auflösung 1985 gehörte er als Bariton dem Jazzvokalisten-Quartett Novi Singers (mit Ewa Wanat, Waldemar Parzyński und Janusz Mych) an, mit dem er in Polen und im Ausland (u. a. beim Jazz Jamboree in Warschau und beim Montreux Jazz Festival) auftrat und für das er polnische Volksmusik, Weihnachtslieder und Mazurken Chopins arrangierte. 2001 kam die Gruppe noch einmal für einen Auftritt beim Warschauer Herbst zusammen.

Mit dem Warschauer Herbst war Szeremeta seit seinem Debüt mit dem Stück Advocatus Diaboli verbunden und brachte dort neun seiner Werke zur Welturaufführung. Weiterhin leitete er von 1985 bis 1998 das Experimentelle Studio des Polnischen Rundfunks und arbeitete mit dem von Andrzej Trzaskowski geleiteten Jazzorchester des Rundfunks zusammen. Seit 1990 komponierte er auch für den Film und das Fernsehen (ARD, ZDF, SDF, Arte, 3 Sat). In den 1990er Jahren gehörte er dem Repertoire-Komitee des Warschauer Herbstes an und war Vizepräsident des Polnischen Komponistenverbandes.

Szeremeta wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Großen Preis beim Tadeusz-Baird-Wettbewerb für junge Komponisten (1977), dem Preis beim Polnischen Rundfunkwettbewerb (1979), den Preisen bei Wettbewerben für elektroakustische Musik in Bourges (1981), Varèse (1984) und Oslo (1989), dem Henryk-Wars-Preis der Künstlervereinigung ZAiKS und dem European Radio Union Tribunal in Budapest (1995).

Wzytki Płacze für Chor und Perkussion nach Texten von Jan Kochanowski (1975)

Suita Kreacje für Vokalquartett und Instrumentalensemble (1978)

Excitation für Tenor, Vokalquartett, Klavier, Perkussion und Bass (1979)

On a slow fire für Vokalquartett und Instrumentalensemble (1979)

Marry go round für Vokalquartett und Instrumentalensemble (1979)

The Sleeping Beauty für Vokalensemble (1979)

Advocatus diaboli für großes Sinfonieorchester (1980–1981)

Points I für Elektronik und interaktive Improvisation (1981)

Points II für Elektronik und interaktive Improvisation (1981)

Święty eksperyment für zwölf Gesangsstimmen, zwei präparierte Klaviere, Xylophon und Magnettonband (1983)

Pulse rate für Elektronik und interaktive Improvisation (1984)

Amphora für Elektronik und interaktive Improvisation (1984)

Agent Orange für Elektronik und interaktive Improvisation (1986)

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