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Ruhollah Chomeini

Schiitischer Geistlicher, politischer und spiritueller Führer der islamischen Revolution im Iran (1900–1989)

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Ruhollah Chomeini (persisch روح الله خمينى, DMG Rūḥo’llāh-e Ḫomeinī [ruːholˈlɑːh χomeiˈniː] , * 24. September 1902 in Chomein; † 3. Juni 1989 in Teheran) war ein iranischer islamischer Rechtsgelehrter,

Ajatollah, politischer und religiöser Führer der Islamischen Revolution von 1979 und danach bis zu seinem Tod iranisches Staatsoberhaupt. Mit der Revolution stürzte er aus dem französischen Exil heraus die Regierung von Mohammad Reza Pahlavi, dem damaligen iranischen Schah. Chomeini, der am 1. Februar 1979 aus Frankreich zurückgekehrt war, gilt als der Gründer der Islamischen Republik Iran.

Ruhollah Chomeini wurde 1902 im Ort Chomein als Ruhollah Musavi (روح الله موسوى, DMG Rūḥo’llāh-e Mūsawī [ruːɦoˈlːɔːh muːsæˈviː]) geboren. Chomeinis genaues Geburtsdatum ist umstritten. Es gibt Quellen, die angeben, er sei:

Sein Mausoleum im Süden von Teheran hat vier Minarette mit jeweils 91 m Höhe. Die Höhe von 91 m wurde entsprechend dem in Mondjahren gerechneten angeblichen Alter Chomeinis bei seinem Tod 1989 gewählt.

Die Herkunft des Urgroßvaters ist höchst zweifelhaft. Eine Version geht davon aus, dass ein Hindu namens Jajal als Pförtner und Wachmann bei der Zweigstelle der unter britischer Leitung stehenden Bank-e Shahi, der späteren Imperial Bank of Persia, in Bombay beschäftigt gewesen sein soll. Da die Bank hauptsächlich mit islamischen Geschäftsleuten zu tun hatte, legte das Management der Bank Jajal nahe, Moslem zu werden, was dieser befolgte. Von da an nannte er sich Hamed. Nach dem Tod Hameds übernahm sein Sohn Ahmad, der Großvater Chomeinis, den Posten bei der Bank-e Shahi. Von Bombay aus wurde er in die Zweigstelle Buschehr und später nach Nadschaf versetzt. In Nadschaf verließ Ahmad (Hindi) die Imperial Bank und wurde Leibwächter von Mirza Mohammad Hasan Schirazi. 1839 erwarb Ahmad Musavi Hindi Land in Chomein und gehörte bald zur Schicht der vermögenden Grundbesitzer.

Seyyed Ahmad Musavi (1800–1869) war Ruhollah Chomeinis Großvater. Als Seyyed und damit direkter Nachfahre des Propheten wurde der Familienname auf den 7. Imam zurückgeführt. Über die Herkunft des Großvaters gibt es zwei unterschiedliche Versionen:

Er soll aus Nadschaf stammen und dann nach Chomein gezogen sein.

Er soll aus Indien stammen (siehe Urgroßvater), daher der ursprüngliche Name Ahmad Musavi Hendi bzw. Hindi. Ahmad Musavi Hindi soll 1800 in Kintur geboren sein, beim damals berühmten Lehrer Mir Hamed Hosein Hindi Neischaburi studiert haben und 1830 nach Nadschaf gezogen sein, wo er 1869 starb.

Seyyed Mustafa Musavi (1856/62–1902) war Ruhollah Chomeinis Vater. Mustafa Musavi studierte islamische Theologie in Isfahan, Nadschaf und Samarra – dort unter Mohammad Hasan Schirazi – und soll den religiösen Titel eines Mudschtahid erworben haben. Er hatte mit Hadschiyeh Agha Chanum, der Tochter des Mirza Ahmad Modschtahed-e Chonsari, sechs Kinder, jeweils drei Mädchen und drei Söhne. Nach der Geburt der ersten Tochter soll die Familie von Nadschaf nach Chomein gezogen sein. Die Söhne hießen

Morteza Pasandideh (1895–1996)

Ruhollah Chomeini (1902–1989), der jüngste Sohn.

Mustafa Musavi starb, als Ruhollah gerade 5 Monate alt war. Hierzu gibt es drei Versionen:

Durch ein Attentat, verübt von Agenten von Reza Schah, so die offizielle Version der Islamischen Republik Iran. Dass Reza Pahlavi erst 1925 Schah wurde, während das Attentat schon 1902 stattgefunden haben soll, macht diese Version allerdings wenig glaubwürdig.

Durch Banditen, die ihn auf dem Weg von Arak nach Chomein erschlugen.

Durch Großgrundbesitzer, erschlagen nach Streitigkeiten über den Ernteanteil.

Ruhollah, der nach dem Tod des Vaters von seiner Tante Sahebe erzogen wurde, soll mit 15 Jahren die Schule beendet haben und von seinem ältesten Bruder Morteza im Fach Islamkunde unterrichtet worden sein.

1918 ging Chomeini nach Arak, um eine Ausbildung zum Rechtsgelehrten zu erhalten. 1922 wechselte er nach Ghom, wo sich gerade die islamische Rechtsschule unter Abdolkarim Haeri Yazdi im Aufbau befand. 1936 erhielt er dort die Qualifikation eines Mudschtahid und den religiösen Titel Hodschatoleslam. 1943 veröffentlichte er seine Schrift Kašf al-asrār („Enthüllung der Geheimnisse“), die gleich die Abschaffung der Monarchie aufnimmt.

Mit diesen Thesen stand Chomeini nicht allein. 1946 gründete Navvab Safavi in Teheran die Organisation Fedajin-e Islam (die sich für den Islam aufopfern), bestehend aus Theologie-Studenten und Angehörigen der Unterschicht. Die Forderungen der Fedajin-e Islam, eine Vorwegnahme von Chomeinis Hokumat-e eslami aus dem Jahre 1970, lauteten:

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