Rudolf ist ein deutscher männlicher Vorname. Davon abgeleitet tritt er auch als Familienname auf.
Der Name Rudolf setzt sich aus den althochdeutschen Wörtern hrōd, hruod für Ruhm, Ehre und wolf für Wolf zusammen.
Rudolf ist seit dem Mittelalter ein beliebter Vorname in Deutschland. In jüngerer Zeit war er besonders zwischen 1890 und 1940 populär; die Beliebtheit des Namens hat seit Mitte der 1950er-Jahre deutlich nachgelassen.
In Österreich wird der Name seit 1984 jährlich bei der Namenswahl berücksichtigt. Bis 1990 lag er in den Top-100, danach ging seine Beliebtheit zurück. Von 1984 bis 2023 wurde er etwa 1.100 Mal vergeben. Der Name ist in der Schweiz sehr verbreitet und war traditionell sehr populär. Besonders beliebt war er von 1930 bis 1961, als er sich dauerhaft in den Top-30 befand. Danach ging seine Popularität zurück. Von 1930 bis 2023 wurde der Name rund 16.100 Mal gewählt. Seine Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen.
Der Name tauchte in Frankreich im letzten Jahrhundert bis Mitte der 1940er Jahre hin und wieder in den Top-500 auf. In den Niederlanden ist der Name seit 1930 fast jedes Jahr in den Hitlisten anzutreffen. Bis Anfang der 1970er Jahre lag er durchgehend in den Top-100. Von Anfang der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre befand er sich in den Top-40 der Vornamenscharts. In Tschechien lag der Name von 1935 bis 1960 stets in den Top-30, seitdem geht seine Beliebtheit zurück. Seit der Jahrtausendwende liegt er im hinteren Bereich der Top-100. Der Name belegte in Ungarn im Jahr 2000 Rang 97.
In den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden war der Name Anfang des 20. Jahrhunderts besonders beliebt. Ansonsten gilt er als ein mäßig beliebter Name. In den USA lag der Name von 1880 bis Anfang der 1940er Jahre immer wieder in den Top-1000. Der Name kommt ebenso hin und wieder in der Namensgebung von Polen, England, Schottland, Nordirland und Kanada vor.
Der 17. April, der auf Rudolf von Bern, und der 6. November, der auf Rotho bzw. Rudolf von Büren zurückgeht, sind Namenstage von Rudolf. Auch der 26. Juni, der an Rudolf von Gubbio erinnert, der 30. April in Bezug auf Rudolf den Schweiger und der 15. Juli zum Gedenken an Rudolf Lunkenbein werden erwähnt. Auch der 25. Juli wird als Namenstag genannt: er geht zurück auf Rodolfo Acquaviva, einen Jesuiten-Pater, gestorben am 25. Juli 1583 in Cuncolim, der 1583 auf Salsette, einer Halbinsel südlich von Goa, eine Kirche errichten wollte, jedoch kurz nach seiner Ankunft gemeinsam mit vier weiteren Jesuiten und 14 indischen Christen von Hindus ermordet wurde.
In der Schweiz werden Personen des Vornamens Rudolf fast ausschließlich mit der Kurzform Ruedi angesprochen, viele bezeichnen sich auch schriftlich so.
deutsch: Dolf, Ruddl, Ralf, Ralph, Radolf, Roff, Rolf, Rolli, Rollo, Rudi, Rudo, Rolle, Rolfi, Rüdlin, Rudolph, Rul, Ruodi
englisch: Rudolph, Rolph, Ralph, Rudie, Rudy
französisch: Raulf, Rodolphe, Roux
friesisch: Roele, Roelef, Roelf, Roelof, Rolef, Rolof, Roloff, Roluf, Roolof
italienisch: Ridolfo, Rodolfo, Rudolfo
lateinisch: Rudolphus, Rudolfus
niederländisch: Roelof, Ruud, Roel
rätoromanisch: Duff, Dusch, Riedi, Ruosch
schweizerdeutsch: Roff, Rolf, Rollo, Rudi, Rudo, Ruedi, Riodi, Rüedi, Ruodi, Rüdi
Rudloff, Rulloff, Ruloff, Rulof; Rudleff