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Roy Jones junior

US-amerikanischer Boxer und Schauspieler

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Roy Levesta Jones junior (russisch Рой Левеста Джонс-младший, wiss. Transliteration Roj Levesta Džons-mladšij; * 16. Januar 1969 in Pensacola, Florida) ist ein ehemaliger US-amerikanisch-russischer Profiboxer und ehemaliger Weltmeister in fünf Gewichtsklassen (Mittelgewicht, Supermittelgewicht, Halbschwergewicht, Cruisergewicht und Schwergewicht).

Jones galt von 1989 bis 2003 als nahezu unbesiegbar und als bester Boxer der Welt nach der Klassifikation Pound for pound, der Kampfstärke in Relation zum Gewicht.

Roy Jones junior wurde seit frühester Kindheit von seinem Vater Roy Jones Sr., selbst ehemaliger Profiboxer, trainiert. Er gewann als Amateur 121 Kämpfe bei 13 Niederlagen. Er gewann 1986 die National Golden Gloves im Halbweltergewicht und 1987 die National Golden Gloves im Halbmittelgewicht.

1986 gewann Jones die Bronzemedaille im Halbweltergewicht bei den 1. Goodwill Games in Moskau, er unterlag erst im Halbfinale dem Weltmeister von 1989, Igor Ruschnikow aus der Sowjetunion. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf Kuba 1987, verlor er gegen DDR-Boxer Andy Liebing. Bei den National Golden Gloves 1988 verlor er gegen Gerald McClellan und erreichte den 3. Platz.

Die Olympic Trials, das Qualifikationsturnier für die Olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul, gewann Jones durch einen Finalsieg gegen den National Golden Glove Champion von 1986 im Weltergewicht Frankie Liles, der später Profi-Weltmeister wurde. So nahm Jones im Alter von 19 Jahren als jüngstes Mitglied der US-amerikanischen Boxmannschaft an den Olympischen Spielen teil und erreichte dort das Finale im Halbmittelgewicht, ohne eine Runde zu verlieren. Den Kampf gegen den koreanischen Lokalmatador Si-hun Park dominierte er; Park wurde in der zweiten Runde angezählt. Dennoch verlor Jones den Kampf umstritten mit 2:3 Richterstimmen. Diese Entscheidung gilt als eines der extremsten Fehlurteile in der Geschichte des Amateurboxens. Als Ausgleich wurde Jones mit dem Val-Barker-Pokal als technisch bester Boxer der Spiele ausgezeichnet. Die drei Punktrichter wurden daraufhin suspendiert und es gilt als sicher, dass sie bestochen waren. Trotzdem blieb eine spätere Untersuchung durch das IOC ergebnislos.

Sieg gegen M’tendere Makalamba (Malawi), K. o. in Runde 1

Sieg gegen Michal Franek (Tschechoslowakei), 5:0

Sieg gegen Jewgeni Saizew (Sowjetunion), 5:0

Sieg gegen Richie Woodhall (Großbritannien), 5:0

Niederlage gegen Si-hun Park, 2:3

Nach den Olympischen Spielen wurde Jones Profi. Trotz vieler Angebote von Promotern blieb er unabhängig. Sein Vater war zunächst sein Trainer, Manager und Promoter. Ab Mitte 1992 wurde er von Alton Merkerson, Trainer der USA-Boxmannschaft bei den Olympischen Spielen 1988, betreut.

Er gewann seine ersten 17 Profikämpfe durch K. o., darunter gegen den späteren US-Meister Ron Amundsen, die ehemaligen US-Meister Rollin Williams und Art Serwano, den ehemaligen Amerikanisch-Kontinentalen Meister der WBC Ricky Stackhouse, sowie den mehrfachen Mexikanischen Meister und ehemaligen WBC-Weltmeister Jorge Vaca. Am 30. Juni 1992 folgte sein erster Punktesieg durch einstimmige Entscheidung gegen den späteren WBA-Weltmeister Jorge Fernando Castro, der bis dahin nur drei Niederlagen in 75 Profikämpfen hinnehmen musste. Am 18. August 1992 besiegte er den ungeschlagenen (24-0) Glenn Thomas durch technischen K. o. in Runde 8.

Am 5. Dezember 1992 gewann er den Amerikanisch-Kontinentalen Meistertitel der WBC durch technischen K. o. in der vierten Runde gegen Percy Harris. Am 13. Februar 1993 besiegte er den WM-Herausforderer Glenn Wolfe durch technischen K. o. in Runde 1 und fügte ihm damit die einzige vorzeitige Niederlage seiner Karriere zu.

IBF-Weltmeister im Mittelgewicht

Am 22. Mai 1993 besiegte Jones im Kampf um den vakanten IBF-Weltmeistertitel Bernard Hopkins durch eine einstimmige Punkteentscheidung. Es sollte bis dato Hopkins’ einzige klare Niederlage bleiben. Jones hatte sich vor diesem Kampf die rechte Hand verletzt. Am 14. August 1993 schlug er den späteren WBC-Weltmeister Thulani Malinga durch K. o. in Runde 6 und fügte ihm damit die erste vorzeitige Niederlage zu. Anschließend siegte er noch über den Venezolanischen Meister Fermin Chirino, sowie den Meister aus Puerto Rico, Danny Garcia. Seinen Weltmeistertitel verteidigte er am 27. Mai 1994 durch technischen K. o. in Runde 2 gegen Thomas Tate, ebenfalls dessen erste vorzeitige Niederlage.

IBF-Weltmeister im Supermittelgewicht

Am 18. November 1994 gewann Jones den IBF-Weltmeistertitel in der nächsthöheren Gewichtsklasse, dem Supermittelgewicht, durch einstimmigen Punktesieg gegen den in 46 Profikämpfen ungeschlagenen Titelträger James Toney.

Am 18. März 1995 verteidigte er seinen Titel durch technischen K. o. in Runde 1 gegen Antoine Byrd und am 24. Juni 1995 durch technischen K. o. in Runde 6 gegen Vinny Pazienza, ehemaliger Weltmeister im Leicht- und Halbmittelgewicht. Am 30. September 1995 siegte er gegen den mehrfachen WM-Herausforderer Tony Thornton durch technischen K. o. in Runde 3 und am 12. Januar 1996 durch technischen K. o. in Runde 2 gegen den Nordamerika-Meister Merqui Sosa.

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