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Rudolf Siemering

Bildhauer

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Rudolf Siemering (* 10. August 1835 in Königsberg i. Pr.; † 23. Januar 1905 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.

Siemering besuchte das Löbenichtsche Realgymnasium, musste es aber vorzeitig verlassen.

Zunächst besuchte Siemering die Kunstakademie Königsberg. Dann folgte die Ausbildung an der Kunstakademie Berlin. Dort war er ein Schüler von Gustav Blaeser. Er gehörte zur Schule von Christian Daniel Rauch in der Berliner Bildhauerschule.

1861 gründete Siemering eine eigene Werkstatt in Berlin. Er war Mitglied des Senats der Preußischen Akademie der Künste in Berlin und Ehrendoktor der Universität Leipzig. Sein Bruder war der Landschaftsmaler Julius Siemering.

Rudolf Siemering wurde auf dem Luisen-Friedhof II in Berlin-Westend bestattet (Feld M 21).

Germania-Denkmal mit Relieffries zum Einzug der aus dem Krieg 1870/71 heimkehrenden siegreichen Truppen, am Stadtschloss (temporäre Festdekoration aus Holz und Gips)

Sitzbild König Wilhelms I. im Vestibül der Börse (am 22. März 1866 feierlich enthüllt; zerstört)

Ergänzung des Münzfrieses von Johann Gottfried Schadow, 1870 (gemeinsam mit Hugo Hagen)

Standbild Kaiser Wilhelms I. in der Ruhmeshalle (Herrscherhalle) im Zeughaus, 1891 (seit 1961 auf Burg Hohenzollern)

Beethoven-Haydn-Mozart-Denkmal (auch Musikerdenkmal, im Volksmund Musikerofen), in Nähe der Siegesallee im Großen Tiergarten, 1904Das Denkmal wurde in den 1990er Jahren wegen Baufälligkeit abgebaut und nach einer aufwändigen Restaurierung und Teilergänzung am 6. September 2007 feierlich durch die Berliner Liedertafel, die Stadtbaurätin Regula Lüscher und den Direktor der Gartendenkmalpflege des Landesdenkmalamtes Klaus von Krosigk wiedereingeweiht.

Standbild des Augenarztes Albrecht von Graefe, 1882 (architektonischer Teil des Denkmals von Martin Gropius und Heino Schmieden)

Standbild von Heinrich von Treitschke für den Vorhof der Humboldt-Universität (1951 wegen der antisemitischen Einstellung Treitschkes entfernt und eingeschmolzen)

Denkmalgruppe 27 der Siegesallee im Großen Tiergartenzentrales Standbild des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., Nebenbüsten des Ministers Heinrich Rüdiger von Ilgen und des Alten Dessauers Leopold I. von Anhalt-Dessau; enthüllt am 22. Dezember 1900 (ausführlich zur Gestaltung der Hauptfigur: Abschnitt Denkmal im Artikel Friedrich Wilhelm I.)

Standbild der Heiligen Gertrud auf der Gertraudenbrücke in Berlin-Mitte, 1896 (nach zeitweiliger Sicherung im Märkischen Museum wieder auf der Brücke aufgestellt)Eine eigenhändige Reduktion der Heiligenfigur befand sich bis etwa 1934 im Schloss Meseberg bei Gransee im Eigentum der Familie Lessing.

Stele mit Büste von August Wilhelm Eichler (aus Carrara-Marmor; Stele im Zweiten Weltkrieg zerstört, Büste 2007 im Botanischen Museum Berlin wieder aufgestellt)

Sandsteinrelief am Grabmal des Architekten Martin Gropius auf dem Dreifaltigkeitskirchhof II in Berlin-Kreuzberg, ca. 1880

Marmorbüste des Chirurgen Bernhard von Langenbeck, 1882

Concurrenz-Entwurf für das Schiller-Denkmal auf dem Gendarmenmarkt, 1860

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