An diesem Tag

Roy Oppenheim

Schweizer Kulturpublizist

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Roy Oppenheim (* 2. September 1940 in Baden; † 8. April 2025 ebenda) war ein Schweizer Kulturpublizist und Radio- und Fernsehmanager. Er war u. a. Leiter des Ressorts Kultur des Schweizer Fernsehens, Direktor Schweizer Radio International, gründete den 4. Fernsehkanal S Plus und war langjähriger Präsident von arttv.ch. Er moderierte Fernsehsendungen, verfasste zahlreiche Bücher und produzierte Filme.

Roy Oppenheim verbrachte seine Jugend in Baden. Nach dem Sekundarlehrerpatent am Lehrerseminar Wettingen studierte er von 1960 bis 1968 Kunstgeschichte, Geschichte und Publizistik in Zürich. Sein Studium verdiente er sich als freier journalistischer Mitarbeiter beim Radio und Fernsehen und kam so zum ersten Mal mit den elektronischen Medien in Kontakt. Im Schweizer Militär bekleidete Oppenheim den Grad eines Obersts (Presse und Funkspruch).

Von 1971 bis 1997 war er bei Radio und Fernsehen der SRG in verschiedenen Funktionen tätig: als Leiter des Ressorts Kultur des Schweizer Fernsehens, Abteilungsleiter der nationalen Programmkoordination SRG. Von 1972 bis 1975 beriet Oppenheim den Europarat in Fragen der kulturellen Aufgabe des Fernsehens und des Kulturaustausches. Von 1972 bis 1976 war er Experte der UNESCO Paris für Fragen der kulturellen Zusammenarbeit im Bereich des Fernsehens. Während des Kalten Krieges initiierte er im Auftrag des Europarates Fernsehproduktionen wie «Kunstwerke auf dem Prüfstand» zwischen Fernsehstationen des Ostblocks und westlicher Länder. Von 1983 bis 1986 leitete er die nationale Programmkoordination Radio/Fernsehen der SRG. In dieser Funktion führte er das interregionale Radioprogramm «Notturno» ein. 1989 wurde er Direktor von Schweizer Radio International und Telefonrundspruch (bis 1997). 1990 führte er eine neue Strategie ein und verbreitete die Sendungen von Schweizer Radio International erstmals anstelle der Kurzwelle über den Satelliten Astra.

Bekannt wurde Oppenheim durch zahlreiche Fernsehinterviews mit Persönlichkeiten des kulturellen Lebens wie u. a. Yehudi Menuhin, Oskar Kokoschka, Audrey Hepburn, Marc Chagall, Leopold Lindtberg, Bernhard Luginbühl und Jean Tinguely. Von 1991 bis 1994 baute er als Direktor die 4. Fernsehkette auf (S Plus, Schweiz 4). Bei S Plus verschaffte er neuen Fernsehanbietern feste Sendeplätze wie z. B. Neue Zürcher Zeitung, Ringier, Curti Medien, Basler Zeitung und Beobachter. Ebenfalls kamen bei S Plus erstmals in der Schweiz Videojournalisten zum Einsatz. Anschliessend war er Direktor Marketing und Kommunikation der Generaldirektion der SRG und von 1999 bis 2007 Leiter Kommunikation der SUISA. In dieser Funktion initiierte er das Expo.02-Projekt Klangturm auf der Arteplage Biel. 2001 gründete er die eigene Medienfirma artup GmbH. Von 2001 bis 2007 leitete er das neue Skulpturenmuseum Erwin Rehmann in Laufenburg. Er war auch Präsident der Schweizer Kulturplattform arttv.ch.

Ab dem Tod seiner Mutter Edith Oppenheim-Jonas im Jahre 2001 betreute Oppenheim die Rechte der Schweizer Cartoon-Figur Papa Moll.

Oppenheim war verheiratet und Vater eines Sohnes. Er war ein Neffe des Malers Walter Jonas (1910–1979).

Weitere Funktionen und Mitgliedschaften (Auswahl)

Mitglied im Stiftungsrat Glückskette (1984–1989)

Mitglied des Vorstandes Verkehrshaus Luzern (1991–1998)

Gründungsmitglied der SUISA-Stiftung für Musik (1989–2007)

Verwaltungsrat bei Publisuisse (1992–1994)

Mitglied der Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO) (1985–1999)

Mitglied der Reformgruppe Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland, heute Präsenz Schweiz (1997–1999)

Sprecher und Mitglied der PPL, der Politisch-Publizistischen Leitung des Stabes Bundesrat APF (1996–2000)

Vorstandsmitglied der Kunsthalle Bern (1996–2000)

Vizepräsident der Nationalen Schweizerischen UNESCO-Kommission (1998–2004)

Präsident der Communication Group der CISAC (2002–2007), der International Confederation of Societies of Authors and Composers (232 Mitgliedergesellschaften in 120 Ländern)

Mitglied der Martin C. Stucki Stiftung Kamerun Obang (2003–2018)

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